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Boogeyman
Die Filmkritik

genre: horror
regie:  stephen kay
fsk: ab 16
cast:
  -  barry watson
  -  emily deschanel

filmkritik: fred king

Der schwarze Mann
Barry Watson ist den meisten wohl aus der Serie "Eine himmlische Familie" bekannt, in der er neben Jessica Biel zu den Kindern einer Pastorenfamilie gehörte. Während seine Arbeitskollegin nun vermehrt im Actiongenre anzutreffen ist (Blade 3, Stealth), versucht sich Watson nun in einem von Sam Raimi produzierten Horrorstreifen.

Inhalt
Tim Jensen hat in seiner Kindheit ein grauenhaftes Erlebnis gehabt: vor seinen Augen wurde sein Vater von "etwas" in einen Schrank gezogen und verschwand darauf hin für immer. Diese Nacht hat Tim nie vergessen und wird seitdem von schrecklichen Albträumen geplagt. Da sie mit der Zeit immer schlimmer werden, empfiehlt ihm seine Therapeutin, dass er eine Nacht in seinem Elternhaus verbringt, um ein für alle mal damit fertig zu werden. Was ihn da erwartet, übersteigt jedoch alles was er sich je vorstellen konnte...

Kritik
Boogeyman ist in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich zu Der Fluch von Darkness Falls, der 2003 in die Kinos kam. Wie auch dort geht es um einen Mann, der in seiner Kindheit ein fragwürdiges Ereignis mit einer Kreatur hatte und sich nun Jahre später dieser wieder stellen soll. Natürlich stellt sich heraus, das der Boogeyman echt ist, genauso wie die Zahnfee in Darkness Falls durchaus existierte.

Barry Watson gibt hier zwar sein bestes als Tim, aber genau wie der Hauptdarsteller aus Darkness Falls wirkt er leicht auswechselbar, ebenso wie die Frau an seiner Seite.

Ob der Film spannend ist? Kommt darauf an. Wer sich bei lauten Geräuschen, schnellen Schatten und zuschlagenden Türen erschreckt, wird auf seine Kosten kommen, denn das passiert laufend. Es scheint mir eine billige Ausflucht zu sein wenn ein Schockeffekt im Film dadurch hervorsticht, das nach großer Stille ein lautes BUH! oder MIAU!!! einer hervorspringenden Katze passiert - natürlich erschreckt man sich, aus Reflex, aber nicht weil es nun wirklich gruselig war. Boogeyman geht leider immer wieder diesen Weg, so das man am Ende nichts an Spannung mit nach Hause nehmen wird. Der titelgebende schwarze Mann ist auch nichts besonderes, denn er ist eine schlecht gemachte Figur aus dem Computer, die wenig gruselig oder markant aussieht. Kein neuer Freddy oder Jason.

Blut findet sich auch keins, denn die Produzenten wollten den Film möglichst kinderfreundlich machen, damit möglichst viele hinein gehen können. Ein Fehler, denn mit seinem Rating ist Boogeyman ein schwacher Horrorfilm geworden, der nicht einmal durch besonders gruselige Szenen überzeugen kann. Stattdessen ist es ein lascher Popcornmampfer, der es keineswegs mit The Grudge oder Ring 2 aufnehmen kann.

Boogeyman? Eine vertane Chance.


Wertung: 1.9 / 10
 


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