Garden State
Die Filmkritik
genre:
drama
regie:
zach braff
fsk:
ab 16
cast:
zach
braff
natalie portman
peter saarsgard
ian holm
filmkritik:
chris jigsaw |
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Zusammenfassung
Wo wollen wir mit unserem Leben eigentlich
hin? - die Frage stellen wir uns des öfteren.
Zach Braff's kleine Geschichte über genau
dieses Thema entpuppt sich als
liebenswertes, sehr skurriles und schönes
Drama.
[Anmerkung - die Kritik ist
weitestgehend Spoilerfrei und an solchen
Stellen gezeichnet]
Inhalt
Andrew Largeman (Zach Braff) ist ein junger
Schauspieler, der von dem Tod seiner Mutter
hört und für eine Weile zurück nach Hause
kommt. Wie er wieder mit seinen alten
Freunden zusammen sitzt, bemerkt er langsam
wie er wieder aus seinem Leben aufwacht.
Abgestumpft von schlechten Freunden und
Beruhigungstabletten findet er besonders
durch die Bekanntschaft der quirligen
Samantha (Natalie Portman) wieder Gefallen
am leben, und lernt viel über sich und was
er eigentlich will...
Kritik - Die guten Sachen
Am Anfang ist es gar nicht so leicht, dem
Film zu folgen, da wir ebenso wie der
betäubte Andrew fast ziellos von seinen
Kollegen umher geführt werden. Erst als wir
Natalie Portmans Charakter treffen, findet
sich etwas Ruhe... und mit ihr beginnt man,
die Schönheit des Filmes zu erkennen.
Überhaupt ist es sehr schwierig, den Film
mit Worten zu beschreiben - ebenso wie
Donnie Darko oder American Beauty zum
Beispiel. Garden State besticht durch seine
interessanten Dialoge, den ausgefallenen
Figuren und dem äußerst subtilen Humor, der
sich durch den gesamten Film zieht. Wer
jedoch meint, das man wegen Braff typischen
Scrubs-Humor erwarten sollte, der irrt.
Die lustigen Szenen wirken hier ganz anders,
sie beschleichen den Zuschauer auf ruhige
Art und Weise und erwischen ihn, wenn man
überhaupt nicht damit rechnet. Ein Beispiel:
Andrew fährt morgens zu seiner Arbeit [er
arbeitet in einem Chinarestaurant als
Kellner] und als er aus dem Auto steigt,
sehen wir am Tank noch den Einfüllstutzen
von der Tankstelle hängen. Eigentlich wenig
lustig, aber so wie es gezeigt wird, ist es
einfach göttlich.
Ein wenig romantisch und philosophisch ist
der Film auch - dank Natalie's Charakter -
und so manche Sachen regen wundervoll zum
Nachdenken an. Ebenso wundervoll lebt der
Film von seinem genialen Soundtrack, für den
Zach Braff sogar einen Grammy bekommen hat.
Kritik - Die schlechten Sachen
Garden State ist ein Film, der sicher nur
wenigen gefallen wird. Zu komisch der Humor,
zu ruhig das ganze, zu wenig Stars, zu wenig
Story, zu wenig lineares, zu eigensinnig der
Stil. Ich glaube, entweder kann man Filme
wie Garden State nur lieben - oder sich zu
Tode langweilen. Wie man der Wertung
entnehmen kann, gehöre ich zu den ersteren.
Garden State ist ein skurriler Film, dessen
Trailer man sich dreimal anschauen sollte,
bevor man sich entscheidet. Wer es wagt, wir
jedoch einen wunderschönen, sehr
ausgefallenen Film finden.
Garden State
Wertung:
9.1 / 10
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