Story:
Als Dale (Seth Rogen) eines
Abends zufällig Zeuge eines Mordes wird, wirft er vor lauter Schreck seinen
Joint weg und flüchtet sich zu seinem Dealer. Weil
der Killer jedoch rein
zufällig der Hersteller des besonderen Grases und Dale der einzige Kunde seines
Dealers ist, werden die beiden kurz darauf zum Abschuss freigegeben...
regie :
david gordon green
cast :
seth rogen, james franco
kritik :
christian mester
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Kritik:
Der neue
Comedyfilm mit Seth Rogen aus Beim ersten Mal kann nicht ganz
an seine vorherigen Erfolge anschließen.
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"Jim, hast du mal Alufolie? Ich glaub die
finden uns..."
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Man nehme ein paar leichtfertige Volltrottel,
gebe ihnen Rauschmittel und einen Grund für turbulente Flucht, schon gibt es
Potential für die
verrücktesten Momente. Filme wie Fear and Loathing in Las Vegas, How High und auch Harold
& Kumar 1+2 haben daraus allerlei verrückte Szenen und Sprüche gewonnen,
teils Kultmaterial, doch Ananas Express fährt dran vorbei und verfehlt sein Ziel leider mehr als nur einmal.
Prinzipiell fängt es eigentlich recht vielversprechend an: Seth Rogen spielt mal
wieder den liebenswerten und quasseligen "erst-machen-dann-denken" Typ, der auf
Dealer James Franco (kaum wiederzuerkennen - Harry aus den Spider-Man Filmen)
trifft und mit diesem bald fliehen muss, da sie beide über komplizierte Wege
zuviel wissen. Wie so oft geht es dann darum, dass die beiden von einer
misslichen Lage in die nächste geraten und sich letztendlich am Ende den Bösen
stellen müssen. Dass sie dabei laufend high sind, macht das ganze nicht
unbedingt leichter...
...allerdings sind die witzigen Momente immer wieder sehr seltsam gelegt.
Anstatt dass sie etwa Neil Patrick Harris auf einem Einhorn sehen oder Fledermäuse
halluzinieren, ist es in den meisten Fällen skurrile Situationskomik zwischen
den beiden. Etwa, wenn
ein Freund sich urplötzlich als Verräter heraus stellt und eine wilde Schlägerei
durch die Wohnung beginnt, bei der sich alle drei "Kämpfer" unfähiger nicht
anstellen könnten und am Ende jemand stirbt. Oder doch nicht, denn derjenige kommt ja
in der nächsten Szene schon wieder, und stirbt. Und taucht dann später noch mal
auf. Wie man sich schon denken kann, erinnert das ganze etwas an den Humor der
Coens, die diesen Monat mit Burn after Reading was recht ähnliches im Kino
haben.
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"Wie oft müssen wir Spider-Man 3 denn noch
gucken?" "Tausend Mal."
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Rogen und Franco sind allerdings
kein Clooney und Pitt, und auch wenn beide sich sehr bemühen und amüsant sind,
können sie nicht so überzeugen wie das ältere Regime. Auch ist die Story etwas
sehr seltsam gewählt und wechselt sehr oft zwischen Highschool-Teeniekomödie und
etwas, das anspruchsvoller als das sein will. Wirre Actionsequenzen, blutige
Schüsse und ruhigere Momente mit Liebesschwüren wollen in dem ganzen Gefecht nur schwer
zusammenpasen.
Auf Seiten der Bösen finden sich Rosie Perez (Perdita Durango) und Ed
Begley Jr (Alf - Der Film), die allerdings eindimensionale Standardvillains
spielen, wie sie auch in billigen DVD Garfield-Fortsetzungen vorkommen könnten.
Insgesamt hat Ananas Express sicherlich seine Stärken und auch einige gute,
lustige Szenen, aber wer bei diesem Film richtig lachen will, muss entweder
einen sehr abgedrehten Humor haben oder selber high sein..
Fazit:
Ananas Express ist ein angenehmer Gute-Laune-Film für Sonntag morgens, aber kein
wirklicher Comedyhit fürs Primetime Kino..
4,5 / 10
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