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Die Dolmetscherin
Die Filmkritik

genre: thriller
regie:  sydney pollack
fsk: ab 12
cast:
 nicole kidman
 sean penn

filmkritik: fred king

Zusammenfassung
'Die Dolmetscherin' ist endlich mal wieder ein guter Thriller, der die hübsche Australierin Nicole Kidman mit Oscargewinner und Rauhbein Sean Penn zusammensetzt. Fazit? Natürlich ein gut gespielter, spannender Film der Extraklasse.


Inhalt
Silvia (Nicole Kidman) ist Übersetzerin für die Vereinten Nationen in New York. Als sie eines Abends aus Versehen eine Unterhaltung mithört, in der ein Attentat auf den afrikanischen Diktator geplant wird, ändert sich ihr Leben schlagartig. Nur knapp kann sie entkommen und so wendet sie sich am nächsten Tag an den Sicherheitsdienst, der ihr zwei Ermittler und Beschützer zuweist: Woods (Catherine Keener) und Keller (Sean Penn).
Nachdem sie ihre Geschichte gehört haben, stöbert Keller ein wenig und findet heraus, das Silvia scheinbar selbst in den Machenschaften verwickelt ist. Es beginnt eine verzweifelte Jagd gegen die Zeit, bei der sich niemand sicher ist wem er trauen kann...


Kritik
Interessant ist, das der deutsche Titel den Film in ein ganz anderes Licht rückt. Natürlich ist Nicole 'Die Dolmetscherin', aber hierzulande in LA heißt der Film The Interpreter, womit eher Sean Penn's Rolle gemeint ist. Er ist es schließlich, der Silvias Verhalten 'interpretieren' muss, um die Wahrheit heraus zu finden. Ist sie eine Verschwörerin? Ist sie eine potenzielle Attentäterin? Oder vielleicht sogar das nächste Opfer?

Diese spannende Frage wird besonders dadurch unterstützt, das der Film nach ca 30 min seine Richtung wechselt; folgten wir anfangs nur Silvia, verfolgen wir im zweiten Abschnitt Agent Tobin Keller, der sich - ebenso wie der Zuschauer - fragt, was nun an der Sache dran ist.

Ausnahmedarsteller Sean Penn spielt seine Rolle wie zu erwarten gewohnt gut, ebenso Kidman, die hier in diesem Film mal nicht ihre sonst typische Figur spielt. Sydney Pollacks neuer Film ist ein sehr guter Thriller mit einem Hauch Politik, der in erster Linie ziemlich spannend und gut fotografiert ist. Action sollte man sich allerdings nicht viel erwarten, denn hier wird eher auf gute Dialoge und stille Verfolgung gesetzt. Der gute Score trägt viel zur Stimmung bei, die einen nach Beginn fast nicht zur Ruhe kommen lässt; der Film ist eine non-stop-tour-de-force, die dem Zuschauer ebenso das Gefühl des Verlorenseins vermittelt.

Interessant ist auch die moralische Frage; ist es okay, wenn ein menschenverachtender Diktator erschossen wird? Ein Zwiespalt, der sicher auch zum Unterton des gesamten Filmes beiträgt. Für den in Politik sehr aktiven Sean Penn sicher einer der Gründe, wieso er zugesagt hat. Das, und das gute Drehbuch.

Wertung: 7.7 / 10
 


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