|
|
in Memoriam - Ray Charles
Der blinde Ray Charles gehört
ohne Frage zu den exzentrischsten
Persönlichkeiten des Musikbusiness.
Das im letzten Jahr verstorbene
Genie bekommt nun eine erhabene
Verfilmung mit einem genialen
Darsteller - Jamie Foxx.
Inhalt
Ray Charles (Foxx) erblindet bereits
mit sieben Jahren und hat es auch
sonst nicht leicht. Aus ärmlichen
Verhältnissen stammend, ist seine
erste Zeit eine wahrlich harte Tour
- doch Ray lässt sich nicht
unterkriegen. Er beeindruckt alle
mit seinen musikalischen Fähigkeiten
und einem gewaltigen Sturrkopf, so
kommt es dazu dass seine Musik in
den Charts landet und er als erster
Schwarzer den Respekt des
Mainstreams bekommt. Er ist
maßgeblich an der Entwicklung des
Rock n Roll beteiligt und fängt an,
verschiedene Musikstile miteinander
zu vermischen.
Mit fortlaufender Karriere trifft
auch bald eine dunkle Seite bei Ray
ein.... viele Frauengeschichten und
Drogenexzesse bringen ihn auf die
Knie, doch auch hier gibt er nicht
auf. Er schafft es, seine inneren
Dämonen zu besiegen und kommt zurück
ins Rampenlicht.
Kritik
Bewegend gespielt von Jamie Foxx,
der uns bereits in Collateral
begeisterte, ist Ray die Verfilmung
einer beeindruckenden
Lebensgeschichte. Von seinen
Anfängen an über den gigantischen
Erfolg bis hin zu den ganzen Tiefs
gibt der Film einen guten Einblick
in die Person, die Ray Charles war.
In wie weit man den Film mögen wird,
ist hauptsächlich Sache des
Musikgeschmacks. Man muss nicht viel
von Ray Charles kennen, aber man
sollte Gefallen an der Musik der
30er bis 60er Jahre mitbringen -
denn davon wird der Film durchweg
dominiert. Ray selbst ist der
Mittelpunkt dieser Musik, die
treibende Kraft, und obwohl es so
viele Nebenplots mit Affären und
Verhandlungen gibt, so bezieht sich
alles jedoch letztendlich auf die
Musik. Entgegen der anderen großen
Biographie, Aviator mit Leonardo
DiCaprio, gibt es hier eine feste
Hauptthematik, die dem Film ihre
Farben gibt. Bei Aviator geht es
eigentlich thematisch um Flugzeuge,
aber das Portrayal liegt viel mehr
auf dessen Figur Howard Hughes, und
alles was dort passiert hat Bezug zu
ihm.
Ohne Frage sind beide Filme klasse
verfilmt, haben großartige
Schauspieler und sind toll
ausgestattet, aber an einer Stelle
unterscheiden sie sich sehr: Während
Ray eher bewegender und weniger
spektakulär ist, hat Aviator eher
den Hollywood Touch. Die Darsteller,
die Musik, die größenwahnsinnigen
Sets - klassisches Hollywood - dafür
ist der Aviator nicht so rührend wie
Ray.
Fazit - You got it, baby
Wer die Musik mag und gern ein
bewegendes Drama mit einem
großartigen Jamie Foxx sehen will,
der sollte sich Ray anschauen.
|

|
|
|
|
|