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Aliens und Sex
Wir erinnern uns - Der erste
Species war ein fantastischer
Science-Fiction Thriller, in dem
Natasha Henstridge als tödliche
Verführung aus dem All umher zog, um
sich zu paaren (um ihre Rasse auf
der Erde zu verbreiten). Der Film,
in dem auch Sir Ben Kingsley,
Michael Madsen und Alfred "Doc Ock"
Molina mitspielten, war ein großer
Erfolg an den Kassen und in den
Videotheken, was neben der
spannenden Story, den tollen
Effekten und dem schaurigen Szenario
vor allem an der äusserst
freizügigen Henstridge als Sil
gelegen haben muss. Der zweite Teil
war eine Katastrophe - kein Madsen,
kein Kingsley, kein Niveau und keine
Spannung weiter verfolgten wir einen
männlichen Vertreter Sil's Rasse
durch eine widerliche Ekeltour de
Force.
Jahre später versucht man sich nun
an einem dritten Film,
Direct-to-DVD, der sich wieder auf
die Elemente des ersten Filmes
ausrichtet: ein weibliches Alien und
vor allem - Freizügigkeit.
Inhalt
Wie wir erfahren, bekam Sil 2.0 (im
zweiten wurde sie ja nochmal
geklont) kurz vor ihrem Tode noch
eine Tochter, die ein Professor zu
sich nahm und aufzog (hm?). Sara ist
nun eine attraktive junge Frau im
gebärfähigen Alter, an die der
Professor zusammen mit einem
Studenten herum experimentiert, um
ein perfektes Lebewesen zu züchten
(hm). Gleichzeitig wird Sara von ein
paar Hybriden gejagt, die sich
unbedingt mit ihr paaren wollen...
Kritik
Story? Wie man anhand der
Inhaltsangabe schon erkennen kann,
sollte man nicht allzu viel
erwarten. Sie ist eigentlich nur
eine sinnlose Aneinanderreihung von
Gelegenheiten, um a) Sara nackt zu
zeigen oder b) blutig zu werden.
Dafür ist der Film mit fast 2
Stunden relativ lang, was ziemlich
überrascht. Die Dialoge sind
ziemlich simpel und dienen nur der
Weiterführung zur nächsten a oder b
Szene, viele Szenen wirken auch
völlig improvisiert gespielt, ohne
Konzept. Nach dem Motto - du willst
das das, du das - dann mal los,
Kamera läuft.
Blut? Die hier vorliegende
Unrated DVD von Species 3 ist
verdammt blutig, zimperlich geht es
hier nicht zu. Dutzende Leute werden
von den Hybriden und Sara
auseinander genommen und erlegt -
obwohl es nie so geschmackslos
widerlich wie im zweiten Teil wird,
übertrifft er jedoch einiges was so
zuletzt an Horrorfilmen heraus
gekommen ist. Wer es blutig mag,
wird hier also auf seine Kosten
kommen.
Schauspieler? Abgesehen vom
Professor sind alle Schauspieler auf
grösstem B-Movie Niveau, und
Silikon-Sara strahlt auch kaum was
von der unschuldig/sinnlichen
Gefährlichkeit einer Natasha
Henstridge aus. Dafür sind die
Effekte garnicht schlecht gemacht,
auch wenn man sieht, das überall
gespart werden musste.
Trotzdem macht der Film Spaß, den
man sieht dass der Regisseur sich
wirklich Mühe gegeben hat und man
Spaß am Set hatte. Mit ein wenig
Popcorn ein unterhaltsamer Abend.
Fazit - Time to Die
Species 3 ist ein netter
Horror-Sci-Fictioner, den man sich
anschauen kann, wenn man schon alles
andere gesehen hat. Erwartet man
nicht viel, bekommt man eine nette
Franchise-Erweiterung im Stile der
From Dusik Til Dawn Fortsetzungen-
notwendig? Nein, aber besser als
nichts.
PS: Man sollte sich auch unbedingt
die
Internetseite
zu Species 3 anschauen,
die ist richtig gut gemacht.
- Fred Wilson

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