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Demnächst auf DVD:

Die Nacht der lebenden Loser

Ich gebe zu - deutsche Produktionen haben es bei mir generell schwer, gute Wertungen zu kassieren. Auch der letzte 'große' deutsche Film, "Der Untergang" hat mir nicht wirklich gefallen, und auch Werke von Wedel oder Eichinger konnten mich nie richtig begeistern. Eine Freude also, das sich Die Nacht der lebenden Loser als erstaunlich gute Zombieparodie herausstellt.

In dem Film geht es grob um drei junge Schüler, die den typischen Klischees entsprechen. Philip ist der gutherzige, aber leicht trottelige Dauerloser, Konrad ist das spießige Muttersöhnchen und Wurst ist der verrückte Kiffer der drei. Dann gibt es noch Rebecca, die Nachbarin Philips die seit eh und je in den Trottel verliebt ist. Dieser merkt es jedoch nicht und bemüht sich lieber um die Klassenqueen, die - natürlich - mit dem tollsten Sportler der Schule zusammen ist.
 


Drei Loser, ein Babe.

Eines Abends besuchen die drei Loser Rebecca auf einem Friedhof, wo sie gerade mit ihren Goth-Freunden dabei ist, ein kubanisches Zombiepulver auszuprobieren. Durch reine Schusseligkeit kriegen die drei es ins Gesicht, und es kommt wie es kommen muss: kurz danach haben sie einen Autounfall, bei dem sie ums Leben kommen - doch wegen dem Zombiepulver sind sie nicht ganz tot, sondern untot. Nun wandeln sie als Zombies durch die Gegend, verfaulen langsam und kriegen richtig Appetit auf Menschenfleisch...

Mathias Dinter's Film schafft es spielend, aus dem typischen deutschen Einheitsbrei heraus zu stechen. Mit vielen lustigen Hommagen an die Klassiker des Horrorkinos und gut platzierten Gags lenkt er von der Tatsache ab, das der Film eigentlich recht billig aussieht und der Soundtrack (mit deutschem Punkrock) extrem nervt. Natürlich sind die Figuren albern, unrealistisch und ihre Darsteller alles andere als gut, aber die teils schrägen und gewagten Witze wirken frisch und gut gewählt.
Wenn abgefallene Körperteile mit dem Tacker wieder festgemacht werden, der Spießer Konrad plötzlich Amok läuft oder Philip beim Anblick blanker Brüste plötzlich seine Hoden verliert, dann schmunzelt man so einige Male, und wenn der Film vorüber ist zeigt sich doch ein kleiner Hoffnungsschimmer am Horizont deutscher Filmkunst.

Die Nacht der lebenden Loser ist sicherlich noch lange kein American Pie, aber ich schätze es ist das nahe liegenste aus deutschen Händen, was wir in den nächsten Jahren zu Gesicht bekommen werden.

Wertung: 7 / 10

Die Nacht der lebenden Loser
Constantin Film
89 min
voraussichtlich FSK 12

 


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