Per Anhalter durch
die Galaxis
Hitchhiker's Guide to
the Galaxy
Die Filmkritik
genre:
sci-fi / comedy
regie:
garth jennings
fsk:
ab 12
cast:
martin
freeman
mos def
alan rickman
filmkritik:
fred king |
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Zusammenfassung
The Hitchhiker's Guide to the Galaxy ist
sicher eins der bekanntesten - und
schrägsten Science-Fiction Bücher überhaupt.
Die total wirre Story wurde nun versucht zu
verfilmen, kunterbunt, action- und
effektreich und gefüllt mit witzigen
Figuren; doch verpasst der Film in langer
Hinsicht einiges an Potenzial...
Inhalt
Für Arthur Dent (Martin Freeman) ist es kein
guter Schritt in den Tag; sein Haus soll
zerstört werden, sein bester Freund Ford
Prefect erzählt ihm, das er ein Alien sei
und außerirdische Bürokraten kündigen an,
die Welt zu vernichten. Unsinn? Spätestens
als Ford seinen Freund mit auf ein
Raumschiff nimmt und die Erde zu kosmischem
Staub zerbröselt wird, weiß Arthur, das er
nicht nur geträumt hat - er ist nun so
ziemlich der letzte Überlebende der Erde,
unterwegs im All mit einigen verflucht
kuriosen Aliens. Schon bald trifft er auf
Zaphod, dem zweiköpfigen Präsidenten des
Universums, und auf Marvin, den chronisch
depressiven Androiden...
Kritik
Die Besucher des Films kann man sicher in
zwei Gruppen teilen; diejenigen, die das
Buch gelesen haben und zu richtigen Fans
geworden sind, und die neugierigen
Unwissenden. Bei Besuch des Films gehörte
ich noch zu letzteren [wobei ich gerade
angefangen habe, das Buch zu lesen], und
geriet so recht ahnungslos in die
Pressevorstellung zu "Hitchhiker's Guide to
the Galaxy". Der Trailer gab ja noch nicht
soviel her, und auch in meinem Presseblatt
hier stand nur eine grobe Zusammenfassung.
Mein Kollege Jim Canson, der das Buch
bereits kannte, versicherte mir, das es so
genial sei das man es nicht kurz und bündig
würdig vorstellen könne.
Er freute sich wie der Pfefferkuchenmann,
was meine Neugier natürlich erhöhte. Als der
Film schließlich begann, lehnte ich mich
zurück, griff zum Popcorn und erwartete erst
einmal nichts anderes als eine lockere,
schräge Komödie, die im Weltall spielen
sollte.
Singende Delphine. Der Film fängt mit
singenden Delphinen an. Meine Augenbrauen
hebten sich, und ich setzte mich etwas
bequemer in den Kinosessel. Was nun folgte,
war ein skurriler, actionreicher
Science-Fiction Film, der seine Höhen und
Schwächen hatte. Ganz ehrlich, entweder war
das 'besondere' Flair von Hitchhiker's nicht
im Film enthalten, oder es ist glatt an mir
vorbei gegangen. Der Film war ganz okay,
aber mir nicht die zweite Ankunft Christi,
wie manche den Film doch in den Himmel
lobten.
Größter Kritikpunkt des Films [neben seiner
hastigen Atmosphäre] ist eindeutig sein
Hauptakteur. Martin Freeman wirkt wie ein
Statist aus einer zweitklassigen
Fernsehserie. Er hat null Ausstrahlung, er
ist absolut uninteressant als Figur und auch
seine Dialoge sind reichlich schwach.
Natürlich verstand ich, das er als 'Normalo'
unsere Ansicht der Dinge vertreten sollte,
aber das änderte nichts daran, das seine
Figur vollkommen uninteressant geschrieben
war. Ein großer Fehler, sollte eine
Hauptfigur doch einen Film tragen. Auch die
Lovestory mit Trillian, einer anderen
Überlebenden, wirkte sehr gezwungen und
damit leicht störend. Wieso muss es in jedem
Film eine Lovestory geben? Hier war es
völlig fehl am Platz. Interessant waren
einige kleine Designsachen des Films, wie
das Aussehen der bösen Vogons, der Planet,
der jedem Denker eine Schaufel vor den Kopf
haut, oder aber der Stratosphärenwal, dessen
inneren Monolog wir hören. Sowas muss einem
Spinner entsprungen sein, und es wird auch
sicher ewig dauern bis wir etwas ähnliches
wieder auf der großen Leinwand sehen will.
In kleinen Schritten erinnerte es ein wenig
an die Filme von Terry Gilliam, oder Mel
Brooks.
Im Film sind es drei Personen, die ihm eine
gute Note verleihen : Zaphod Beeblebrox, der
leicht unter-bemittelte Präsident der
Galaxie, Marvin, der Depri-Roboter und Mos
Def als Prefect. Jedes Mal, wenn einer von
ihnen in den Vordergrund kam, stahlen sie
jedem die Show. Marvin war insgesamt am
besten und hat mich durch seine
trocken-zynische Art oft zum Lachen
gebracht, aber auch Handtruchträger Def und
der Doppelkopf brachten dem Film etwas
lustiges - auch wenn sie leider viel zu
selten zu sehen waren. Besonders Marvin, der
mehr Deko als Charakter ist, hätte mehr
Platz im Film verdient.
Wie es sich für einen Science-Fiction Film
gehört, darf es natürlich auch nicht an
Effekten fehlen. Alles was im Film vorkommt,
ist gut gemacht, doch reißt es niemanden vom
dem Hocker. Die Detailgenauigkeit und
Originalität eines Star Wars, oder auch
Riddicks gibt es hier nicht, dafür gibt es
auf der anderen Seite keinen wirklich
schlechten Effekt.
Mein Kollege Canson, der Fan des Buches, war
nach dem Viewing regelrecht enttäuscht. Er
sagte mir, vieles aus dem Buch hätte
gefehlt, einiges wäre ergänzt und
amerikanischer gemacht worden, und überhaupt
wäre viel vom Humor gar nicht im Film
gewesen.
Nun gut, vielleicht ist das Buch wirklich
unverfilmbar.
Unter dem Strich kann man sagen, das Per
Anhalter durch die Galaxis ein schräger,
mittelmäßig unterhaltsamer Sci-Fi Film im
Stile von Galaxy Quest und Men in Black 2
ist.
Per Anhalter durch die Galaxis
Wertung:
6.3 / 10
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