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KRITIK:

Aeon Flux
Blicke der Zukunft ins Auge


von Christian Mester

AEON FLUX (2010)
Regie: Karyn Kusama
Cast: Charlize Theron, Angus MacFayden

Story:
Weit in der Zukunft. Der Großteil der Menschen ist dahin gerafft, nur wenige konnten sich vor einer weitreichenden Epidemie in Sicherheit bringen. Aeon (Charlize Theron) ist eine bekannten Elitekämpferin, die sich mit verschiedenen Aufträgen über Wasser hält. Als sie eines Tages den Auftrag bekommt die Regierung der letzten Stadt zu stürzen, ahnt sie nicht, was für Wahrheiten ans Licht kommen werden....

Kritik:
Die Verfilmung der bunten Anime-Serie "Aeon Flux" sah im Vorfeld dank optisch recht ansprechender Trailer noch ganz angenehm aus, doch auch wenn der neue Kusama ("Girlfight", machte Michelle Rodriguez bekannt) hier und da tatsächlich visuelle Streicheleinheiten verteilen mag, so bleibt es insgesamt ein eher enttäuschender Abstecher in neue Welten.

Träge baut sich der Plot auf, der die hübsche Charlize Theron mit einer fürchterlich austauschbaren Rolle unterfordert, die in "Monster" gerade als vortreffliche Darstellerin brillieren konnte. Hier steht sie in einem billigen Abklatsch des recht vergleichbaren, jedoch blei- und stahllastigeren letzten Films von Milla Jovovich, der ihr nichts außer Akrobatik und das Stolzieren in futuristisch knapper Kleidung abverlangt. Über die Leere ihrer Rolle könnte man theoretisch noch in etwa hinwegsehen, wäre allgemein zumindest etwas Sympathie im Spiel, doch ob es nun sie, ihre Partnerin mit Handfüßen (Sophie Okonedo) oder der Mustervillain aus der Villain-Musterkiste (Martin Csokas) sind, es ist ein ständiges Stelldichein mit charakter- und spaßlosen Kohlenstoffeinheiten, die viel Sauerstoff atmen und pseudophilosophisch über ihr (offenbar ödes) Dasein in der Zukunft sinnieren.

Action gibt es wie gesagt keine wirkliche, und der gesamte Filmverlauf setzt am Ende alles auf eine einzige Karte, auf einen Twist, der als unvorhersehbarer Gamechanger ausgelegt ist - vom Zuschauer bis dato aber längst erkannt wurde und nach tierisch langweiligen 90 Minuten mit gesammelter Gleichgültigkeit gestraft wird. Keine Frage, "Equilibrium" bleibt nach wie vor der beste Science-Fiction Actioner scheinbar utopischer Zukunften.


Fazit:
"Aeon Flux" blickt nirgends hin, denn der Versuch ging ins Auge.

3 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel

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