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Vom Feuer in die Finsternis
Bevor Actionveteran Renny Harlin
völligst in das Genre Horror
eintauchen würde (Exorzist - Der
Anfang), packte er sich dieses
hochinteressante Drehbuch und schuf
mit Mindhunters einen erstklassigen
Serienkillerthriller, der es in sich
hat.
Gilligan's Island
Die FBI Abteilung der Profiler ist
eine ganz besondere, denn hier
arbeiten die besten Agenten an den
grausamsten Fällen: sie jagen
Serienkiller. Es gehört zu ihren
Aufgaben, die verstrickten
Gedankengänge eines Wahnsinnigen zu
verstehen und die Hinweise an einem
Tatort schnell genug zu erkennen.
Bobby, Sarah, Jake, Rafe, Nicole, JD
und Lucas sind die besten ihres
Jahrganges und stehen kurz vor ihrer
Abschlussprüfung.
In einem letzten Projekt sollen sie
noch einmal beweisen, dass sie
wirklich für den harten Alltag eines
Profilers gerüstet sind. Auf einer
verlassenen Insel vor der Küste
liegt ein altes Militärzentrum, in
dem es neben einem riesigen Gebäude
auch einen kleinen, nachgebauten
Stadtteil gibt. Hier sollen sie
einen nachgestellten Mord lösen.
Dabei wird ihnen der undurchsichtige
Agent Gabe Jensen zur Seite
gestellt, der die Rechtmässigkeit
des gesamten Projektes untersuchen
soll.
Doch kaum sind sie da, wird der
erste von ihnen getötet - und das
Spiel beginnt ernst zu werden. Nun
müssen sich die jungen Ermittler
vorsehen, denn überall auf der Insel
sind gefährliche Fallen installiert.
Sind sie allein auf der Insel ? Ist
es einer von ihnen ?
Lasset die Spiele beginnen
Actionspezialist Renny Harlin
liefert mit Mindhunters einen
erstklassigen Suspense-Thriller ab.
Die Optik des Films ist sehr modern,
visuell sehr interessant umgesetzt
und schafft durch die tiefen
Blautöne schnell eine unbehagliche
Atmosphäre. Jede Menge Action
lockert das ganze auf, ohne jedoch
die Spannung gänzlich zu verlieren.
Der abwechslungsreiche Score
unterstreicht dies wunderbar, doch
am Ende sind es die wirklich guten
Darsteller, die das Herz des Filmes
sind.
Megastar Val Kilmer spielt den
merkwürdigen Ausbilder Harris, bei
dem man nie wirklich weiss, ob man
ihm trauen kann oder nicht. Wie
gewohnt spielt er diese Rolle
souverän, und man merkt seiner
Darbietung ganz klar an, dass er in
einer ganz anderen Liga spielt als
alle anderen Schauspieler im Film.
Christian Slater (JD) ist der
Anführer der Gruppe, und obwohl
seine Rolle nicht sehr prägnant ist,
ist es nett den ehemaligen
'Interview mit einem Vampir' Star
mal wieder in einem Mainstream Film
zu sehen. LL Cool J hat es
mittlerweile wirklich geschafft,
sich vom Rapper zum etablierten
Schauspieler zu mausern. Mit seinen
Auftritten in Filmen wie Deep Blue
Sea, SWAT oder An jedem verdammten
Sonntag zeigt er zwar keine
Oscar-reifen Leistungen, aber er
hebt sich dennoch ganz deutlich von
all seinen Musikerkollegen ab, die
ebenfalls versuchen im Filmgeschäft
ein Bein auf den Boden zu kriegen.
Um genau zu sein ist sein Charakter
(Gabe) übrigens einer der
interessantesten, da er zu der
Gruppe der Profiler hinzukommt und
ihm keiner wirklich trauen kann. Man
weiss nie, ob er vielleicht der
Killer ist, mit Harris
zusammenarbeitet oder vielleicht mit
einem der anderen.
Patricia Velasquez (Nicole) kennt
man sicherlich noch aus den beiden
"Die Mumie" Filmen, dort spielte sie
die Frau des ägyptischen Priesters.
In Mindhunters zeigt sie jedoch,
dass sie mehr ist als nur hübsche
Set-Deko und überzeugt als
zweifelnde Ermittlerin. Die andere
Frau im Film, Kathryn Morris,
überzeugt nicht ganz. Von allen
Darstellern zeigt sie ganz klar die
langweiligste Perfomance, denn sie
jammert und hmt sich mit wenig
Gestik und Mimik durch eine starre
Rolle, die schon fast besser von
einer Schaufensterpuppe hätte
gespielt werden können.
'Hackers' Kultstar Jonny Lee Miller
ist Lucas Harper, ein Hitzkopf mit
großem Interesse an seinen
Kolleginnen. Obwohl er sehr
einseitig agiert, passt es gut zu
seiner Rolle. Ebenso ergeht es
Waffennarr Clifton Collins (Vince),
der im Rollstuhl sitzt und keinem
seiner Kollegen trauen will.
Letztendlich gibt es noch Will Kemp,
der zuletzt in Van Helsing zu sehen
war - auch seine Darbietung ist
leider sehr uninteressant, da er
wenig zu sehen ist.
Die Jagd wird gerade zum Ende hin
immer spannender, da man mit allen
Profilern mitfiebert - ihnen aber
auch teilweise nicht wirklich trauen
kann, da jeder von ihnen eine dunkle
Seite hat. Harlin spielt seine
Charaktere gekonnt gegen einander
aus, was dann auch sehr gut wirkt,
da (bis auf Sarah) alle eine
ausgeprägte Persönlichkeit haben.
Fazit
Mindhunters ist ganz klar einer der
spannendsten Filme des Jahres. Gute
Darsteller, eine Story die einen bis
zum Schluss rätseln lässt, jede
Menge Action und ein packendes
Finale machen Renny Harlin's
Profilerjagd zu einem wirklich
gelungenem Thriller, den es sich
auch öfter zu schauen lohnt.
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