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Sahara
Die Filmkritik

genre: action
regie:  breck eisner
fsk: ab 12
cast:
 matthew mcconaughey
 penelope cruz

filmkritik: fred king

Indiana Jones Jr.
Sahara ist die erste richtige Verfilmung eines Clive Cussler Romans, der mit seinem Abenteuerhelden Dirk Pitt bereits für einige Bestseller gesorgt hat. In der Tradition von Quatermain, Das Juwel vom Nil - oder vor allem Indiana Jones - ist es ein typischer Abenteuerfilm mit großartigen Locations, viel Action und einer sympathischen Leadcrew.

Inhalt
Dirk Pitt (Matthew McConaughey) ist ein Abenteurer der alten Sorte. Er ist überaus mutig, clever und sieht immer so aus, wie die meisten Frauen sich einen braungebrannten, gestählten Abenteurer mit 3-Tage-Bart wünschen. An seiner Seite: sein Sprüche klopfender Kumpel Al (Steve Zahn), der für den nötigen Humor sorgt. Zusammen kommen sie einem französischem Magnaten auf die Spur, der in der Wüste eine geheime Basis aufgeschlagen hat, mit der er die Welt ins Verderben stürzen will.
Natürlich darf die weibliche Begleitung nicht fehlen, und so finden wir Penelope Cruz als Doktorin dabei, die nach der Ursache einer geheimnisvollen Krankheit ist.

Kritik
Eins fällt einem sicher schon beim Schauen des Trailers auf: Sahara ist ein absolutere Klischeefilm von vorne bis hinten. McConaughey ist der toughe Actionheld, der lebensmüde Stunts begeht, sich überall bestens auskennt und in den nötigen Situationen auch mal um sich hauen kann. Seine Begleiterin, die wie immer Doktorin/Forscherin ist, ist natürlich attraktiv, sperrt sich anfangs gegen ihn und kann ihm am Ende nicht mehr widerstehen.

Sein Buddy Al ist für die tollpatschigen Szenen und lustigen Oneliner da, eine Rolle die er im Grunde fast schon genau so in National Security und Joy Ride gespielt hat und die Bösen? Nun, abgesehen davon das sie schon typisch 'böse' aussehen ist es lustig, das sie ausgerechnet Lambert Wilson gecastet haben. Der überzeugte doch schon als Bösewicht in Matrix und Catwoman, und hier spielt er wieder genau dieselbe Rolle.

Dennoch ist der Film kein schlechter Film, was vor allem an der tollen Regie liegt. Breck Eisner hat einen erstklassigen Actionfilm geschaffen, der mit vielen tollen Sets aufwahren kann. Als Beispiele können dafür die Bond-esque Verfolgungsjagd auf einem Fluss und die Flucht von einer HighTech Solarfarm herhalten, die zweifelsohne spannend und erstklassig inszeniert sind. Überhaupt ist der Film mit jeder Menge Action gefüllt, wobei es auch einige ruhige Szenen gibt, die Eisner mit seinem atmosphärischen Score passend unterstreicht.

Sicher mag der Film teils albern und unlogisch sein, dafür driftet er jedoch nie in soviel Unsinn wie zum Beispiel Tomb Raider ab. Die Dialoge sind in Ordnung, und das Zusammenspiel der drei Hauptfiguren läuft so gut, das man sieht das sie einen Heidenspaß beim Dreh gehabt haben müssen.

Wird es einen zweiten Dirk Pitt Film geben? Möglich, wenn Sahara genug Geld einspielt... Konkurrenz ist keine große da, aber dem Film fehlen eigentlich die großen Stars, um in der Werbung richtig Erfolg zu haben.

Meiner Meinung nach sogar ein besserer Abenteuerfilm als Das Vermächtnis der Tempelritter, denn anstelle die ganze Zeit in amerikanischen Großstädten zu spielen, sollte uns ein Abenteuerfilm durch viele verschiedene Orte der Erde führen und uns vor allem von der Stadt wegbringen - mit Sahara wartet ein rund 2 Stunden langer Popcornspaß, der richtig Spaß macht.

Sahara startet im Juli in den deutschen Kinos.

Wertung: 7.9 / 10
 


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