Story:
Als der Großindustrielle
Charles Weyland sich auf Expedition zu einer im Eis vergrabenen Tempelanlage
macht, weiß er nicht, dass es eine geheime Anlage der Predators ist, in der die
außerirdischen Jäger Aliens für Trainingsspiele züchten. Zufällig tauchen auch
noch die Hausherren selbst auf, was in einem Nudelsalat der Hölle gipfelt ....
regie :
paul w.s. anderson
cast :
sanaa lathan, lance henriksen
kritik :
christian mester
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Kritik:
Andersons "Alien vs. Predator" gilt oft als cineastisches Unding, als
verunglückte Missgeburt zweier beliebten Franchises, doch bei näherem Hinsehen
ist der negative Buzz nicht gerechtfertigt.
In erster Linie ist es ein sehr actionreicher und gut gemachter Science-Fiction
Action-Thriller, der sich handwerklich von vorn bis hinten nicht vor der
Konkurrenz zu verstecken braucht. Ob es nun die ausgeprägten Sets sind, die
Kreaturen (praktisch und CGI) oder gar das wuchtige Sounddesign, das einem das
heimische Wohnzimmer basslastig um die Ohren pustet; in Sachen Technik gibt es
kaum was zu bemängeln. Ausgesprochen gut gelungen ist der Showdown, in der die
Alienkönigin - dank schicker CGI nun wesentlich agiler als ihre Kollegin aus
Aliens - in einem kleinen eingefrorenem Fischereihafen imposant Amok laufen
darf.
Für Fans der Yautja (Predators) und Xenomorphs (Aliens), so deren fiktive
wissenschaftliche Bezeichnung, gibt es zudem jede Menge neue starke Szenen für
ihre Lieblinge, in denen die schwarzen Teufel blutig zur Sache gehen und die
außerirdischen Förster jede Menge Ausreden bekommen, ihre futuristischen Gadgets
einzusetzen. Die Kämpfe beider Spezies fallen ebenfalls toll aus, denn Anderson
bemüht sich nicht nur um kämpferisches Spektakel, er fängt es auch noch
übersichtlich (heut vielen Action-Regisseuren ein Fremdwort) und leicht
verfolgbar ein. Mit der Story könnte man so trotz des Prequel-Status auch noch
leben, da die Ereignisse des Films so isoliert ablaufen, dass sie die Erde an
sich keineswegs gefährden.
Trotz der top gemachten Action und Kreaturen gibt es leider ein Problem, das
sich bei aller Liebe nicht übersehen lässt: die Menschen sind nichts als
Kanonenfutter. Natürlich ist es für Geeks nett, Lance Henriksen nach seinen
beiden Auftritten in "Aliens" und "Alien 3" wieder auf der Leinwand zu sehen, aber
der Altstar hat lediglich einen erweiterten Cameo und fast nichts zu tun; die Hauptrolle selbst ging an
Sanaa Lathan ("Out of Time"), die leider nichts aus ihrer Rolle der
Expeditionsführerin macht oder machen könnte.
Lathan kann weder Akzente setzen, noch selbst
überzeugen, als sie später selbst mit ins extraterrestriale Gefecht verwickelt
wird. Schlimm, denn gerade das war einer der bestechendsten Punkte der sechs
Filme der Reihen: Sigourney Weaver, Arnold Schwarzenegger und Danny Glover
konnten allesamt mit starken Figuren glänzen, Lathan dagegen gleicht eher der
Rolle Winona Ryders in "Alien: Resurrection" - nur mal vorgestellt, Ripley hätte
im vierten gefehlt... so in etwa ist "Alien vs. Predator".
Fazit:
Andersons
Gladiatorenkampf der Filmikonen ist ein unterhaltsames Spektakel, für Besseres
fehlt es jedoch
an menschlichen Persönlichekiten.
6,5 / 10
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