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Ring
Die Filmkritik

genre: horror 1998
regie: norio tsuruta
fsk: ab 16
cast:

-n
anako matsushima

filmkritik: Jigsaw

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Inhalt
Reiko ist eine junge Reporterin, die gerade an einem sehr persönlichen Fall arbeitet - dem unerklärlichen Tod ihrer Nichte. Bei ihren Nachforschungen findet die mutige Journalistin heraus, dass sie und drei ihrer Freunde zur selben Zeit gestorben sind - und das dies mit einem Videoband zu tun haben muss, welches die Runde zu machen scheint. Reiko findet es und sieht auf dem Band eine wirre Bildmontage aus vielen ekligen und unheimlichen Bildern, da klingelt auf einmal das Telefon. Eine unheimliche Stimme sagt ihr, dass sie nur noch eine Woche zu leben hat...

Kritik
Dies ist die Vorlage zum erfolgreichen amerikanischen "The Ring" mit Naomi Watts, und sie unterscheidet sich bis auf die Story gewaltig von seinem Remake. Der Horror im japanischen Film ist um einiges subtiler, und baut sich ganz anders auf als in der amerikanischen Version. Gibt es im Remake Hochglanzoptik, gewaltige Sets (zb die Farm) und klare Dialoge, besticht Ringu - wie er im Original heißt - durch simple Aufnahmen und wie man es aus japanischen Filmen gewohnt ist, viel viel Ruhe.

Es passiert also sehr wenig in diesem Film, und die verhältnismäßig vielen Dialogen sind nicht immer leicht zu verfolgen - bringen dafür allerdings eine andere Art von Atmosphäre, da man stärker miträtseln muss. Die Schauspieler sind allesamt ganz in Ordnung, wobei Reiko's Freund so lustlos und gelangweilt agiert, dass es den Film ein ganzes Stück herunter zieht.

Blutig ist der Film nicht, seine Shocks zieht er sich eher aus unerwartet auftretenden Bildern, die unnormal und überaus erschreckend aussehen, wie zb Polaroidfotos auf denen die Gesichter verschwommen sind. Leider kommt dies immer sehr plump, und auch der viel zu ruhige Score trägt leider nicht gut dazu bei. Hans Zimmer's orchestrales Meisterwerk zum Remake dagegen ist eine Wucht.

Es heißt, die Fassung die man zuerst schaut, gefällt einem besser - in unserem Fall war das die amerikanische Version, aber im direkten Vergleich kann The Ring in Sachen Score, Schauspielern, Sets und Dialogen wesentlich mehr bieten, daher empfehlen wir hier eher das amerikanische Remake als die Vorlage.

Fazit
Nichtsdestotrotz ein spannender Film, den man sich gut mal anschauen kann.


                                  Wertung:    4/ 10