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Ein Artikel über den Film
21


21 (2008)
Regie: Robert Luketic
Cast: Kevin Spacey, Jim Sturgess, Laurence Fishburne

Story:
MIT Student Ben Campbell hat es geschafft: er wurde für die hochangesehene Eliteschule Harvard als Bewerber angenommen. Problematisch ist nur, dass er sich die $300.000 Studiengebühren nicht leisten kann. Geknickt will er aufgeben, doch dann weckt er das Interesse des Professors Rosa, der einen heimlichen Nebenjob hat. Zusammen mit einem Team von talentierten Studenten besucht er Blackjackspiele - und lässt heimlich Karten zählen, um so die Gewinnchancen für sein Team zu erhöhen..

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Das mächtige "System" durch Intellekt zu überlisten und sich selbst einen Vorteil zu schaffen, gehört seit jeher zu beliebten Handlungselementen in Filmen. Nicht erst seit Ocean's 11 - dem Original mit Frank Sinatra, Sammy Davis jr, Dean Martin und Peter Lawford - lockt der ganz große monetäre Gewinn, an den nur schwierig heranzukommen ist. In dem Film 21 geschieht die Trickserei sogar indirekt für einen guten Zweck, denn der junge Student Ben Campbell wünscht sich eigentlich keine selbstlose Bereicherung, sondern lediglich den teuren Fahrschein in die angesehen Harvard Medical School, für die nur wohlhabende oder Stipendien habende Elite Studenten zugelassen werden.

Luketic stellt in seinem Film mehrere Aspekte in den Vordergrund. Neben der Faszination des Einsatzes der Kartenbeobachtung und dem daraus entstehenden Gewinn verliebt sich Campbell auch noch in eine hübsche Kollegin, gespielt von Kate Bosworth aus Superman Returns, die er mit seinen Taten zu beeindrucken versucht. Dabei verliert er das Auge für die Brenzligkeit seiner Lage, denn mit jedem weiteren Spieltrick lenkt er die Aufmerksamkeit des strengen Casino-Security-Leiters Laurence Fishburne auf sich. Eine Gefahr, die nach einer Weile Spuren hinterlässt. Erst dann merkt Campbell, dass er selbst eine gesetzte Spielfigur ist, denn sein Mentor Rosa ist der heimliche Gewinner und er und seine Kollegen diejenigen, die der wirklichen Gefahr ausgesetzt sind. Es ist fast zu spät, als er merkt, dass er sich hat bezirzen lassen. Luketic kann der angeblich wahren Geschichte genug abgewinnen, dass man die ganzen zwei Stunden über gebannt ist. Fast könnte man sich eine Fortsetzung vorstellen, in der Strategien & Tipps für Slots im Vordergrund stehen. Campbell als Überlister von Slotmaschinen? Immerhin könnte er mit seinem hohen IQ die besten Nutzungstaktiken herausfinden.

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Denkbar wäre auch, dass sich Campbell der anderen Seite anschließt und stattdessen für die Casinos arbeitet. So machte es ja auch der Charakter von Leonardo DiCaprio in Catch Me If You Can von Steven Spielberg. In dem Film spielte er einen Mann, der sich immer wieder als Hauptberufler in Positionen ausgab, die er nicht gelernt hatte. So gab er beispielsweise lange Zeit Flüge als Pilot einer Luftlinie, obwohl er keine Pilotenausbildung vorzuweisen hatte.

Interessant wäre auch ein Film über den Werdegang von Kevin Spaceys Figur Micky Rosa, der ja sicher auch als cleverer Spieler anfing, bis er eines Tages auf die Idee kam, die Gewichtungen zu tauschen und statt auf sich selbst auf seine prädestinierten Studenten zu setzen. Gerade wenn man erst einmal so wohlhabend ist wie ein Harvard Professor, fällt es leichter, die Risiken passender zu verteilen. Andererseits wäre auch ein Film interessant, in dem es um die Taktiken und Fortschritte Rosas geht, mit denen er sich wieder aus den Konsequenzen des Filmendes von 21 befreit, und zurück an die Grenzen schlägt.

Fazit:
21 ist auch heute noch ein interessanter Film über die Spielbarkeit des Systems, in diesem Fall die des Blackjack Spiels. 

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