Kritik: Ray
OT: 'Ray'
Kinostart: 06. Januar 2005
Genre: Action - ab 6
Regie: Taylor Hackford
Cast: Jamie Foxx

Bewertung:
8 / 10







 
 


in Memoriam - Ray Charles
Der blinde Ray Charles gehört ohne Frage zu den exzentrischsten Persönlichkeiten des Musikbusiness. Das im letzten Jahr verstorbene Genie bekommt nun eine erhabene Verfilmung mit einem genialen Darsteller - Jamie Foxx.

Inhalt
Ray Charles (Foxx) erblindet bereits mit sieben Jahren und hat es auch sonst nicht leicht. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend, ist seine erste Zeit eine wahrlich harte Tour - doch Ray lässt sich nicht unterkriegen. Er beeindruckt alle mit seinen musikalischen Fähigkeiten und einem gewaltigen Sturrkopf, so kommt es dazu dass seine Musik in den Charts landet und er als erster Schwarzer den Respekt des Mainstreams bekommt. Er ist maßgeblich an der Entwicklung des Rock n Roll beteiligt und fängt an, verschiedene Musikstile miteinander zu vermischen.
Mit fortlaufender Karriere trifft auch bald eine dunkle Seite bei Ray ein.... viele Frauengeschichten und Drogenexzesse bringen ihn auf die Knie, doch auch hier gibt er nicht auf. Er schafft es, seine inneren Dämonen zu besiegen und kommt zurück ins Rampenlicht.

Kritik
Bewegend gespielt von Jamie Foxx, der uns bereits in Collateral begeisterte, ist Ray die Verfilmung einer beeindruckenden Lebensgeschichte. Von seinen Anfängen an über den gigantischen Erfolg bis hin zu den ganzen Tiefs gibt der Film einen guten Einblick in die Person, die Ray Charles war.

In wie weit man den Film mögen wird, ist hauptsächlich Sache des Musikgeschmacks. Man muss nicht viel von Ray Charles kennen, aber man sollte Gefallen an der Musik der 30er bis 60er Jahre mitbringen - denn davon wird der Film durchweg dominiert. Ray selbst ist der Mittelpunkt dieser Musik, die treibende Kraft, und obwohl es so viele Nebenplots mit Affären und Verhandlungen gibt, so bezieht sich alles jedoch letztendlich auf die Musik. Entgegen der anderen großen Biographie, Aviator mit Leonardo DiCaprio, gibt es hier eine feste Hauptthematik, die dem Film ihre Farben gibt. Bei Aviator geht es eigentlich thematisch um Flugzeuge, aber das Portrayal liegt viel mehr auf dessen Figur Howard Hughes, und alles was dort passiert hat Bezug zu ihm.

Ohne Frage sind beide Filme klasse verfilmt, haben großartige Schauspieler und sind toll ausgestattet, aber an einer Stelle unterscheiden sie sich sehr: Während Ray eher bewegender und weniger spektakulär ist, hat Aviator eher den Hollywood Touch. Die Darsteller, die Musik, die größenwahnsinnigen Sets - klassisches Hollywood - dafür ist der Aviator nicht so rührend wie Ray.

Fazit - You got it, baby
Wer die Musik mag und gern ein bewegendes Drama mit einem großartigen Jamie Foxx sehen will, der sollte sich Ray anschauen.
 

Arcor
 

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