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Film Kritik
 
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Kritik: Blade 3: Trinity

Story:
Blade (Wesley Snipes) ist wütend, denn die Vampire haben seinen besten Freund Whistler in ihre Finger bekommen. Nach seinem vermeintlichen Tod im ersten Teil haben sie ihn zu einem von ihnen gemacht, und die Chancen stehen schlecht, ihn jemals wieder zu retten.

Mit einem neuen jungen Helfer an der Seite kriegt er bald Besuch von seinen Todfeinden, die ihm einen Deal anbieten. Es gibt einen noch schlimmeren Feind, einen mutierten Vampirhybriden, der droht, beide Rassen auf kurze Zeit ausrotten zu können...

regie :
david goyer
cast  : wesley snipes, ryan reynolds
kritik : christian mester
 

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Kritik:
Der dritte und letzte Blade liegt ein ganzes Stück unter den anderen beiden, ist aber dennoch ein unterhaltsamer und gut gemachter Actionfilm.

Goyer's Trinity hat leider einige der Tiefpunkte der Serie. Noch weniger Ernst-haftigkeit als im zweiten Film, die schlechtesten Action- und Charakterszenen der Reihe und dazu auch noch den schlechtesten Bösewicht. Wer weiß, was Goyer sich bei dem Design gedacht hat, aber ein Dracula im Rüschenhemd der vor Angst wegläuft, Babies als Geiseln nimmt und sich am Ende in ein lila Schmunzelmonster verwandelt, ist nicht der Inbegriff der Bösartigkeit, die der Obervampir sein sollte. Im Gegenteil, hier ist etwas in absolut jeder Form falsch gelaufen.

Die Action ist zwar top gemacht und im ganzen Film jedes Mal sehr gut vertreten, aber wenn Blade gegen Pantoffeldracula antritt, kann man das nicht sonders ernst nehmen. Dazu kommt, das der Film fast komplett bei Tageslicht spielt und dadurch jegliche Atmosphäre einbüßt. Die meisten Anhänger des neuen Teams sindfast noch uninteressanter geschrieben als die vom Blood Pack, und eine blinde Computerprogrammiererin sorgt so für Zweifel wie Spence von King of Queens als Waffenbauer.

"Blade: Trinity" verdient jedoch nicht ganz den schlechten Ruf, den er hat. Gerade die beiden Nebenfiguren, Abigail und ihr Partner Hannibal King sorgen für jede Menge Unterhaltung durch gute Action und pointierte Oneliner (obwohl sie damit immer wieder Rampenlicht von Blade wegnehmen). Auch wenn Abi etwas überzogen ist und sehr nach MTV aussieht, und Hannibals Sixpack nahezu lachhaft gut ist, sind sie sehr gut gefasst und haben viele guten Szenen. Interessanterweise hat Abi sogar dramatisch gute Momente, wie man sie in Blade 2 vermisst hatte. Auf Seiten der bösen Buben ist auch nicht alles versemmelt, denn die rechte Hand vom Chef, gespielt von Parker Posey, ist lustig und mit solch einer überzogenen Boshaftigkeit gespielt, dass sie perfekt zu Blade's Deacon Frost gepasst hätte. Sogar ihr Bodyguard, gespielt von Wrestler Triple H, ist mehr als die Summer seiner Muskeln und erscheint wirklich amüsant.

Es sei auch erwähnt, das Goyer tatsächlich des öfteren ein Auge für gute
Bilder und Bildharmonie beweist. Seine Regie ist nicht so dreckig wie die von Norrington und nicht so künstlerisch wie die von del Toro, aber definitiv mit eigener Note versehen und solide gelungen. Der Score passt dazu und gehört
zu den besseren Elementen des Films. In Sachen Action ist das Gepose aus dem zweiten Teil nicht mehr vertreten, aber dafür gibt es wesentlich weniger Gore - Trinity ist mit Abstand der zahmste der Reihe, wodurch Blade sicherlich auch an Eindruck verliert.

Dass Goyer den Film als Sprungbrett für seine Nightstalker nutzen wollte ist allgemein bekannt, aber es ist im Fazit schade, da es nicht wirklich zusammen fusioniert. Sowohl ein Blade als auch ein "Nightstalker" Film von Goyer wäre
gut geworden, aber der Mix von beidem ist uneben und stört sich gegenseitig.

Fazit:
Wer sich vom Dritten die gleiche Atmo und Blässe der Vorgänger erwartet, sollte besser einen weiten Weg drum machen. Keine Frage, als dritter Blade versagt Trinity, doch wer das verzeiht, kriegt einen dummen, aber unterhaltsamen Actionfilm, den man nur nicht ernst nehmen sollte.

5,5
/ 10

10 - Meisterwerk
8-9 - sehr gut
6-7 - gut
5 - mittelmäßig
3-4 - ausreichend
1-2 - miserabel
0 - Inakzeptabel

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