Final Call
Die Filmkritik
genre:
thriller
regie:
david ellis
fsk:
ab 16
cast:
- kim basinger
- chris evans
filmkritik:
jigsaw |
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Nicht auflegen?
Bei den Kritikern hatte Final Call in den
Staaten einen schweren Start, denn gedreht
wurde er von niemand anderem als David R
Ellis, der zuletzt den bunten
Popcornschlitzer Final Destination 2 drehte.
Obgleich FD2 visuell sehr beeindruckend
gefilmt war, so sahen ihn die meisten doch
nur als schwache Fortsetzung eines
originellen Thrillers. Jetzt ist sein neuer
Film da, der in den USA Cellular und hier
Final Call heisst.
Hauptstar von Final Call ist nun Kim
Basinger, die seit ihrer letzten großen
Rolle (LA Confidential) nur noch in Eminem's
Film 8 Mile zu sehen war, in dem sie eine
betrunkene Rabenmutter spielte. Hier in
Final Call ist sie gut, ziemlich gut sogar,
auch wenn sie nicht an ihre alten Größen
heran zu kommen scheint. Ihr Gegenspieler
ist der junge Chris Evans, der seine Sache
ebenfalls sehr gut macht.
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Wir wollen besser
nicht sehen, was er sieht. |
In dem Film spielt Basinger eine ältere
Lehrerin, die Opfer einer Entführung wird.
Einzige Verbindung nach draussen ist ein
kaputtes Telefon, mit dem sie einen jungen
Mann erreicht. Dieser kann ihr erst gar
nicht glauben, das sie entführt sein soll
und hält es für einen schlechten Scherz.
Doch dann merkt er bald, dass sie recht
haben muss und versucht sie zu befreien -
was sich als schwieriger heraus stellt als
er meinen mochte...
Der Film ist bis zum Ende hin mit vielen
Wendungen, viel Spannung und spektakulären
Verfol-gungsjagden gefüllt, bis er
schliesslich in einem typischen
Hollywoodszenario endet. Hört sich
eigentlich ganz typisch, ganz brauchbar an,
soll man meinen, doch der Film an sich ist
eine einzige Katastrophe.
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"Hallo, ist da jemand
der Reinsch heißt ?" |
Das liegt vor allem an den schrecklich
debilen Dialogen, die von an
Stumpfsinnigkeit nicht zu unterbieten sind.
Anstatt das Jessica zb beim Anruf nach ihrem
Mann fragt, oder Ryan drum bittet, die
Polizei zu verständigen, verschwendet sie
lieber etliche Minuten damit den jungen
Grünspan davon zu überzeugen, ihr doch zu
helfen.
Dieser entpuppt sich alsbald als tollkühner
Retter, der eine Fahrschule als Stuntman
hinter sich haben und mehr Courage als John
McClane zu besitzen scheint, während die
Bösen sich mit ihrem Auto beamen können - so
schnell wie sie von Ort zu Ort springen (Los
Angeles ist ja nicht gerade als Kleinstadt
bekannt). Die Cops sind natürlich auch keine
Hilfe, denn ganz zufällig ist heute ein
Gangwar ausgebrochen, zu dem sämtliche
Einheiten abgezogen worden sind. Auch sonst
lassen sich in LA keine Streifenwagen
blicken, damit der Film auch ja auf seine 90
min kommen kann.
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Kim Basinger Vs Johnny
Botox |
Hauptstar des Films ist übrigens eigentlich
das Mobiltelefon, welches den gesamten Tag
über in den spannenden Momenten natürlich
aussetzt und in wichtigen Momenten extrem
detaillierte Videos senden kann, mit
Bildspeichern die jenseits der
Vorstellungskraft liegen mögen. Davon ab,
dass Kim Basinger zu Kim MacGuyer wird, als
sie ein Telefon in wenigen Minuten mit ein
paar Drähten wieder flott machen kann - sie
ist Biologielehrerin, nicht Professorin für
Elektrotechnik - bleibt ihr in ihrer Rolle
nicht mehr viel übrig als zu schreien oder
zu flüstern, wobei sie ohne Frage trotz des
erhöhten Alters dabei immer noch hinreißend
gut aussieht.
Final Call ist ein nett gemeinter Thriller,
der mit einer guten Idee und motivierten
Darstellern aufwarten kann - die vielen
Ungereimheiten und dummen Dialoge geben
leider viel Abzug. Stattdessen sollte man
sich Nicht auflegen! nochmal anschauen, der
ist vom selben Drehbuchautor und im
Gegensatz zu Final Call äusserst spannend
und ernst zu nehmen.
Wertung: 4
/
10
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