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Film Kritik
 
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Kritik: Blade 2

Story:
Blade (Wesley Snipes) ist wütend, denn die Vampire haben seinen besten Freund Whistler in ihre Finger bekommen. Nach seinem vermeintlichen Tod im ersten Teil haben sie ihn zu einem von ihnen gemacht, und die Chancen stehen schlecht, ihn jemals wieder zu retten.

Mit einem neuen jungen Helfer an der Seite kriegt er bald Besuch von seinen Todfeinden, die ihm einen Deal anbieten. Es gibt einen noch schlimmeren Feind, einen mutierten Vampirhybriden, der droht, beide Rassen auf kurze Zeit ausrotten zu können...

regie :
guillermo del toro
cast  : wesley snipes, luke goss
kritik : christian mester
 

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Kritik:
"Blade 2" nimmt alle Grundsätze des ersten, mischt ein paar Neuigkeiten hinzu und schafft eine würdige Fortsetzung.

Wer den ersten mochte, der wird auch Gefallen am zweiten finden, denn vieles ist schlichtweg gleich (gut) geblieben. Es gibt wieder größtenteils die gleiche Art an Action, Blade ist weiterhin unheimlich cool, der Gegenspieler Nomak (Luke Goss) ist klasse, die Welt von Blade ist wieder sehr gelungen und die Nebenfiguren sind wieder in Ordnung. Das Problem?

"Blade 2" fühlt sich insgesamt einen kleinen Tacken weniger überzeugend an. Alle haben sichtlich ihren Spaß, aber es wirkt nicht mehr so dreckig und authentisch wie der erste - es wirkt mehr wie ein "Film", mit speziellen Effektszenen und Moneyshots, die extra für Trailer entwickelt wurden. Mit Onelinern, mit extra teuren Sets und Kreaturen, die extra ihretwillen für den Film gemacht wurden. Dads ist nicht falsch, denn in del Toros Händen ist das astreines Popcorn, aber es fehlt halt etwas. Thomas Kretschmann als Lord aller Vampire ist etwas kitschig, und da man die Kampfszenen dank Computertechnik noch cooler als im ersten machen wollte, übernahm man sich ein wenig. Das Resultat - die Szenen sind gut, aber man sieht, das sie dem Computer entspringen.

Trotzdem hält Guillermo weiterhin an anderen Stärken fest. Die Story ist gut, die Sets auch, wenn auch nicht so bemerkenswert wie im ersten. Wieder gibt es
einen weiblichen Part, doch statt Lovestory gibt es auch hier nur kleinere charakterliche Züge, die Blade als Figur interessanter machen. Whistler ist wieder sehr gelungen und der neue, Scudd, bringt ein wenig Pfeffer mit auf den Tisch. Wenn sich das Team der Vampire als Blood Pack vorstellt, muss man aufgrund der Albernheit unweigerlich grinsen, aber doch wird es nicht viel besser. Die Mitglieder wirken wie Game-Figuren, flach und oberflächlich, und da Blade selbstverständlich das Rampenlicht für sich beansprucht, fallen ihre Kampfszenen dementsprechend knapp aus. Gerade mit Blick auf Asia-Star Donnie Yen ein wenig schade.

Humor wird dieses Mal noch größer geschrieben als vorher, was insbesondere
in Bezug auf einer der Vampire - Ron Pearlman als absolut nicht ernst-zunehmenden, aber unterhaltsamen Krieger Reinhard - genutzt wird. Wie
schon im ersten ist die Story aber recht schnell, abwechslungsreich und dazu mit einigen Wendungen versehen, die durchaus überraschen können.

Regie, Musik und Aufbau sind auf höchstem Action-Niveau, und Guillermo del Toro bewies sich damals schon als würdig, ganz ganz große Filme in die Hände zu kriegen. Etwas negativ fällt auf, dass man Blade's Kampfstil von einem Mix aus asiatischen Martial Arts und Krav Maga mit Wrestling-Moves aufgepeppt hat,
die leider oft fehl am Platz wirken und "Pose!" geradezu in die Kamera schreien. Es fehlte nur noch, dass Blade die Augenbraue hochzieht und ruft "Riechst du, was Blade hier am Kochen ist?".

Dennoch, zwar nur Popcorn, aber eine sehr gute Fortsetzung, die sich sehen lassen kann. Auch wenn sie den Charme des Originals nicht ganz einfängt, ist es einer der besseren Actionfilme.

Fazit:
Bei "Blade 2" kann man wirklich nicht meckern. Es wurde sich treu geblieben und es macht auch hier wieder einen gewaltigen Spaß, Snipes in seiner Paraderolle zuzusehen. Für jeden, der den ersten gesehen hat, Pflichtmaterial. Gerade noch

8
/ 10

10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel

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