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Die dreisten 11 sind wieder da - und
diesmal sogar einer mehr
Das Remake von Ocean's Eleven
war ein netter kleiner Gangsterfilm,
in dem George Clooney und Co das
Casino des gelackten Andy Garcia auf
cleverste Weise ausräumten. Nebenbei
schnappte sich Clooney noch dessen
Freundin (Julia Roberts) und als das
Ding über die Bühne ging, staunte
man nicht schlecht. Die 11
Spezialisten machten ihren Job
großartig, die Stars hatten
sichtlich ihren Spaß und der Film an
sich? Gut, aber mehr auch nicht.
Jetzt kommt die schräge
Fortsetzung.. und ist sogar
wesentlich besser als der erste!
Inhalt
Nach dem genialen Coup haben sich
die Elf um Danny Ocean (Clooney)
überall abgesetzt, um mit ihrem
Anteil ein schönes Leben zu führen.
Die Freude hält allerdings nicht
lang an, denn der Casinobesitzer
Terry Benedict (Garcia) sucht alle
elf einzeln auf, um ihnen
mitzuteilen dass er sie umbringen
lassen wird, sollten sie ihm das
Geld nicht binnen zwei Wochen wieder
beschaffen. Reichlich unfair, hat
der schmierige Kerl seine verlorenen
160 Millionen Dollar doch bereits
von der Versicherung zurück
bekommen. Er will es also
verdoppeln, und die elf wissen - er
meint es ernst. Ein neuer Coup muss
also her, doch einige
Schwierigkeiten stehen im Weg. Nicht
alle der elf wollen unbedingt
nochmal mitmachen, nirgendwo gibt es
soviel Geld auf einmal zu klauen und
als sie auch noch vom größten
Meisterdieb Toulour herausgefordert
werden, wird es eng. Zudem ist ihnen
noch Rusty's (Pitt) Exfreundin
Isabel (Zeta-Jones) auf den Fersen,
eine Spezialagentin... viel zu tun
für die elf, die sich noch einen
dazu holen...
Kritik
Ocean's Twelve ist ein. absolut.
schräger. Film. Die vielen Figuren,
die urkomischen Situationen und vor
allem die originelle Erzählstruktur
machen den Film zu etwas richtig
besonderem, und je länger er läuft,
desto besser wird er. Natürlich
bietet er wieder erstaunliche
Diebeszüge und viele lustige
Unterhaltungen zwischen den Elf,
aber darum geht es garnicht. Steven
Soderbergh hat genau verstanden, was
am ersten Film noch zu verbessern
war und führt die Zuschauer nun
durch einen unberechenbaren Film,
der immer wieder überrascht und eine
gewisse Spass-Spannung aufbaut.
Die Darsteller sind allesamt in
Höchstform, und es macht einfach
großen Spaß die Freunde Julia
Roberts, George Clooney und Brad
Pitt in ihrem Gemeinschaftsprojekt
wieder arbeiten zu sehen. Die hatten
großen Spaß bei den Dreharbeiten,
was man in jeder Szene sehen kann.
Clooney glänzt als schelmischer
Danny Ocean, Andy Garcia spielt
seinen Bösewicht einfach klasse,
Brad Pitt und Catherine Zeta-Jones
klopfen sich gegenseitig auf die
Schulter, Julia Roberts ist eh immer
gern gesehen und wenn dann noch
Vincent Cassell als akrobatischer
Meisterdieb hinzukommt...
Soderbergh's Gangsterklamotte lebt
vor allem von seiner Schrägheit. Ob
es an der irren Kameraführung, den
untypischen Locations oder dem
klassischen Soundtrack geht, in
jeder Szene steckt etwas...
abgefahrenes, liebenswürdiges.
Mitten im Film gibt es zum Beispiel
eine Szene, in der Bruce Willis als
Seitencameo auftaucht. Man denkt
sich, hey Bruce, schön dich zu
sehen. Doch dann spielt er - als
Cameo, als sich selber - plötzlich
auch mit und verschwindet garnicht,
wie man es doch erwarten würde.
Nein, er ist Teil einer urkomischen
Szene, die sogar noch schräger wird,
als sich noch jemand am Telefon
meldet, ein Star der auch im Film
vorkommt, dort aber auch eine Rolle
spielt in der er so tut als wäre er
ein andere Star - nämlich welcher
gerade am Telefon ist. Ziemlich
verwirrend, aber es ist absolut
genial rübergebracht und auch sonst
wird der Zuschauer immer und immer
wieder mit neuen Situationen
überrascht.
Einigen wird der Film sicherlich zu
langweilig sein, da wenig 'passiert'
und es sehr schleppend voran geht.
Aber dafür wird der Film ja auch
nicht falsch beworben. Krimikomödie
mit Stil und Stars - genau das ist
es, im Stile der Steve McQueen /
Cary Grant / Sammy Davis Jr Filme.
Dafür muss man entweder was übrig
haben, oder dann Incredibles - Die
Unglaublichen schauen.
Fazit - Unbedingt anschauen
Viel kann man eigentlich nicht über
den Film erzählen, denn man muss es
einfach selbst erleben. Erwartet
eine unvergleichliche, chaotische
aber anspruchsvolle Gangsterkomödie
mit tollen Charakteren und vielen
Überraschungen. Man muss den ersten
übrigens nicht gesehen haben, es
hilft allerdings, einige Sachen
zwischen den Figuren besser zu
verstehen.

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