Story:
Rückblick: nach dem Aufdecken einer großen Verschwörung wurde Agent Fox Mulder
ein unfairer Prozess gemacht, den er nicht gewinnen konnte. Seine Freundin Dana
Scully half ihm schließlich zu fliehen; seither waren beide als Paar
untergetaucht. < so endete die Serie
Jahre später. Fox Mulder (David Duchovny) lebt noch immer geheim in einem
Versteck, während seine Freundin Dana Scully (Gillian Anderson) in einem von der
Kirche betreuten Krankenhaus als Ärztin arbeitet. Eines Tages wird sie von einer
Agentin gefunden, die Hilfe von Fox Mulder ersucht. Eine Kollegin wurde entführt,
und ein geheimnisvoller Priester (Billy Connolly) meint sie in Visionen sehen zu
können. Jetzt kann nur noch der Experte für Übernatürliches helfen...
regie :
chris carter
cast :
david duchovny, gillian anderson
kritik :
christian westhus
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Kritik:
Bei Kinoablegern
erfolgreicher TV-Serien, versucht man häufig einen Kompromiss zwischen
Fan-Ansprüchen und Verträglichkeit mit den normalen Kinogängern zu finden.
Gänzlich unerfahrene Zuschauer werden mit dem zweiten Kinofilm der X-Akten aber
so ihre Probleme haben, denn der lange hinausgezögerte und nun eher günstig
gedrehte Film, bietet eher Charakterfutter, als bloße
Sci-Fi-Thriller-Unterhaltung.
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Connollys wilde Steptanznummer passte leider
nicht ins Konzept.
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Es soll kein verräterischer
Spoiler sein, sondern eher Warnung, wenn hier verraten wird, dass das
Science-Fiction-Element um Aliens oder die Invasion 2012 quasi nicht existent
ist.
Mulder und Scully geraten in einen Fall, irgendwo zwischen Entführungen und
angeblich gottgegebenen Visionen. Nach und nach werden die Details des großen
Ganzen aufgedeckt und da ist dann auch die eine oder andere kleinere
Überraschung dabei. Erstaunlich ist jedoch, wie vielschichtig und reichhaltig
die Story ist. Kontroverse Themen wie Pädophilie, Stammzellenforschung und
Homosexualität werden aufgegriffen und über Allem schwebt die Frage nach Gott,
nach seinem Einfluss und warum er, wenn er es denn ist, die Dinge so geschehen
lässt und zusammenfügt, wie es der Fall ist.
Diese Fragen betreffen nicht nur den Fall um die Entführten, sondern auch die
Hintergrundstory um Mulder, Scully und einen angeblich unheilbar kranken Jungen
in einer Klinik. Überhaupt bietet der Film unheimlich viel Charakterarbeit für
die beiden Hauptfiguren. Es gilt schwierige Entscheidungen zu treffen, sie zu
begründen und durchzugehen, oder die Einsicht zu haben, dass man falsch lag.
Auch die Beziehung zwischen Mulder und Scully und der Bezug zur FBI-Arbeit,
bietet enorm viel Platz für die Figuren. Duchovny und Anderson wirken wunderbar,
als wären sie nie weg. Ihre Chemie stimmt nach wie vor und das stärkt auch den
kompletten Film.
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Die Stars aus "Zickenterror - Der Teufel ist eine
Frau", "Red Shoe Diaries 4: Auto Erotica" und "Country Bears - Hier tobt der
Bär".
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Dennoch ist „Akte X“ kein Drama
geworden, denn primär geht es um den Fall, der konsequent düsterer wird und
gegen Ende leicht bizarre auswüchse annimmt, jedoch nie wirklich außergewöhnlich
wird. Der Film steigert sich kontinuierlich und zusammen mit der angesprochenen
Charaktertiefe und einigen Details, ist für den Fan hier eine Menge zu holen. Da
stören dann auch die kleinen Mängel im Drehbuch nicht sonderlich, die etwas
sorglos mit der Logik umgehen, oder an ein, zwei Stellen Dialoge bieten, die
dann doch eher zum Zähneknirschen verleiten.
Chris Carters Regie ist solide, man könnte auch unauffällig sagen. Viele
Nahaufnahmen, in den wenigen Temposzenen leicht hektisch, starke
Schwarz/Weiß-Kontraste, besonders beim Schnee, aber insgesamt solide und
erfreulich computerlos. Auch die Musik ist interessant und nicht zu penetrant.
Der Knackpunkt am Film ist vielmehr, dass der Fall an sich zwar nett ist, aber
vielleicht doch ein, zwei Nummern zu klein fürs Kino. Das Paranormale geht etwas
unter, mit die faszinierendste Szene wird unelegant abgebrochen und richtige
Spannung kann sich leider nicht konsequent festsetzen.
Fazit:
Der zwei Akte-X-Film
bietet viel Raum für die Hauptfiguren und sorgt für nette Unterhaltung, kann
aber nicht verhehlen, dass hier doch mit wenig Geld gewirtschaftet wurde. Eine
größere, übersinnlichere Story wäre wünschenswert gewesen, war aber wohl nicht
realisierbar. Bleibt ein leicht überdurchschnittlicher Thriller mit einigen
guten Momenten und einer irgendwie merkwürdigen Endtitel-Sequenz. Mulder und
Scully dürfen, gerne wiederkommen, beim nächsten Mal aber bitte mit etwas
Besonderem.
5,5 / 10
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