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Film Kritik
 
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Beneath Still Waters

Story:
Jahre nachdem an Ort und Stelle sein Sohn auf mysteriöse Weise ums Leben kam, kehrt der Pressefotograf Dan an einen von allerhand Geheimnissen umrankten Stausee zurück, um sehr zum Misstrauen lokaler Autoritäten unter Wasser ein paar Nachforschungen anzustellen. Dabei stößt er nicht nur auf bedenkliche Risse in der Staumauer, sondern auch auf einen quasi unsterblichen Satanisten und seine monströsen Heerscharen, welche aus einer verlassenen Stadt unter dem Wasserspiegel operieren...

regie :
brian yuzna
cast  : raquel mereno
kritik : tobias hohmann
 

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Kritik:
Auch mit „Beneath still waters“ gelingt es Brian Yuzna nicht, an alte Erfolge anzuknüpfen. Im Gegenteil: Der Film ist nach „Rottweiler“ der zweite Komplettflop in Folge. Hier stimmt wenig bis gar nichts.

Vor ein paar Jahren verließ der Globetrotter Yuzna Amerika, um in Spanien ein eigenes Studio aufzubauen. Vorbild war das legendäre Hammer Studio. Hier wollte er abseits der Knochenmühle Hollywoods seine Projekte in Eigenverantwortung verwirklichen und Newcomern eine Plattform bieten.
Zusammen mit Julio Fernandez stieg er bei Filmaxx ein und gründete die Tochterfirma Fantastic Factory, für die er mehr oder minder Alleinverantwortlich ist. Doch während Filmaxx - und somit Fernandez - sich prächtig entwickelt und auch international mehr und mehr an Bedeutung gewinnt, z.B. durch Filme wie „The Machinist“ oder demnächst „Transsiberian“, kommt Fantastic Factory – und somit Yuzna – einfach auf keinen grünen Zweig. Gerade und besonders die Filme, die Yuzna selbst inszeniert, bleiben hinter den Erwartungen zurück. Einzig „Beyond Re-Animator“ versöhnte die Fans teilweise.

„Beneath still waters“ offenbart wieder einmal die Bewunderung, die der Regisseur für das Werk von H.P. Lovecraft empfindet und sich wie ein roter Faden durch fast alle seine Werke zieht. Schade nur, das ihm dabei bislang noch kein gelungener Film gelang.
Die Geschichte basiert auf einem Buch von Matthew Costello, der in grauer PC-Vorzeit auch die Story für das Adventure The „7th Guest“ ablieferte. Und diese Grundidee ist auch durchaus interessant: Aus dem Plot einer überfluteten Stadt und Toten, die aus den Fluten zurückkehren, hätte sich ohne Probleme ein kleiner, spannender Horrorfilm basteln lassen. Wohl gemerkt: Hätte…
 

Denn „Beneath still waters“ ist langweilig, vorhersehbar, verfügt nur in den seltensten Fällen über einen Hauch von Atmosphäre und wirkt wie eine sinnlose Aneinanderreihung einzelner Szenen. Der Film ist einfach nicht spannend, Yuzna gelingt es nicht, die Geschichte flüssig zu erzählen oder Sympathien für die Figuren aufkommen zu lassen. Von einer eindimensionalen Charakterisierung zu sprechen, wäre noch geschmeichelt.
Etwaige Spannungs- und Überraschungsmomente – und die gibt es in solch einer Story reichlich - werden konsequent abgewürgt.

Warum Yuzna und die Drehbuchneulinge Mike Hostenech und Angel Sala nicht mehr Wert auf die eigentliche Grundkonstellation, nämlich der überfluteten Stadt und der Rückkehr der Toten legen, wird auf immer und ewig ihr Geheimnis bleiben. Hier hätte man auch mit geringen Mitteln einen atmosphärisch dichten Streifen schaffen können. Leider legen sie auf diesen Aspekt wenig bis gar keinen Wert und fügen lieber einen Bösewicht ein, der wie eine unfassbar trashige Kopie des Tall Mans aus „Phantasm-Das Böse“ wirkt. Diese Figur inklusive des Schauspielers ist so unglaublich schlecht und unfreiwillig komisch, das man sich zwischenzeitlich in einer Parodie wähnt.

Das der Film noch dazu mit bescheidensten finanziellen Mitteln realisiert wurde, ist an sich ja kein Hindernis. Doch Yuzna und Co werfen das vorhandene Geld für wirklich schlechte CGI Effekte bei den Tauchszenen aus dem Fenster. Das verleiht dem Film einen künstlichen, unwirklichen Touch. Die wenigen gelungenen Tauchszenen geraten dabei dann leider in Vergessenheit.

Zum Schluss hin fiel Yuzna dann wohl plötzlich ein, das er einen Ruf zu verlieren hat und fügte noch ein paar Splatter Einlagen ein. Obwohl diese recht gelungen sind wirken sie ebenso deplaziert, wie die Orgien Szenen, die sehr stark an seinen Film „Society“ erinnern.
Die Qualität der Masken und Monster schwankt zwischen gut und unterste Amateurklasse.

Fazit
:
„Beneath still waters“ bietet trotz einer interessanten Ausgangssituation und eines gelungenen Beginns wenig bis gar nichts. Die Erzählweise ist holprig, Spannung nicht vorhanden. Die Charaktere sind eindimensional, die Dialoge lausig. Die Special Effects sind weitestgehend schlecht und der Bösewicht unfreiwillig komisch. Insgesamt gesehen kann man nur hoffen, das Yuzna in Zukunft das macht, was er kann: Produzieren.
Dank der eigentlich spannenden Idee, ein paar (versehentlich) gelungenen Szenen und der teilweise netten Masken gibt es gerade noch


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/ 10

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