The Ring 2
Die Filmkritik
genre:
horror
regie:
hideo nakata
fsk:
ab 16
cast:
- naomi watts
- sissy spacek
filmkritik:
fred king |
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Return of the Brunnenmädchen
The Ring ist wohl mit eins der besten
Remakes aller Zeiten, machte er aus der
schwammigen japanischen Vorlage doch einen
fantastischen Horrorthriller, der mit viel
Atmosphäre und verdammt guten Shocks für
Stimmung sorgte. Wieso der zweite da nicht
ganz ran kommt, erfahrt ihr in unserer
Review.
Inhalt
Nach den schrecklichen Ereignissen aus dem
ersten Teil denken Rachel Keller und ihr
Sohn Adrian, das die Schrecken um Samara
Morgan und dem Ring Tape endlich vorbei
sind. Wir erinnern uns - am Ende fand sie
heraus, das sie das Tape kopieren und
weitergeben muss, damit sie vom Fluch
verschont bleibt. Das tat sie, und reiste
danach weit weg, um mit ihrem Sohn ein neues
Leben in einer Kleinstadt anzufangen.
Einige Monate später geschieht jedoch ein
Mord in der Nähe, der angeblich durch ein
Videoband ausgelöst sein soll... Samara ist
wieder da, und sieht nicht ein das sie sie
gehen lassen soll. Noch wütender als zuvor
stellt sie ihr also noch und verlangt das
was Rachel am wichtigsten ist - ihren
Sohn...
Kritik
Ich fange meine Kritiken gerne mit den
Sachen an, die mir am wenigsten gefallen
haben. Bei The Ring 2 sind das leider einige
viele Dinge, also erwartet nicht zuviel
Lobpreisung auf eines der wohl am meisten
erwarteten Horrorsequels des Jahres.
Es fängt mit dem Regiewechsel an - führte
bei dem ersten Teil noch der Amerikaner Gore
Verbinski Regie, so übernahm beim zweiten
der Japaner Hideo Nakata, der bereits die
Original Ringu Filme gemacht hat. Man merkt
sofort, das es ein anderer Regisseur ist,
denn alles ist gleich viel ruhiger,
langsamer im Aufbau und zieht sich
schleppend hin.
Überhaupt passiert viel weniger im zweiten
Film, und die Ruheszenen dazwischen sind
meistens unerträglich zäh und - richtig -
langweilig. Das Naomi Watts eine
erstklassige Darbietung gibt übersieht man
dabei fast, ebenso die gut gemachten Sets
und die düstere Allgemeinstimmung.
Kommen wir zu Samara. Das die Kleine neu
gecastet wurde, fällt kaum auf, doch aber
das sie in diesem Film noch viel wütender
ist. Ähnlich wie die kleine Regan in "Der
Exorzist" greift sie mit ihrem entstellten
Gesicht an, bewegt sich unheimlich und
kratzt an der Wand. Es fehlt nur noch, das
sie anfängt mit dem Kopf zu drehen und man
könnte es "Der Exorzist : Das Videotape"
nennen.
Es hat sogar noch jede Menge mehr mit dem
Film zu tun als man meinen mag, denn Samara
versucht dieses Mal, den kleinen Jungen zu
besetzen, worauf Rachel versucht, statt den
Teufel das Mädchen aus dem Brunnen zu
exorzieren.
In Sachen Dialogen gibt es hier auch
Höhepunkte, aber auch Nerveinlagen der
Extraklasse. Wenn der kleine Adrian zum
hundertsten Mal "Rachel" sagt, möchte man
ihm am liebsten den Kopf mit Paketklebeband
verpacken, aber dafür gibt es zum Beispiel
eine sehr gruselige, spannende Unterhaltung
mit Samara's echter Mutter, gespielt von
Oscargewinnerin Sissy Spacek.
Abgesehen von Naomi und dem Jungen gibt es
auch nicht viel mehr Darsteller, da
eigentlich alles nur auf den großen Fight
Naomi VS Samara ausgelegt ist. Ihr neuer
Begleiter den sie im Film hat spricht und
macht sogar noch weniger als der aus dem
ersten Teil, und auch sonst war es das an
Nebenfiguren. Heimlicher Star ist ja auch
immer noch das Mädchen aus dem Brunnen.
Apropos Brunnen - das Thema hat man noch
etwas ausgebaut und jetzt auf etwas gesetzt,
was im ersten noch total vernachlässigt
wurde, das Element Wasser. Da Samara im
Brunnen ertrunken ist, hat sie als Geist
große Macht über Wasser, was
effekte-technisch verdammt gut in Szene
gesetzt wird. Da regnet es auch mal
aufwärts, oder es "greift" sogar scheinbar
mal an.
Ein lästiges Element aktueller Filme tritt
leider auch in The Ring 2 auf - schlechte
Computereffekte. Zwar ist Samara selbst
durchweg sehr gut gemacht, so gibt es
dennoch eine Szene im Wald, in der Amok
laufende Hirsche wie Stinger-Raketen in
Rachels Auto einschlagen. Ein wenig
schockierend, aber die Intensität der
Fährenszene mit dem Hengst aus Teil 1 wird
nie erreicht.
Wieso also dann doch noch 7 von 10 ? Nun,
der Film ist durchweg verdammt spannend,
sehr atmosphärisch, klasse gemacht und von
den Dialogen bis auf Ausnahmen recht gut
gelungen. Nicht so gut wie der erste (9/10),
aber immer noch sehr gut.
Wertung:
7 / 10
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