Königreich der Himmel
Die Filmkritik
genre:
action
regie:
ridley scott
fsk:
ab 12
cast:
orlando
bloom
liam neeson
brendan gleeson
filmkritik:
chris jigsaw |
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Zusammenfassung
Königreich der Himmel ist keine Konkurrenz
zu Troja, Gladiator oder Alexander, denn er
geht ganz andere Wege. Mit erstklassigen
Darstellern und tollen Dialogen besetzt, ist
KdH der vernünftigste der Sandalenfilme.
Inhalt
Balian ist ein mittelsloser Schmied, der
gerade seine Frau und ihr ungeborenes Kind
verloren hat. Als er auf Godfrey, Baron von
Ibelin trifft und ihm dieser verkündet, er
sei sein Vater [im exakten Wortlaut wie
'Luke, ich bin dein Vater' ] und auf dem Weg
ins heilige Land, geht er mit ihm. Schon
bald wird er von ihm zum Ritter geschlagen
und allein nach Jerusalem geschickt, wo er
zu sich selbst und zu seiner Bestimmung
finden soll. Als die Truppen des gewaltigen
Heeres von Salahadin aufkreuzen, entscheidet
sich Balian die Soldaten des Lepra-Königs
Balduin zu führen...
Kritik
Königreich der Himmel hat mich absolut
erstaunt. Obwohl der Trailer und alle voran
gegangenen Promotion-Materialien nicht
besonders aussahen, entpuppte sich Ridley's
neuer als fantastischer Film über die
Bedeutung von... Religion.
Wer massige Kämpfe, Schlachten und
Schwertkämpfe sehen will, wird natürlich
auch reichlich bedient, aber Hauptpunkt des
Films ist ganz klar die Suche nach der
Eigenbestimmung. Orlando Bloom spielt seine
Rolle sehr dezent, dh er ist nie besonders
auffällig oder überaus heroisch - und das
tut dem Film auch gut. Zwar steigt er vom
Schmied soweit auf, das der König ihm einen
hohen Platz anbietet, aber letztendlich
bleibt er einfach ein Mann, der
einfach nur zu sich selbst finden will. Auch
der Umgang mit den Gegnern ist hervorragend
gelungen.
Überhaupt sind die Figuren allesamt
eindrucksvoll. Angefangen beim Leprakönig
(sehr versteckt gespielt von Edward Norton),
über Jeremy Irons, Brendan Gleeson, Liam
Neeson... überall finden sich tolle
Darsteller, die den Film zu etwas ganz
besonderem machen. Besonders lustig ist es
wieder Brendan Gleeson zu sehen, der fast
immer dieselbe Rolle spielt. Als grantiger
Betrüger gibt er eine geniale Darstellung
ab, auch wenn sein Kopf schließlich auf
einem Pfahl aufgespießt wird.... und das ist
nicht die einzige Szene, die für FSK 12
überraschend blutig ist. Die Kämpfe sind
teilweise ebenso deftig wie in BraveHeart
oder Alexander, wobei sie wesentlich
imposanter gedreht und von der Kamera
eingefangen worden sind. Insbesondere die
spätere Belagerung Jerusalems ist technisch
so genial gemacht, das man gar nicht weiß wo
die Computereffekte aufhören und die echten
Sets anfangen.
Was mir sehr gut gefallen hat, ist die
Tatsache das es obwohl es eine kleine
Lovestory im Film gibt, diese nur abseits
behandelt wird und nicht so typisch ist wie
es sonst vorkommt. Eva Green spielt ihre
Rolle gut, und ist nicht nur Deko wie es
Diane Kruger in Troja war.
Im direkten Vergleich zu Alexander kann man
sagen, das es keine langatmigen Stellen gibt
und die Figuren des Films allesamt gut
gelungen sind; im Vergleich zu Troja ist KdH
weniger actionorientiert und weniger
Popcornlastig; wem der patriotische
Beigeschmack in BraveHeart zuviel war der
kann aufatmen, der Film ist weniger
selbstbezogen.
Letztendlich kann man sagen, Ridley Scott
hat es mal wieder geschafft. Königreich der
Himmel ist ein fantastischer Film voller
Abenteuer, Action, erstklassiger Dialoge und
Atmosphäre - alles das, was Alexander gern
gewesen wäre.
Königreich der Himmel
Wertung:
9.2 / 10
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