The Amityville Horror (R)
Die Filmkritik
genre:
horror
regie:
andrew douglass
fsk:
ab 16
cast:
ryan
reynolds
melissa george
filmkritik:
fred king |
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Zusammenfassung
Das Remake des Josh Brolin Klassikers hat
ein großes Problem; es sieht zwar
hervorragend aus und die Darsteller sind
sehr gut - für einen waschechten Horrorfilm
ist es jedoch wenig gruselig.
Inhalt
George Lutz (Reynolds) und seine Frau Kathy
(Melissa George) sind zunächst glücklich,
als sie ihr neues Heim beziehen. Äußerst
günstig und mit einem großen Anwesen
bestückt, scheint es das richtige Haus für
ihre Familie zu sein. Als jedoch erste
unheimliche Dinge geschehen, entscheiden sie
sich einen Priester zu holen, der das Haus
weihen soll. Dabei passiert jedoch
seltsames: geworfenes Weihwasser verätzt
sich wie Säure und der Priester selbst wird
scheinbar von dem Haus angegriffen - etwas
Böses ist in dem Haus. Etwas, das die
Familie mehr und mehr ängstigt und
verändert...
Kritik
Ob die Geschichte der Familie Lutz nun wahr
ist oder nicht, das wissen sie wohl nur
selbst, aber Fakt ist, das ein Remake zu The
Amityville Horror mehr als nötig war. Die
Vorlage gilt zwar als Klassiker, doch sie
ist eigentlich so unspektakulär, das man
sich damals wie auch heute wenig gegruselt
hat. Josh Brolin und Margot Kidder
ängstigten sich durch ein gruseliges Haus,
das ein unsichtbares böses "Etwas" im Keller
hatte und sie langsam auf mörderische
Gedanken brachte. Insgesamt gut gespielt,
aber mit wenig Schocks oder Atmosphäre
angereichert war es dann doch erst die
Fortsetzung, die über alle Stränge schlug
und einen schockierenden Horrorklassiker mit
vielen gebrochenen Tabus schuf.
Beim Remake nun ist - ähnlich wie beim Texas
Chainsaw Remake - alles noch viel weiter
aufgebauscht. Die Sets sehen noch
gewaltiger, detaillierter und gruseliger
aus, der Soundtrack ist wuchtig und die
unheimlichen Momente wurden visuell
beeindruckend in Szene gesetzt.
Ryan Reynolds und Melissa George geben ein
tolles Pärchen ab, wobei besonders Spaßvogel
Reynolds als zynischer und mutiger
Familienvater überzeugt. Ich will keine
Details verraten, aber im späteren Verlauf
wird Reynolds sogar noch viel besser, was
den Kinobesuch durchaus lohnt. Die noch
recht unbekannte Melissa George spielt sehr
sympathisch und entwickelt sich im Laufe der
Story auch interessanterweise weiter.
Wer jedoch einen gruseligen Horrorthriller
mit guten Schocks ala dem TCM Remake
erwartet, der täuscht.
Bay's Amityville Horror Nachmache ist alles,
nur nicht gruselig. Gegenstände bewegen
sich, Türen und Fenster klappern, wilde
Erscheinungen von merkwürdigen Gesichtern
und Geisterkindern zeigen sich, böse Stimmen
sprechen und jemand läuft mit einer Axt Amok
- aber so gut sich das anhören mag, auf der
Leinwand wirkt dies nicht sonderlich. Es
gibt etliche Szenen, in denen jemand sich
umdreht und urplötzlich steht jemand anders
da - diese Art von Schocks sind doch so alt
wie Josh Brolin's Großmutter. Blutige Szenen
gibt es zwar, aber wenn es nicht gerade von
der Decke tropft oder an jemanden spritzt,
sind die eigentlichen Angriffe alle stehts
im Off.
Unterm Strich kann man wohl sagen, das das
Remake dasselbe für uns heute ist, wie es
Brolin's Version vor rund 30 Jahren war: ein
interessanter, sehr gut gemachter
Horrorthriller mit tollen Bildern, der aber
insgesamt wenig gruselig ist.
Zu den
Kritiken von Amityville Horror 1 - 8
Wertung:
6.8 / 10
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