Krieg der Welten
Die Filmkritik
genre:
science-fiction
regie:
steven spielberg
fsk:
ab 12
cast:
tom
cruise
dakota fanning
justin chatwin
tim robbins
filmkritik:
fred king |
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Zusammenfassung
Krieg der Welten ist alles, was man sich
unter dem Trailer vorstellt: spannend,
rasant und vor allem eins :
ein bombastisches Kinoerlebnis ganz im Stile
von Jurassic Park und Der weiße Hai...
[Anmerkung - die Kritik ist
weitestgehend Spoilerfrei und an solchen
Stellen gezeichnet]
Inhalt
Genau 12 Minuten dauert es, bis der Angriff
der Aliens losgeht. Kurz vorher lernen wir
noch Ray Ferrier (Tom Cruise) kennen, der
nach der Arbeit nach Haus fährt um das
Wochenende mit seinen Kindern Rachel und
Robbie zu verbringen. Als sie draußen eine
Runde Ball spielen, scheint ein Gewitter
aufzuziehen, doch die Blitze aus dem All
sind keine gewöhnlichen - sie aktivieren die
vergrabenen Kriegsmaschinen böser
Außerirdischer!
Der Rest des Films besteht eigentlich nur
noch aus Krieg zwischen dem Militär und den
Aliens, sowie der verzweifelten Flucht der
Familie Ferrier, die noch einiges erlebt.
Kritik - Die guten Sachen
Das ist der Spielberg, den wir so lange
vermisst haben. Schluss mit den ewigen
Gedenkfilmen, den ehrwürdigen Titeln wie
Amistad, Soldat James Ryan oder der Band of
Brothers Reihe; Schluss mit Gefühlsfilmen
wie Terminal oder Catch Me If You Can; dies
ist wieder Wunderkind Steven, der mit seinen
irren Fantasygeschichten wie Jurassic Park
oder ET Filmgeschichte geschrieben hat.
Krieg der Welten ist im Grunde nach
demselben Thema wie "Unheimliche Begegnung
der dritten Art" gestrickt - nur mit der
Prämisse, dass die Besucher dieses Mal keine
Freundschaftsbändchen tauschen wollen: diese
Mistkerle legen es darauf an, uns komplett
auszurotten, und das in kürzester Zeit.
Fulminant setzt Steven die Angriffe der
Aliens um, deren Aussehen bewusst aus allen
Trailern fern gehalten wurde. Abgesehen
davon, dass das Design der Angreifer und
ihrer Vehikel äußerst originell ist,
verbreitet es vor allem Angst und Schrecken
- und es wirkt. Vor allem erfahren wir das
meiste der Zerstörung der Besucher nur über
Radiobeiträge und Mundpropaganda, was dem
ganzen einen leichten Doku-Horror-Touch
gibt.
Eins der Highlights ist ganz klar eine
Verfolgungsjagd im Untergrund, die ein wenig
an das Buch zu Species erinnert, so wie der
Besuch Ray's Sohns beim Militär. Was genau
dort passiert, verrate ich nicht, aber mit
Ray tauschen will da niemand. Die Szene, in
der sich Ray später mit einem der
Kampfvehikel anlegt, ist auch so klasse
gemacht, das er sicher einer der Filmmomente
2005 bleiben wird.
In Sachen Darstellern kann man absolut
zufrieden sein - Familie Ferrier ist
sympathisch besetzt und wirkt sehr
realistisch; Tom Cruise selbst rückt sogar
ein wenig in den Hintergrund und ist einmal
nicht der große Held (KdW ist übrigens der
einzige Tom Cruise Film, bei dem sein
Gesicht nicht auf dem Cover ist), man fiebert aber gut
mit ihm. Dakota Fanning kann dieses Mal zwar
nicht so hervorstechen, so wie sie es in
Hide and Seek oder Man on Fire tat, aber von
der kleinen Lady wird man ohne Frage noch
viel hören. Zwar nur eine kleine Nebenrolle
für Tim Robbins, aber als paranoider
Professor Typ "der es ja schon immer ahnte"
füllt er wundervoll den Spot der Ufomaniacs
aus.
Die Effekte im Film sind - wie sollte man es
auch nicht anders erwarten - brillant
umgesetzt und man denkt nicht ein einziges
Mal, dass es schlechtes CGI ala Van Helsing
ist. Selbst Episode III hatte ja noch einige
sehr markante Stellen, aber bei Krieg der
Welten hat man sich besonders gut ins Zeug
gelegt.
Kritik - Die schlechten Sachen
Krieg der Welten hat eigentlich kaum
schlechte Kritik verdient, doch wenn man
unbedingt etwas haben will, dann wird man es
finden:
Das Ende ist nicht ganz zufrieden stellend,
denn es wirkt irgendwie zu hastig
hingepanscht. Bei der Produktionszeit von
nur 7 Monaten auch eigentlich kein Wunder,
aber Steven hätte da echt mit etwas besserem
aufkommen können. Fortsetzung? Ja,
eventuell, je nachdem wie der Film sich an
den Kassen schlagen wird. Aus der erst
angekündigten Trilogie wird aber glaube ich
nur mit viel Fantasie was.
Wer einen typischen Emmerich erwartet, wird
enttäuscht sein, denn das Hauptmaß der
Zerstörung ist auf lokales beschränkt.
Während der gute Roland am liebsten größe
Flächen und Städte inmitten der Zerstörung
zeigt, reduziert Steven sein Geschehen fast
komplett auf die genaue Umgebung der Familie
Ferrier. So bekommt man nur einen kleinen
Teil mit und muss den Rest erahnen, was
allerdings umso mehr Spannung schafft.
Der Film hat nur wenig mit der Buchvorlage
und dem anderen Krieg der Welten Film zu
tun, was einige Hardcore Wells-Enthusiasten
sicher stören wird, aber wenn man schon
akzeptiert, das der Film nicht Ende des 18.
Jahrhunderts spielt, sollte man mit den
anderen Änderungen zufrieden sein können.
Krieg der Welten ist ein genialer Sommer
Blockbuster, den man sich neben Batman
Begins nicht entgehen lassen sollte!
Krieg der Welten
Wertung:
9.7 / 10
EXTENDED KRITIK
MAILCOP:
Der Film war soweit erste Sahne, die Effekte
waren einfach nur sensationell und die
Sound-Effekte waren auch Bombastisch. Am
Anfang kam der Film erst wie ein gut
gemachter Katastrophen Film rüber, aber
kurze Zeit später wurde gelüftet weshalb die
Erde bebte.
Auf die Story wurde nicht viel wert gesetz,
da man recht wenig erfahren hat wieso und
warum die Menschen ausgerottet würden oder
warum die Aliens auf dem Planeten waren.
Man legte einfach mehr auf die Effekte und
wollte wohl keine große Vorgeschichte
erzählen. Was auch sonst die 2std. Marke
Sprengen würde.
Die Aliens sahen auch sehr gut aus und
wurden sehr gut Animiert. Ihre Raumschiffe
sahen auch Spitze aus. Und erinnerten einen
sehr an Half-Life 2.
Der Film war sehr Spannend gehalten,
teilweise lustig und sehr Action lästig. Von
jedem Genre war was dabei ...
Das Ende fand ich ein bisschen
hingeklatscht, nach dem Motto wie beenden
wir am besten den Film jetzt? Man hätte
bezüglich beim Ende was besseres auf die
Leinwand bringen können. Aber im Buch war
das ja auch nicht anderes. Aber trotzdem
etwas doof gelöst wie ich finde.
Der Film wird jetzt bestimmt nicht der
Blockbuster 2005 aber unter der Top5 wird er
sich mit Sicherheit wieder finden.
Wertung:
9 / 10
MR.ANDERSON:
Auf der Flucht... Das, ging mir die ganze
Zeit während ich im Kino saß im Kopf herum,
wäre der passendere Titel für den Film
gewesen. Den Film Krieg der Welten zu
nennen, ist ja schon fast eine Beleidigung.
Das, was uns Stephen Spielberg bei heutigen
FX-Möglichkeiten als KRIEG der Welten
anbietet ist ja wirklich schon fast peinlich
und erinnert an die tricktechnischen
Möglichkeiten der 50er, wenn man z. B. bei
einer Schlacht Fahrzeuge und Panzer des
Militärs auf einer Hügelseite in der Nacht
stehen sieht, und über dem Hügel nur ein
hübsches Feuerwerk. Die Schlacht an sich,
bekommt man nicht zu sehen.
Die Tripods selber haben mich auch nicht
gerade umgehauen, sondern eher enttäuscht.
Erwartet habe ich vierbeinige Hochhaushohe
Kampfmaschinen, die die Erde zum erzittern
bringend duch die Straßenschluchten der
Großstädte stampfen und ein Haus nach dem
anderen einäschern. Was bekommt man?
Matrix-Erntemaschinen, die über die Welt
fast schon schweben und einzelne Menschen
verdampfen, statt ganze Städte in Schutt und
Asche zu legen. Das tun sie zwar auch, nur
leider sieht man davon nichts.
Bis auf die einleitenden Worte von den
gierigen Beobachtern und die Kampfläufer ist
nicht mehr viel vom eigentlichen Krieg der
Welten übriggeblieben. Sehr gut fand ich die
kompromisslose Härte mit denen die Aliens
vorgehen. Keine Erklärung, keine Forderung
nur totale Vernichtung.(Die man leider nicht
wirklich zu sehen bekommt. Kämpfe spielen
sich ja wie gesagt hinter Hügeln ab oder vor
dem Haus, während wir mit den Protagonisten
im Keller sitzen und nichts sehen.) Der
Zuschauer wird genauso wie die Menschheit im
Film im Dunkeln gelassen, was die Aliens
denn nun eigentlich vorhaben und was die
rote Pflanze soll, die sich über den
gesamten Erdball zieht.
Tom Cruise hat mich als sorgender und
überforderter Vater wirklich überzeugt. Das
wars auch schon.
Sicherlich ist der Film wirklich kein
schlechtes Drama über einen Vater, der
versucht seine Kinder durch den Exodus der
Menschheit zu retten. Ein Krieg der Welten
ist er nicht. Spannend ist er leider auch
nicht.
Steven! Ziel verfehlt! Sechs! Setzen!
Wertung:
3 / 10
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