Anacondas
- Die Jagd nach der
Blut-Orchidee
Die Filmkritik
genre:
horror
2004
regie:
dwight h little
fsk:
ab 16
cast:
-johnny messner
-kadee strickland
-karl yune
filmkritik:
Jigsaw |
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Deine Meinung zum
Film?
J.lo's Erbe
Vom Titel her sieht man es nicht, aber
Anacondas ist tatsächlich bereits der zweite
Teil seiner Art. Der erste Film, schlicht
Anaconda betitelt, kam vor einigen Jahren
ins Kino und war ein richtiger
Überraschungserfolg. In den Hauptrollen? Ice
Cube, Jon Voight, Eric Stoltz und pre-star
Jennifer Lopez. Da ging es noch um ein
Filmteam, dessen Regisseurin (J.lo) tief im
Dschungel eine Doku über eine verschollene
Kultur machen wollte und nach einigem Ärger
dank Schlangenjäger Sarone (Voight) auf eine
tödliche Riesen-Anaconda stiess. Es ist
wundernswert, aber jemand wichtiges mochte
die Idee wohl und so kommt der zweite Teil
sogar ins Kino und nicht direct-to-video,
wie doch die meisten Tier-Horrorfilme ala
Spiders, Python oder Komodo.
Inhalt
Im zweiten Teil geht es um eine Truppe
Forscher, die tief ins Herz Borneos
vorstösst um eine seltene Pflanze zu holen -
die Blut-Orchidee. Mit ihren Inhaltsstoffen
soll sie Unsterblichkeit vermitteln, also
schickt man eine kostspielige
Expeditionstruppe voller Experten los, ein
paar Exemplare mitzunehmen bevor sie wieder
für die nächsten Jahrzehnte verblüht. Da es
in Borneo keine Anacondas gibt, fragen sich
sicher viele - okay, wieso spielt es nicht
woanders? Ganz einfach.
Dwight H Little geht einfach der Annahme,
dass Anacondas sich ähnlich wie Lachse zur
Paarungszeit zu einem weit entfernten Ort
aufmachen, um sich dort in Bällen (!?)
massenhaft zu paaren. So gibt es einen
Grund, wieso es viele Anacondas in Borneo
gibt - doch es wird noch besser. Die
Schlangen fressen regelmässig von den
Blut-Orchideen, und sind dadurch schon
jahrhunderte alt und übernatürlich groß /
stark und schnell. Als wenn eine Bande
gefräßiger Anacondas noch nicht gefährlich
genug wäre.
Kritik
Vorab ist eins mal klarzustellen - Anacondas
ist kein Horrorfilm, wie es die Werbung
vielleicht vermuten lassen würde.
Stattdessen ist es ein Action-Adventure mit
Monsterschlangen, die allerdings nicht ein
einziges Mal Spannung aufkommen lassen. Die
präsentierte Action an sich ist zwar
ziemlich gut und weiss zu unterhalten, doch
man hat das Gefühl, das hier vorhandenes
Potenzial nicht genutzt wurde.
Im Gegensatz zum ersten Film gibt es
einige grosse Abstriche zu machen. Die
Figuren sind leider allesamt kleinkariert,
es sticht niemand wirklich heraus, es gibt
keinen besonderen Villain (Sarone aus ersten
wird stark vermisst) und die Dialoge sind
teilweise wirklich so dumm, das man selbst
wenn man wirklich wenig erwartet, die Hände
vor den Kopf schlägt und sich denkt: 'oh
man'.
Dafür hingegen sind die Effekte richtig
klasse gelungen. Die Schlangen sind
beeindruckend gemacht und wer meint, der
Wasserfall--angriff aus dem ersten wäre
spektakulär gewesen, der wird sich hier erst
richtig freuen. Die Anacondas sehen richtig
gut aus und erfüllen sicherlich jeden
B-Movie Fan's Herz. Denn mal einen
vernünftigen Riesenschlangenpopcornactioner
zu sehen, bei dem man nicht CGI! oder
GUMMIPUPPE schreien kann und der auch noch
im Kino läuft - das gibts selten.
Am Ende bleibt also ein mittelprächtiger
Abenteuerfilm, der mit besseren Charakteren
wirklich gut hätte sein können.
Fazit - es häutet sich
Anacondas ist ein stumpfer
Popcornblockbuster, für den man schon etwas
für das Genre übrig haben muss. Wer nichts
mit unrealistischen Szenen, Aktionen und
ein-dimensionalen Charakteren anfangen kann,
der sollte besser zu hause bleiben -
allerdings zeigt der Trailer schon ganz gut,
worum es hier geht. Viele Schlangen, viele
Opfer und wenig Story. Genau das ist zu
erwarten und genau das kriegt man - gut
gemacht, kein Stück langatmig und nicht zu
lang.
Wertung: 5/
10
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