<< zurück
Godzilla: Final Wars
Die Filmkritik

genre: godzilla sein eigenes genre
regie: ryuhei kitamura
fsk: ab 16
cast:
  -  masahiro matsuoka
  -  rei kikukawa

filmkritik: yin rae zhan

Gojira's letzter
Godzilla, oder Gojira wie er hier heißt, gehört zu der japanischen Kultur wie McDonalds zu Amerika. Jeder kennt ihn, jeder mag ihn und wenn ein neuer Film erscheint, nehmen sich sogar viele hier von der Arbeit frei, um den Film am Eröffnungstag sehen zu können.
 


Hm, dieser Noppenanzug kneift vielleicht im Schritt...

Als 2000 die amerikanische Variante von Roland Emmerich in die Kinos kam, waren viele hier unheimlich enttäuscht von dem neuen Godzilla. Die Computereffekte waren zwar wirklich schön, aber als Figur war er einfach viel zu schwach. Anstatt Angst und Schrecken zu verteilen lief er weg, und anstatt gegen ein anderes Monster zu kämpfen wurde er von einem kleinen Jet erledigt - das würde den japanischen Godzilla höchstens stören, aber nicht umbringen.

In dem neuen Godzilla wollte man es Emmerich wohl zeigen, denn der US Godzilla kommt tatsächlich im Film vor - stilecht als einzige Kreatur im Computer gemacht. Natürlich macht der japanische ihn mit links fertig, denn der ist nur einer von vielen.
 


Oops?

Der Anfang vom Ende
Alles beginnt am ewigen Eis, wo Godzilla gegen ein fliegendes U-Boot namens Gohten kämpft und dabei unter der großen Eisdecke eingeschlossen wird. Viele Jahre später gibt es dann ein großes Chaos auf der Erde, denn durch die starke Umweltverschmutzung sind viele Monster an die Erdoberfläche getreten, um sich im Namen der Natur an der Menschheit zu rächen.

Als es aussichtslos erscheint, kommen auf ein mal Außerirdische aus dem Weltall und beamen die Monster davon. Natürlich haben sie keine guten Absichten, und als diese bekannt werden, holen die Aliens die Monster zurück und lassen sie mit Hilfe von Gedankenkontrolle wilder als zuvor angreifen. Als letzte Chance holen die Menschen nun Godzilla wieder aus dem ewigen Eis, der sich sofort daran macht, alle Monster auf der ganzen Erde zu besiegen.

Das ist allerdings nicht die ganze Story, denn es gibt noch eine Nebengeschichte um Ozaki, einen mutierten Menschen, der sich als Anführer einer Elitetruppe gegen die außerirdischen Eindringlinge stellt.

Nach dem Intro mit Godzilla sieht man erst einmal rund eine Stunde lang nur, wie Ozaki mit der M-Truppe trainiert, wie sie hinter der Verschwörung der Aliens kommen und wie sie verzweifelt versuchen, die angreifenden Monster mit eigenen Waffen zu schlagen.

Diese lange Stunde ist ziemlich langweilig, denn sie ist viel zu lang gezogen. Aus all den anderen Godzilla Filmen wissen wir bereits, dass Aliens stets böse sind, dass die Menschen allein keine Chance haben und das die Menschen selbst uninteressant sind. Als es dann zum Showdown kommt, kämpft Godzilla wirklich gegen mehr Monster als je zuvor - doch aufgrund der wenigen Zeit sind alle diese Kämpfe sehr, sehr kurz.
 


Godzilla's größter Gegner - Gefrierbrand.

Selbst das Ende mit den alten Bekannten Mothra, Ghidorah und Gigan ist sehr kurz, was man für einen ultimativen Godzillafilm echt besser hätte machen können.

Fazit
Von den Kostümen her sind es wie immer Männer in Gummianzügen, die dieses Mal leider nicht alle so gut aussehen, weil es einfach so viele Monster gibt. Der best aussehendste von allen ist am Ende doch Emmerichs Godzilla aus dem Computer, der als einziger keinen Reißverschluss oder Draht am Rücken hat.

Richtig gut gelungen dagegen sind einige der Sets, die wirklich mit viel Liebe zum Detail gemacht worden sind - einzig die Antarktis sah viel zu unecht aus. Insgesamt kann man sagen, dass der Film trotz seine Schwächen ein grandioser Monsterfilm ist, der mit all seinen Monstern und den vielen Kämpfen extra auf Fans zu geschnitten ist. Wer die alten Godzilla Filme nicht mochte, wird auch diesen nicht mögen - aber Fans kommen voll auf ihre Kosten.

Als nächstes werde ich mir mal die anderen 3 New Millenium Godzilla Filme vornehmen,
Yin.


                                  Wertung:    7 / 10