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Film Kritik
 
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Kritik: 96 Hours

Story:
Ex-Eliteagent und Familienvater Mills (Liam Neeson) lässt seine Tochter Kim (Maggie Grace) nur ungern nach Paris reisen... und soll mit seiner Sorge Recht behalten. Kim wird von Menschenhändlern entführt, die es alsbald mit dem ehemaligen Terrorexperten zu tun kriegen...

regie :
pierre morel
cast  : liam neeson, maggie grace
kritik : gastautor jan pokorski
 

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Kritik:
Pierre Morel ist im Bereich der Action kein ungeschriebenes Blatt. 2004 legte der Franzose den durchaus sehenswerten Parkour-Martial-Arts Actionstreifen „Ghettogangz - Die Hölle von Paris“ vor; davor war er auch schon als Kameramann für Filme wie Jet Li's „Unleashed“ unterwegs.

Für 96 Hours stand ihm dieses Mal der eher als Charaktermime bekannte
Liam Neeson zur Verfügung. Eine ungewöhnliche Mischung, die im Vorfeld verständlicherweise für Skepsis sorgen konnte.

Zum Glück aber blieben diese Ängste unbegründet, denn Neeson überrascht
mit einer astreinen und hervorragenden Darbietung als knallharter Agent. In Taken wechseln sich abwechslungsreiche Nahkämpfe ab mit beinharten Verfolgungsjagden, in denen das Tempo kontinuierlich angezogen wird.
Neeson ist zwar kein Tony Jaa, beeindruckt aber mit präziser und sehr glaubwürdiger Kampftechnik, die zur Freude aller auch nicht ganz so hektisch eingefangen wird wie es in vielen anderen modernen Genrefilmen zurzeit Gang und Gebe ist.

Die Übersicht ist immerzu gegeben, einzig in den Verfolgungsjagden per Auto erinnert es zuweilen etwas an den letzten Bond. Erfreulich ist auch, dass Taken nicht vor blutigen Auseinandersetzungen zurückschreckt, diese dann aber auch nie zum Selbstzweck verherrlicht.

Nach einer kurzen Einführung in der Sängerin Holly Valance nicht besonders zur Geltung kommt, verläuft der Film äußerst geradlinig. Neeson's Tochter wird entführt und ohne große Wendungen geht es dann darum, sie zurückzuholen. Morel versteht dies packend und sehr dramatisch umzusetzen, wobei es gerade in den emotionaleren Szenen klasse ist, mit Neeson einen namhaften Darsteller dabei zu haben.

Neeson trägt den gesamten Film auf seinen Schultern und macht das gut; in kleineren Nebenrollen überzeugen Maggie Grace und Famke Janssen als Tochter und Mutter, die allerdings insgesamt aber nur wenig zu tun kriegen.

Was Taken vor einer noch höheren Bewertung bewahrt, ist das Fehlen eines markanten Bösewichts, doch man kann ja nicht immer alles haben.

Fazit:
Ein echter Geheimtipp: Taken ist schnörkellos, hart, schnell und ein sehr unterhaltsamer Action-Thriller mit einem superben Liam Neeson.

8
/ 10

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