Story:
Der
Osten in
einigen
Jahren:
Toorop (Vin
Diesel)
ist ein
abgebrühter
Söldner,
der
schon
alles
gesehen
hat. Tag
für Tag
lebt er
in einer
verfallenen
Gegend,
in der
es
scheinbar
immer
regnet
und das
Überleben
zum
harten
Alltag
gehört.
Eines
Tages
bekommt
er einen
besonderen
Auftrag:
er soll
eine
junge
Nonne
und ihre
Begleiterin
(Michelle
Yeoh)
sicher
von
Russland
nach New
York
bringen.
Hört
sich
zunächst
leicht
an, doch
schon
bald
versuchen
gewisse
Interessengruppen
die
Kleine
in ihre
Gewalt
zu
bekommen.
Was
Toorop
vorerst
nur ahnt
wird
bald zur
Gewissheit
- sie
birgt
ein
Geheimnis....
regie :
mel
gibson
cast
:
rudy
youngblood
kritik
:
christian
mester
____________________________________________________________________________
Kritik:
Der neue
Vin
Diesel
fängt
zwar
sehr
vielversprechend
an, doch
das
völlig
absurde
Ende
schmälert
den
Gesamteindruck.
Mathieu
Kassovitz
ist ein
talentierter
Filmemacher
aus
Frankreich,
was er
mit
seinem
ersten
größeren
Film Die
purpurnen
Flüsse
eindrucksvoll
beweisen
konnte.
Gothika
danach
war
nicht
ganz so
gut,
doch
Kassovitz
hatte
während
der
Produktion
auch mit
erhebliche
Problemen
mit
seinen
Produzenten
zu
kämpfen.
Die
Verfilmung
des
Romans
"Babylon
Babies"
sollte
jetzt
sein
bisher
größter
Film
werden,
mit
größtem
Budget
und
hoher
kreativer
Freiheit.
Auch Vin
Diesel
erwartete
sich
viel
davon -
nach
Riddick
hatte er
sich
erneut
auf eine
atmosphärische,
große
Geschichte
mit
markantem
Helden
gefreut.
Das ist
sein
Toorop
in der
Tat.
Sehr
überzeugend
spielt
er den
kernigen
Söldner,
der mehr
Schlimmes
gesehen
und
gemacht
hat als
manch
ein
anderer.
Im
Gegensatz
zu
seinen
Figuren
Xander
Cage und
Dom
Toretto
ist
Toorop
mal kein
sprücheklopfender
Adrenalinberg,
sondern
ein
zynischer,
doch
verhalten
agierender
Krieger.
Er weiß
sich
durchzusetzen,
arbeitet
jedoch
schnell
und
kompromisslos,
hat
keine
Zeit und
keinen
Glauben
für
Freundschaften.
Selbst
für
seine
Begleiter
hat er
anfangs
nur
wenig
Sympathien,
kommt er
doch aus
einer
Welt in
der man
niemanden
trauen
kann und
jeder
für ein
paar
Groschen
oder
Essen
zum
Töten
bereit
ist.
Yeoh und
Thierry
haben
typische
Rollen,
schaffen
es aber,
ihnen
eine
eigene
Note zu
verleihen.
Besonders
Thierry
hat gute
Chemie
mit Vin
und ist
mehr als
nur
laufende
Dekoration.
Insgesamt
ist es
mal sehr
zu
begrüßen,
dass ihr
Miteinander
nicht
mit
einer
obligatorischen
Love-Story
ausgereizt
wird.
Optisch
kann
sich
Babylon
A.D.
sehen
lassen.
Ob es
jetzt
die
dreckigen
Slums in
Osteuropa,
die
obskuren
Techno-Clubs
in
Russland,
Schneelandschaften
in
Alaska
oder
aber das
moderne
New York
sind,
alle
Örtlichkeiten
sind
detailliert
gestaltet
und
bieten
Abwechslung
für das
Auge.
Die
Setdesigner
haben
hier
erstklassige
Arbeit
geleistet
und
lassen
erahnen,
welche
Größe
der Film
erreicht
haben
könnte...
wenn nur
der Rest
auch so
groß
wäre.
Das
Problem
ist,
dass die
Story
ebenfalls
groß und
umfangreich
sein
will,
aber
darin
ziemlich
versagt.
Score
und
Bilder
sprechen
dafür,
doch bis
auf eine
kleine
nette
Unterhaltung
im
Schnee
lässt
man sich
überhaupt
keine
Zeit für
echte
Momente.
Hastig
wird von
Schauplatz
zu
Schauplatz
gewechselt,
ohne
dass
eine der
Szenen
jemals
intensiv
auf den
Zuschauer
wirken
kann.
Philosophische
Grundsatzgespräche
mit
Themen
wie
"Wann
ist ein
Leben
echt"
oder
"Wofür
lebt
man"
werden
aufgegriffen,
aber
unverständlicherweise
nur in
aller
Kürze
abgehandelt.
Stattdessen
scheint
der Film
begierig
zu sein,
schnell
wieder
zu
seinen
vielen
Actionszenen
zu
kommen,
wobei er
filmerisch
darauf
gar
nicht
ausgelegt
ist.
Zwar
gibt es
jede
Menge
Verfolgungsjagden,
Schießereien
und
Nahkampf,
aber
Mathieu
Kassovitz
interessiert
sich
eher
weniger
dafür;
vielmehr
nutzt er
die
Action
jedes
Mal nur
als neue
Dramatik,
um das
Mädchen
in
Gefahr
zu
bringen.
Kaum in
New York
angekommen,
fällt
schließlich
alles in
sich
zusammen.
Als
bekannt
gemacht
wird,
wer das
Mädchen
jagt und
was an
ihr so
besonderes
ist,
geht
alles
den Bach
hinunter.
Es
treten
Bösewichte
auf, die
aus
einer
drittklassigen
Fernsehserie
wie
Mutant X
stammen
könnten
und
Charaktere
werden
plötzlich
zu
völligem
Murks
verändert.
Auch der
Rest der
Handlung
ist
absurd,
und vor
allem
die
letzte
Szene
endet
viel zu
knapp.
Die
Gerüchte
scheinen
sich
also
bewahrheitet
zu
haben.
Nach
ihnen
soll
Diesels
und
Mathieus
erster
Cut rund
170
Minuten
lang
gewesen
sein,
was
auch
wohl
passt,
denn an
vielen
Stellen
des 100
Minuten
Films
kommt es
einem
vor, als
würden
ganze
Verbindungsszenen
fehlen.
Das Ende
passt
vom
Schnitt
her auch
überhaupt
nicht
zum
Rest,
also hat
das
Studio
hier
definitiv
die
eigene
Schere
mit
angesetzt.
Es ist
schade,
denn
auch
wenn
Babylon
A.D.
seine
Macken
hat,
wäre es
mit mehr
Ruhe ein
deutlich
besserer
Film
gewesen.
Bleibt
nur zu
hoffen,
dass in
einem
eventuell
späterem
Directors
Cut auch
ein
anderes
Ende zu
finden
sein
wird.
Das in
Babylon
A.D.
gehört
leider
mit zu
den
schlechtesten
des
ganzen
Filmjahres.
Wie man
den Film
auch
finden
wird,
Vin
Diesel
selbst
hinterlässt
einen
guten
Eindruck.
Man
wünscht
ihm für
die
Zukunft
gern
weitere
Projekte
wie
dieses,
anstatt
weiteren
Fast &
Furious'
und
Konsorten
für die
er viel
zu
schade
ist.
Dass
B.A.D.
hier
derart
vermurkst
wurde,
ist
ziemliches
Pech für
ihn.
Fazit:
Babylon
A.D. ist
im
Prinzip
ein
guter
Action-Thriller
mit
tollen
Sets und
solidem
Vin
Diesel,
doch
schlecht
geschnitten
und mit
äußerst
schwachem
Ende.
Erwartungen
besser
senken.
6
/ 10
10 -
Meisterwerk
8-9 -
sehr gut
6-7 -
gut
5 -
mittelmäßig
3-4 -
ausreichend
1-2 -
miserabel
0 -
Inakzeptabel
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