Elektra
Die Filmkritik
genre:
action / comic verfilmung
regie:
rob bowman
fsk:
ab 16
cast:
- jennifer garner
- terence stamp
filmkritik:
christopher kane |
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DareDevil lässt grüßen
Elektra, das war die widerspenstige
Girlpower-Vertreterin aus dem Film DareDevil,
die nun ihren eigenen Film bekommen hat. Mit
frischem Korsett, Pushup Sport-BH und
Sai-Schwertern geht es nun in einen
Einzelfilm für all die jenigen, die Ben
Affleck nicht mögen und mehr über die
mysteriöse Ninjakämpferin erfahren wollen.
Inhalt
Nachdem Elektra den vermeintlich tödlichen
Angriff von Bullseye in DareDevil überlebt
hat, kehrt sie zurück in ihr altes
Ninjakloster vom Orden der Hand. Dort war
sie lange Jahre als eiskalte Killerin
unterwegs und bekommt gleich nach ihrer
Ankunft einen neuen Auftrag - sie soll einen
jungen Mann und dessen Tochter umbringen.
Natürlich kommt es wie es kommen muss, und
Elektra fällt in Ungnade mit den beiden.
Fortan beschützt sie sie vor den Truppen des
Orden, die zudem mit Mary Typhoid und Tattoo
zwei besonders schräge Vögel auf sie hetzen.
Während Mary eine Art Poison Ivy ist, die
ihre Gegner mit giftigen Küssen umbringen
kann, besitzt Tattoo die Fähigkeit, seine
Tiertattoos lebendig werden zu lassen (!).
Kritik
Was würde man sich von so einem Film
erwarten? Einige gute Kampfsequenzen,
interessante neue Gegner und jede Menge
Jennifer Garner in möglichst wenig Kleidung,
richtig? Richtig, aber bietet es der Film?
Teilweise.
Kämpfe gibt es nun einige, aber für so eine
Art Film einfach viel zu wenige. Ebenso wie
X-Men verstrickt sich der Film in unsäglich
langatmige Charakterszenen, in denen
versucht wird, der Hauptfigur mehr Tiefe
durch Rückblenden und lange Gespräche zu
geben - was aber nach hinten losgeht. In den
Comics mag Elektra eine düstere und
interessante Hintergrundgeschichte haben,
aber nach der Vorlage in DareDevil macht es
einfach keinen Sinn - das ist, als versuche
man zu Batman & Robin einen ernsten Batgirl
Film zu machen. Die Kämpfe sind dabei ganz
okay, jedoch zu kurz und mit viel
Drahtseilschickeria aufgemotzt, was stark
enttäuscht.
Eine gnadenlose Mörderin soll sie
gewesen sein? Niemals, das kauft man ihr
einfach nicht ab. Das ist auch eine große
Schwäche des Films - er nimmt sich zu ernst.
Mit Gegnern, die mit Playstation ähnlichen
Grafikeffekten angreifen oder Tiere aus
ihren Tattoo schießen ist das kein guter
Schachzug. Auch die stark mystischen Ninjas
sind lächerlich und keineswegs mit solchen
aus Last Samurai oder The Hunted zu
vergleichen. Sogar Terence Stamp spielt
einen Lehrmeister, dessen Ratschläge so
abgedroschen klingen, das selbst Mister
Myagi seinen Bonsai essen würde.
Elektra ist zudem nur so gefüllt mit
Logiklöchern, die so groß sind das
Spider-Man samt Dr Octopus mit dem Zug aus
der gewaltigen Trainszene aus Spider-Man 2
hin durchfahren könnte.
Beispiel - die ach so geheimen Ninjas
verstecken sich mitten in der Innenstadt in
einem streng asiatisch aussehenden
Dojotempel auf einem Hochhaus .?.
Und wer sich neue interessante Jennifer
Garner Szenen wünscht, auch der wird
enttäuscht sein. Zwar trägt sie ein nettes
Kostüm (das wie aus der alten
Peng-Kazong-Kläng Batman Show aus den 60ern
wirkt), aber dabei bleibt es dann auch. Es
gibt nichts zu sehen, was es nicht auch
schon in DareDevil oder Alias zu sehen gab.
Für kleine Mädchen sicher ein "cooler"
Streifen, alle anderen sollten jedoch einen
Bogen drum gehen.
Wertung:
3 / 10
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