28 Tage später
Die Filmkritik
genre:
horror 2002
regie:
danny boyle
fsk:
ab 18
cast:
-cillian murphy
filmkritik:
Jigsaw |
 |
Deine Meinung zum
Film?
Story
Eine Gruppe militanter Tierschützer bricht
in ein Versuchslabor ein, um ein paar Tiere
zu befreien. Dabei machen sie einen großen
Fehler, denn die dort vorhandenen Affen sind
mit einem experimentellen Virus versehen,
der jeden infizierten zu einem untoten
Kannibalen macht...
Kurze Zeit später. Ein Mann wacht in einem
Krankenhaus auf und kann sich an nichts
erinnern. Als er langsam durch die Stadt
wandert, muss er feststellen dass niemand
mehr da ist. Wie ausgestorben regt sich
nirgends was, bis er in einer alten Kirche
von jemandem angegriffen wird..
Kritik
Der Film von Danny Boyle wurde zwar gehyped
ohne Ende, doch letztendlich zeichnet er
sich als stark vertane Chance aus. Der ganze
Anfang mit der scheinbar unbewohnten Stadt
ist wirklich sehr atmosphärisch und toll in
Szene gesetzt, aber spätestens nach der
Hälfte wird der Film zu einer langweiligen
anderen Geschichte, die kaum noch was mit
dem Untoten zu tun hat. Nach einigen sehr
gruseligen Ereignissen trifft die Hauptfigur
zusammen mit ein paar Begleitern nämlich auf
eine Militärtruppe, und von nun an haben die
Konflikte nur noch damit zu tun.
Es gibt Neid und Feindleichkeit
gegeneinander, und als die sexuell
frustrierten Soldaten sich an der Frau
vergreifen wollen, eskaliert die Situation
zwischen den eigenen Reihen. Als später
wieder ein paar Zombies hinzu kommen, wirkt
das wie völlige Nebensache und auch die
Figuren verhalten sich nicht mehr
glaubwürdig
Da hilft auch die Neuerung nichts, das die
Untoten in diesem Film schnell rennen, statt
zu schlurfen. Besonders gut sind sie auch
nicht gemacht - wenn man sie überhaupt mal
deutlich sieht - denn meistens wackelt die
Kamera so arg, das man raten muss, was wohl
gerade passiert.
Gedreht wurde der Film digital, dh er hat
eine ziemlich schlechte Bildqualität - was
hier leider auch symbolisch für den
Unterhaltungswert des Films steht. Anfangs
noch ganz interessant, stört es alsbald und
man fragt sich, wieso es so entschieden
wurde. Boyle hat mit The Beach schliesslich
schon einen Blockbuster auf 35 mm gedreht,
der durchweg unterhaltsam war - bei 28 Days
Later ist das leider nicht der Fall. Man
verlässt den Film mit einem gemischten
Gefühl, schliesslich ist 28 Tage später bis
auf den Anfang weder gruselig, noch witzig,
noch actionreich oder interesant.
Fazit
Besser das Dawn of the Dead Remake oder den
lustigen Undead ausleihen.
Wertung: 3/
10
|