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Story:
Ein Ehepaar mit Problemen (Kristen
Bell, Jason Bateman) bucht eine spezielle Therapiewoche auf der tropischen Insel Bora-Bora.
Diese können sie sich allerdings nur innerhalb einer Gruppe leisten, weswegen sie kurzer Hand drei befreundete Pärchen
fragen, ob sie nicht mitkommen
wollen...
regie :
kenny ortega
cast :
vince vaughn, kristen bell
kritik :
christian mester
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Kritik:
Es ist später
Herbst, eine Zeit, in der viele wehmütig an den Sommer zurück denken und sich
bereits nach dem nächsten Urlaub sehnen. Wie passend also, das "All Inclusive"
im Kino mit prächtigen Panoramaaufnahmen lockt. Wie es Trailer und Poster
bereits vermuten ließen, ist es eine heitere Gute-Laune-Story, die sich zu
gleichen Teilen auf seichte Romantik und leichte Späße spezialisiert.
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Jon Favreau (li.) ist auch Regisseur. Von ihm
stammt "Iron Man".
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Da liegt auch
schon das größte Problem des Films, denn seicht beschreibt "All Inclusive"
leider recht präzise. Die grundlegende Geschichte ist platt, wirkt konstruiert
und verläuft so vorhersehbar, dass selbst Genreneulinge die gesamte Handlung
anhand der ersten zehn MInuten abschätzen können. Das mag bei Filmen dieser Art
oftmals der Fall sein, weswegen man aber gesondert Wert auf die übrigen Aspekte
hätte legen können. Hat man aber nicht, denn die Figuren sind bewusst
vereinfacht gehalten und machen keine nennenswerten Entwicklungen durch. Durch
ihre Oberflächlichkeit bekommt der romantische Part folglich keinerlei
Nachdruck, weswegen die obligatorischen Liebes-geständnisse gegen Ende hin
relativ unbewegt lassen.
Nun hat man eine Schar bekannter Gesichter versammelt, die allesamt sympathisch
sind und bereits in anderen Filmen und Serien nett ankamen: Kristen Bell
("Veronica Mars"), Vince Vaughn ("Die Hochzeits-Crasher"), Jon Favreau ("Iron
Man"), Malin Akerman ("Watchmen"), Jason Bateman ("Hancock"), Jean Reno, sie
alle harmonieren offensichtlich auch auf der Leinwand angenehm miteinander, was
automatisch für gute Stimmung, nicht aber für guten Film sorgt. Zu simpel bleibt
das Drehbuch, zu formuliert die Regie.
Nachdem schon der romantische Abschnitt der als RomCom beworbenen Geschichte nur
schwerlich Fuß fassen kann, sieht es in Sachen Comedy nicht viel anders aus. Nur
wenige Späße spielen auf Gelächter an, die wenigen Momente sind entweder
übertrieben kitschig (Beispiele: ein übertrieben aufdringlicher Yoga-Lehrer oder
Erektionen im Massagesalon) oder bleiben weit hinter ihrem Potential zurück. Ein
ausgeweitetes Guitar Hero Duell gegen Ende des Films hinterlässt zudem den
sauren Geschmack einer gezielt eingebauten Schleichwerbung.
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Vince Vaughn spielte Norman Bates im "Psycho"
Remake.
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Was die Regie
betrifft, so ist "All Inclusive" nichts wirklich Besonderes, wobei die Aufnahmen
der karibischen Gegend ganz von selbst exotisches Flair einbringen, was im
Großen und Ganzen auch noch durch laues Tiki-Gedudel untermalt wird. Wie auch
"Ein Schatz zum Verlieben" und "Into the Blue" ist es also definitiv ein Film
der sich später auf Blu-ray lohnt, wenn auch nur, um sich an der Pracht der
Bilder zu ergötzen; inhaltlich bietet dieses "All Inclusive" weder Frühstück,
noch Pool, noch Zimmerservice.
Für alle Beteiligten der Produktion war dies zweifellos mehr Urlaub als Job.
Fazit:
"All Inclusive" ist eine nette Ablenkung vom herbstlichen Schmodderwetter,
der
deutsche (englische) Titel hält jedoch nicht, was er verspricht.
4 / 10
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