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Kritik:
Alien 3


von Christian Mester
BG Chefredakteur, schrieb für Gamestar und Gameswelt, war Projektleiter für Kinofilm-Marketing, hat offensichtlich längst zu viele, aber noch immer viel zu wenige Filme gesehen...

Alien 3 (1992)
Regie: David Fincher
Cast: Sigourney Weaver, Lance Henriksen

Story:
Mit ihrer Rettungskapsel strandet Ripley auf einem Planeten, der ein riesiges Gefängnis beherbergt. Als einzige Frau zwischen Vergewaltigern, Killern und Verrückten muss sie bald feststellen, das auch hier wieder ein Alien seine Runde macht und es keine Hilfe gibt ihm zu entkommen, zumal eins davon in ihrem Körper wächst...

Kritik:
Nachdem erst geplant war, die Aliens im dritten Teil auf die Erde zu bringen, wählte man dieses Konzept, das sich wieder am ersten Film orientierte. Wieder geht es um eine relativ kleine Gruppe von Menschen, die in einer unheimlichen Location ohne Waffen gegen einen schier überlegenen Feind kämpfen muss.

Auf der einen Seite macht Fincher, der mit ständigen Drehbuchänderungen zu kämpfen hatte, vieles sehr gut. Da wäre zum Beispiel das ebenfalls gruselige Set, die packenden Szenen mit dem Alien - das dieses Mal eine etwas andere Form hat - sowie die ewige Verbundenheit, die Ripley nun aufgrund ihrer ungewollten Schwangerschaft hat. Mit dem Erzfeind im Leib beginnt ein spannender Wettlauf gegen die Zeit, in dem Ripley das Alien finden und töten muss, bevor sie selbst der neuen Königin Mutter wird.

Auf der anderen Seite hat Alien 3 so einige Macken, die ihn von den Vorgängern abgrenzen. Eine davon ist die Tatsache, dass es neben Ripley kaum einen interessanten Charakter gibt. Abseits von den beiden Charles Dutton und Dance die nur wenige Szenen haben, ist Ripley dieses Mal mehr oder weniger auf sich allein gestellt, mit Füllpersonal, die leider meistens nur für den Effekt des erhöhten Bodycounts fungieren.

Der ewig gelb-dunkle Ton der gesamten Kulisse ist auf Dauer etwas eintönig, und während Alien mit seinen vielen ruhigen Szenen stets den Spagat zwischen nötiger Ruhe und Spannung traf, gibt es in Alien 3 das ein oder andere Mal kleinere Längen, die im Directors Cut zumindest teilweise behoben sind. Auch ist das Alien selbst, das wieder gut gemacht ist, nicht ganz so spektakulär wie die Kollegen aus den vorherigen Filmen.

Dafür wird man mit Sigourney Weaver in Höchstform belohnt, deren letztes Kapitel ihrer Reisespannend weitererzählt wird und die viele Szenen hat, die im Kopf bleiben - zb die, in der sie von Angesicht zu Angesicht ihrem Todfeind gegenüber steht.

Nichtsdestotrotz ist auch der dritte Teil der Saga insgesamt ein ansprechender Sci-Fi Thriller, der vor allem durch seine beklemmende Atmosphäre und dem exzellent gewählten Ende zu überzeugen weiß. Wäre die Saga damit zu ende gewesen, hätte man sich durchaus nicht beklagen können.


Fazit:
Nicht ganz so sensationell wie die beiden Klassiker, aber aufgrund einer erneut lobenswerten Weaver, jeder Menge Spannung und einem beklemmenden Soundtrack ebenfalls ein starker Film..

8 / 10
10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel

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