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Exorzist
-Der Anfang

Die Filmkritik

genre: horror 2004
regie: renny harlin
fsk: ab 16
cast:

-
stellan skarsgard

filmkritik: Jigsaw

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Vorwort
Der Exorzist galt damals als einer der gruseligsten Filme aller Zeiten, als Skandalfilm mit ungeahnten Protestwellen und zwei mehr oder weniger erfolgreichen Sequels, die aber niemals an den Aufwind des ersten anknüpfen konnten. mit Exorcist - The Beginning kommt nun der vierte Teil der Reihe ins Kino, der zugleich Vorgeschichte zum ersten ist...

Übrigens, von dem Film gibt es 2 Fassungen. Nachdem der Regisseur Paul Schrader einen komplett fertigen Film zum Release vorstellte, waren die Studio Executives unzufrieden damit, feuerten Schrader und holten sich Actionspezialist Renny Harlin ins Boot, um den Film blutiger und actionbetonter zu gestalten. Das Resultat : Obwohl mit denselben Darstellern und Sets gearbeitet wurde, entstanden ca 90 % des Filmes nochmal komplett neu, wodurch sich der Release um Monate verschob. Schrader's Fassung wird dennoch veröffentlicht werden, allerdings nur auf DVD und erst, wenn Harlin's Version ebenfalls auf DVD erscheint.

Inhalt
Skarsgard ist Vater Merrin, der später im ersten Exorzistfilm mit dem Dämon Pazuzu in dem Mädchen kämpfen wird. Bei "Der Anfang" geht es um seine Vorgeschichte, wie er den unheilvollen Dämon bereits in seiner Zeit in Afrika kennenlernte. Bei Untersuchungen wird eine Kathedrale unter der Erde gefunden, die ein schauriges Merkmal aufweist - das dort befindliche Kreuz steht auf dem Kopf. Nach Betreten des unheiligen Ortes dauert es nicht lange, bis Pazuzu sich in Form von finsteren Stimmen, bösartigen Hyänen und anderen Grausamkeiten offenbahrt...

Kritik
Der vierte Exorzist-Film ist schwer zu kritisieren, da es darauf ankommt, was für einen Ton man antreffen will.

Sucht man den ultimativen Spannungs- und Shockkick wie bei The Ring, wird man recht enttäuscht sein, denn trotz der vielen Shockmomente schafft es Der Anfang nicht, die gruselige Atmosphäre durchweg zu halten.

Wer sich kein Stück für das Original begeistern kann und dessen Titel "der schaurigste Horrorfilm aller Zeiten" für nicht gerechtfertigt hält, der sollte sich den Anfang doch mal anschauen, spätestens später auf DVD. Im Gegensatz zum ersten setzt der neue nämlich weniger auf Sozial/Religiöse Symbolik (auch wenn sei vorhanden ist), sondern nimmt lieber Spannung und Action in den Vordergrund - was bei dem Regisseur auch kein Wunder ist. So gesehen ist der Film ziemlich gut, denn die Basics Story, Spannung, Visuals, gute Darsteller und Musik sind überaus gut gelungen. Haarig wird es nur, wenn man ins Detail geht. Hier spalten sich die Meinungen ins Extrem, von fesselnd bis langweilig, von lustlos bis gnadenlos, von gut zu geht gar nicht.

Mängel wie die zb relativ schlecht animierten Computerhyänen stellen die Frage auf, ob so eine Szene wirklich nötig war bzw nicht mehr Geld für überzeugendere Effekte da war. Bevor man durch etwas so überzogenes nämlich aus der Mystik des Filmes gerissen wird, kann man besser drauf verzichten.

In Sachen Theme geizt der neue Exorzist jedoch nicht mit provokanten Szenen und Dialogen, es gibt genug tabu-brechendes um viele Elternpflegschaftssitzungen zu beunruhigen, denn das ist ganz sicher kein Film für die lieben Kleinen.

Für leicht zu erschreckende Gemüter wird es reichen, aber Horrorfans werden hier nicht wirklich gefordert - da ist man bereits einen besseren Durchschnitt gewohnt.

Der Anfang ist ein interessanter Horrorstreifen für zwischen durch; nichts weltbewegendes aber auch nichts, dass man bereuen müsste. Er wird zudem mit jedem Schauen etwas besser.

 

                                  Wertung:    5/ 10