Hotel Ruanda
Die Filmkritik
genre:
drama
regie:
terry george
fsk:
ab 16
cast:
don
cheadle
nick nolte
filmkritik:
fred king |
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Krieg vor der eigenen Tür
Hotel Ruanda ist die bewegende Geschichte
eines Mannes, der sein Leben riskierte, um
hunderte zu retten. Ähnlich wie Schindler's
Liste weiß auch dieser Film ans Herz zu
gehen.
Inhalt
Don Cheadle ist Paul Rusesabagina, ein
liebenswerter Hotelbesitzer, der alles tut
um seine Gäste aus aller Welt zufrieden zu
stellen. Als es in der Stadt jedoch zu
militärischen Angriffen kommt, beschließt
Paul, sein Hotel als Flüchtlingsunterkunft
zu benutzen. Eine mutige Entscheidung, die
ihm den Kopf kosten könnte. So dauert es
natürlich nicht lange, bis die Gegenseite
davon Wind bekommt...
Kritik
Abgesehen davon, das Hotel Ruanda auf einer
wahren Begebenheit beruht, berührt im Film
Don Cheadle's Performance wohl am meisten.
Der Darsteller, der sonst nur als Nebenrolle
in anderen Filmen bekannt ist, zeigt hier
beeindruckenderweise das hinter dem Action-
und Komödiendarsteller ohne Frage ein
verdammt guter Schauspieler steckt, und
zurecht wurde er dieses Jahr für den Oscar
nominiert.
Ruhig und stets unter Vollspannung stehend
spielt sein Charakter ein gefährliches
Spiel, eins das für ihn und die 1200
Personen im Haus tödlich enden könnte - eine
gewaltige Last, und Cheadle spielt es
einfach genial. Auch gut - Nick Nolte, als
ein Colonel, der verzweifelt gegen die
Ungerechtigkeit angehen will -aber zurück
gehalten wird.
Man könnte wohl kritisieren, das man von den
eigentlichen Unruhen und Angriffen eher
weniger sieht, aber das war auch gar nicht
im Interesse von Regisseur George. Er wollte
die Reaktionen von Nolte's Figur, Cheadle's
und seiner Frau Okonedo's zeigen, und nur
deswegen funktioniert er auch. Anstatt
Massenschlachten und Kriegsgeschehen ähnlich
einer Dokumentation zu sehen, geht es um die
mutige Kühnheit dreier Person, und diese
Ehrlichkeit macht ihn so berührend.
Mit viel Herz und auch einigem an Spannung
schafft Terry George einen simplen, aber
sehr bewegenden Film der einen mit Schrecken
die Nachrichtenerlebnisse des Ruandavorfalls
zurückholt.
Was ich vom Film gelernt habe;
- Trotz Internet und Medien kriegen wir zu
wenig von der Welt mit
Wertung:
8.7 / 10
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