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xXx 2: The Next Level
Die Filmkritik

genre: action
regie:  lee tamahori
fsk: ab 12
cast:
 ice cube
 willem dafoe

filmkritik: fred king

Zusammenfassung
Ice Cube, Xzibit und Willem Dafoe sorgen dafür, das es in diesem Actionthriller wirklich nur um eins geht: Action, Action und Action. In kaum einem anderen Film wird in diesem Jahr soviel geschossen, in die Luft gejagt und geprügelt wie in diesem; dabei eine deftige Prise Oneliner und MTV Pimp-Attitüde, fertig ist der trendige Actionhit.


Inhalt
Im ersten Film wurde Vin Diesel als verrückter Stuntman engagiert, um einen gefährlichen Regierungs-auftrag als Spezialagent XXX zu absolvieren. Jetzt heißt es, das Diesel's Charakter tot sei und man einen neuen brauche, einen neuen Triple X. Diesen findet man in Form von Darius Stone (Ice Cube), einem Ex-Navy Seal, Gefängnisinsassen und Hitzkopf, der zusammen mit einer Gang aus Autoschiebern und Waffenfreaks teamorientiert arbeitet. Augustus Gibbons (wieder genial: Samuel L Jackson) schickt die Gruppe auf eine äußerst wichtige Mission: ein machtgieriger korrupter Politiker (typisch teuflisch: Willem Dafoe) hat ein Zusammentreffen der wichtigsten Regierungsoberhäupter gestürmt und bedroht nun die nationale und internationale Sicherheit. Zeit für den neuen XXX Agenten, einzutreten...


Kritik
Kurzgesagt, der neue XXX ist die Pimp My Ride Fassung vom ersten. Alles ist größer, lauter, spektakulärer - und vor allem, MTV lastiger. Wurde schon im ersten Film viel Wert auf die Musik gelegt, geht es in xXx 2 sogar noch etwas weiter. Anstatt auf Rock und Alternative ist der zweite eher auf die Hiphop Generation ausgelegt, was durch die Besetzung von Ice Cube sogar darstellerisch untermalt wird. Es ist dann auch kein Wunder, wenn wir MTV Star und Rapper Xzibit als Autonarr bewundern dürfen.

Wer jetzt allerdings schimpfen mag, es sei alles zu sehr Merchandise, der scheint gepennt zu haben. Denn nicht nur xXx war sehr stark auf die Interessen Jugendlicher ausgerichtet, auch die letzten Bondfilme waren allesamt gut versteckte Marketinggeschichten. Aber das stört gar nicht mal sonderlich. In erster Linie ist xXx - The Next Level zwar ein simpler, aber hervorragend unterhaltsamer Actionthriller.

Herz des Filmes sind wieder einmal die Actionsequenzen, die dieses Mal von Lee Tamahori (Bond - Stirb an einem anderen Tag) in Szene gesetzt werden. Das der ein Händchen dafür hat, haben wir ja bereits beim letzten Bond gesehen - und auch xXx 2  reiht sich da problemlos ein. Stunts und Verfolgungsjagden vom feinsten (Highlight - Ice Cube holt einen Hochgeschwindigkeitszug mit seinem Wagen ein) und das hohe Produktionsbudget zeigen mal wieder, das die Amerikaner immer noch die besten Actionfilme machen. Abzug gibt es leider bei der Originalität der Stunts, denn wer Schneelawinenboarding oder Brückenspringen erwartet, wird enttäuscht sein. Die Szenen hier sind eher von altmodischer Natur, dh es wird geschossen, gesprungen und explodiert. Auch gut, aber gehörten die verrückten Elemente doch gerade dazu, was xXx von den üblichen Bondfilmen unterschied.

Unsinnig ist vor allem die Titelwahl - der erste Film hieß xXx, weil es der Spitzname der Hauptfigur war. Wenn Sam Jackson Cube als "neuen" xXx Agenten begrüßt (der übrigens angeblich tot sei, obwohl man nicht sicher sein sollte), dann hebt man die Augenbrauen, doch wenn er auch noch so beschrieben und per schnellen Cuts eingeführt wird, das man noch beeindruckter von ihm sein soll... dann wünscht man sich ein wenig, das Vin Diesel wieder da wäre.

Man könnte leicht ankreiden, das Cube für einen Actionheld viel zu dick ist, das seine romantischen Szenen im Film null romantisch sind oder das die Stunts oft sowas von übertrieben sind, das jeder Physiker mit dem Kopf schütteln würde. Who cares? Es ist es ein Popcornfilm, und als solchen sollte man ihn sehen - und nur als solchen.

Im Gegensatz zum beleidigend schlechten 'Hart am Limit' macht Cube hier allerdings eine akzeptable Figur; der grimmige Exknacki ist eine gute Abwechslung zum muskulösen Stuntman [auch wenn der Film mit Vin Diesel wesentlich besser geworden wäre] und gerade zusammen mit seiner 'Gang' wirkt er sehr sympathisch. Auch sehr willkommen: Samuel L Jackson. Diesmal stärker ins Geschehen eingebunden, trägt er zu den Bonuspunkten des Films bei, ebenso der Erfinder, der dieses Mal mehr zu tun hat.

In Sachen Frauen kriegen wir Nona Gaye aus Matrix Revolutions und Sunny Mabrey aus Species III - nett, wenn auch nicht so interessant wie Asia Argento. Im Film sind sie auch eher Deko und lassen eher ihre FIguren und Oberweiten als ihre Darstellungskraft sprechen. Der Soundtrack ist laut, groovey und unterstreicht den Actionfilm hervorragend.

Am Ende kann man sagen: xXx [
wertung: 8.2] bleibt unangefochten besser, da er in Sachen Hauptfigur, Originalität und Stunts einfach beeindruckender und interessanter ist, an Vin Diesel kommt zurzeit einfach kein anderer Actionstar dran. Ice Cube - nicht schlecht, aber sicher nicht die beste Wahl. Dennoch ein sehr unterhaltsamer, klasse gemachter Actionfilm wie ein Popcornfan ihn sich wünschen würde.


xXx 2: The Next Level
Wertung: 7.3 / 10
 


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