Hide and Seek
Die Filmkritik
genre:
thriller/horror
regie:
john polson
fsk:
ab 16
cast:
robert
de niro
dakota fanning
filmkritik:
chris jigsaw |
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Komm raus, komm raus, wo auch immer du
bist
Das ist er also, der neue Horrorthriller mit
Robert De Niro. Nachdem Godsend ja eher eine
gewaltige Enttäuschung war, fragt sich nun,
ob dieser Film, der ja nach ähnlichem Schema
gestrickt ist, besser ist. Und ja, das ist
er.
Inhalt
David wacht eines Nachts auf und muss mit
Erschrecken feststellen, das seine Frau
Selbstmord begangen hat. Um seine Tochter
von dem schrecklichen Vorfall abzulenken,
beschließt er kurzerhand mit ihr aufs Land
zu ziehen. Dort verhält sie sich zunehmend
merkwürdiger, erzählt von einem imaginären
Freund namens Charlie und spricht kaum ein
Wort, verschreckt die Tochter einer Freundin
und malt schreckliche Bilder
.
Der aufdringliche Vermieter von nebenan ist
ein Freak und der schräge Nachbar auf der
anderen Seite scheint ein zwanghaftes
Bedürfnis zu haben, seiner 11jährigen
Tochter näher zu kommen. Als dann
schließlich die ersten Morde passieren,
scheint es so, als sei Charlie alles andere
als nur erdacht...
Kritik
Zugegeben, auf dem ersten Blick mag sich die
Story sehr simpel und einfallslos anhören -
das ist sie auch. Aber das ist egal, denn
der gesamte Film lebt von drei wichtigen
Dingen: De Niro, Dakota und der spannenden
Atmosphäre.
Schauspiellegende Robert De Niro hat schon
etliche Male bewiesen, das er einer der
besten seines Fachs ist, doch hier zeigt er
vor allem im Kontakt mit der kleinen Tochter
Dakota eine hervorragende Darbietung.
Besonders die Kleine, die man schon aus Man
on Fire und dem kommenden Krieg der Welten
kennt, spielt mit Leichtigkeit fast alles
andere an die Wand, was in den letzten Tagen
sonst im Kino lief. Ihre Figur erlebt
schlichtweg die Hölle und sieht auch so aus,
defacto wirkt sie wie eine kleine Marilyn
Manson Kopie, oder wie die Puppe aus
Nightmare before Christmas.
Regisseur John Polson kennt man sicher am
ehesten aus Mission Impossible 2, wo er die
Rolle des grimmigen Helipiloten Billy Baird
spielte. Hier zeigt er, das er durchaus ein
erstklassiger Regisseur ist - und es ihm
besser steht als Nebenrollen in
Actionfilmen. Mit stimmigen Szenen, einem
guten Gespür für Schnitt und Vertonung und
einem perfekt ausbalanciertem Drehbuch holt
er alles machbare aus dem Material heraus,
und macht Hide and Seek so zu einem sehr
niveauvollen Horror/Thriller, der es in sich
hat.
Viele, viele Schockmomente lassen den
Zuschauer zusammenzucken, ohne jedoch je
eine verstörende, verschreckende Atmosphäre
aufzubauen wie es andere Filme machen. Was
unheimlich gut tut, denn Horror muss nicht
immer mit Geisterkindern, kranken
Hinterwäldlern oder sadistischen Freaks zu
tun haben, wie ich finde.
Hardcorehorrorfreaks werden ihn sicher zu
harmlos finden, aber wie man schon im
Trailer sehen kann, richtet sich der Film
eher an die Popcornecke.
Was bleibt ist ein verdammt gut besetzter
Horrorthriller mit viel Spannung, der zudem
ziemlich niveauvoll ausgefallen ist. Sollte
man sich auf jeden Fall mal angesehen haben,
wenn man mal wieder etwas spannendes sehen
will.
Was ich vom Film gelernt habe;
- Elisabeth Shue war zu lange nicht auf der
Leinwand und sieht hinreißend aus
- Schaufeln werden viel zu selten als Waffen
benutzt
- Leichen gehören in die Badewanne
- wenn eine Familie im Film aufs Land zieht,
ist das Haus grundsätzlich riesig,
auch wenn sie vorher nicht unbedingt äußerst wohlhabend waren
- Katzen gehen immer drauf, Hunde überleben
alles
Wertung:
8.5 / 10
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