Story:
Sierra
Leone zu
Zeiten
des
Bürgerkrieges
in den
90iger
Jahren:
Der
Fischer
Solomon
Vandy
kommt
mit dem
Leben
davon,
als
Rebellen
sein
Dorf
überfallen.
Er wird
von Frau
und
Kindern
getrennt
und
später
zur
Arbeit
auf dem
Diamantenfeld
verdonnert.
Dort
entdeckt
er einen
sehr
seltenen
Rohdiamanten,
den er
gerade
noch vor
den
Aufsehern
verstecken
kann
bevor
die
Regierungs-truppen
das
Lager
überfallen
und ihn
ins
Gefängnis
stecken.
Im
Gefängnis
begegnet
Solomon
dem
Schmuggler
Danny Archer,
der auf
seinen
Rohdiamanten
aufmerksam
wird. Er
schlägt
Solomon
einen
Deal
vor: Er
will ihm
dabei
helfen,
das Land
zu
durchqueren,
den
Diamanten
zu
finden
und
seine
Familie
zurückzubekommen
und als
Gegenleistung
verlangt
er einen
Anteil
der für
den
seltenen
Diamanten
ausgezahlten
Summe…
regie :
edward
zwick
cast
:
leonardo
dicaprio,
djimon
hounsou
kritik
:
gastautor
jan
kellermann
____________________________________________________________________________
Kritik:
In
Sierra
Leone
kam es
1990 zu
einem
libanesischen
Bürgerkrieg,
der
durch
Rebellenübergriffe
aus
Liberia
mit
äußerster
Brutalität
geführt
wurde.
So
wurden
Amputationen
an
großen
Teilen
der
Bevölkerung
vorgenommen
und
Kinder
zu
Soldaten
zwangsrekrutiert.
Finanziert
wurde
der
Bürgerkrieg
durch
den
illegalen
Handel
mit
Diamanten
und
konnte
erst
durch
einen
widerrufenen
Putsch
gegen
den
Präsidenten
Ahmad
Tejan
Kabbah
im Jahre
2000
durch
die
Vereinten
Nationen
und GB
beendet
werden.
Das neue
Werk von
Edward
Zwick („The
Last
Samurai“)
offenbart
uns die
Realität
der
damaligen
Krise
und
gewährt
uns
Eintritt
in eine
Welt
voller
Trauer,
Sehnsucht
und
Brutalität.
Realitätsnahe
Filme
gehören
zu dem
Erfolgsrezept
der
modernen,
hollywoodschen
Filmbranche.
Je
realer
die
Ereignisse
inszeniert
sind,
desto
stärker
weckt
der Film
die
Emotionen
bei dem
Publikum.
Es ist
erstaunlich,
wie ein
eigentlich
„erdachter“
Film so
real
wirken
kann,
der
eigentlich
aus
seinen
ausgedachten
Filmrollen,
dem
vorher
festgelegten
Drehbuch
und dem
Kameraschnitt
lebt,
aber
dennoch
wie eine
Live-Dokumentation
aus dem
wahren
Leben
wirkt,
die den
Menschen
die
Augen
öffnen
soll. „Blood
Diamond“
ist
einer
der
Filme,
die
durch
diese
Tatsache
leben
und ein
unglaublich
packendes
Erlebnis
darstellen.
Leonardo
DiCaprio
brillierte
zuletzt
in dem
Gangsterdrama
„The
Departed“
als
Spitzel
und
zeigt in
„Blood
Diamond“
erneut,
dass
seine
Schauspielkunst
nicht
von
schlechten
Eltern
ist. In
der
amerikanischen
Fassung
des
Films
hat er
seine
Sprache
einem
afrikanischen
Akzent
angeglichen,
was
wirklich
ziemlich
beeindruckend
ist und
sich
auch
ohne
Zweifel
brillant
anhört.
Seine
Dramaturgie
und sein
energisches
Handeln
im Film
sollten
ihm ohne
Zweifel
einen
Oscar
servieren,
denn so
„reif“
hat man
DiCaprio
noch nie
erlebt.
Neben
Leonardo
DiCaprio
sind
allerdings
auch
noch
Djimon
Hounsou
und
Jennifer
Connelly
im Film
zu
sehen.
Beide
spielen
ihre
Rolle
ausgezeichnet
gut.
Während
Connelly
durch
ihre
Zurückhaltung
und
Stärke
in
Dialogen
brilliert,
kann
sich
Djimon
Hounsou
mit
seinen
Gefühlsdarbietungen
und
emotionsgeladenen
Auftritten
sehen
lassen.
Schauspieltechnisch
befindet
sich der
Film
also auf
hohem
Niveau,
wie man
es
zuletzt
in
„Babel“
vorfand.
Um die
Qualität
der
Geschichte
braucht
man sich
keine
Sorgen
machen,
da sich
hier
eigentlich
direkt
an
vorhergehende,
reale
Geschehnisse
gelehnt
wird.
Jeder
historisch
interessierte
Bürger
wird
diese
„Wiederbelebung“
der
damaligen
Ereignisse
liebkosten
und den
Film
schwer
loben.
Nichts
wirkt
überdramatisiert
und
nichts
scheint
surreal
inszeniert
worden
zu sein
und
selbst
die
wirklich
knallharten
Actionszenen
können
sich
genau so
zugetragen
haben,
wie sie
in
diesem
Film
dargestellt
wurden.
Die
Intensität
der
Inszenierung
ist kaum
zu
übertreffen,
was
neben
ausgefeilten
Dialogen
und den
wirklich
guten
Schauspielern
auch an
der
wirklich
guten
Regie
und
Kamerafahrten
liegt.
Bei
Edward
Zwick
braucht
man sich
keine
Gedanken
zu
machen,
dass
seine
Filme
einen
„Lag“ an
Intensität
bezüglich
der
Emotionen
haben,
eher das
Gegenteil.
Sehr
kraftvolle
Bilder,
ein
wirklich
brillanter
Score,
keine
Fehlbesetzungen
und
wirklich
sehr
gewaltige
Schauplätze
dominieren
die
Tragkraft
des
Films.
Gefolgt
von
zügelloser
Kaltblütigkeit
wird der
paradiesische
Ort
durch
die
Rebellen
zerstört
und es
kommt
zur
radikalen
Auslöschung
der
Bewohner
dieser
Gegend.
Insbesondere
der
Punkt
„Zwangsrekrutierung“
der
Kinder
dieses
Ortes
wird
streng
aufgegriffen
und ist
eigentlich
schon zu
real,
was
einem
das Blut
in den
Adern
gefrieren
lässt.
Neben
dem
unglaublich
packenden
Plot
greift
das Ende
des
Films
noch
einmal
in das
Herz des
Menschen
hinein
und
katapultiert
Unmengen
an
Emotionen
in die
Gefühlswelt
der
Zuschauer.
Fazit:
“Blood
Diamond“
glänzt
trotz
großer
Laufzeit
durch
vielseitige
Dialoge,
kraftvolle
Aufnahmen
der
Gegend
um
Sierra
Leone
und
dessen
Bevölkerung,
der
skrupellosen
Vergangenheit
und dem
wirklich
guten
Timing
der
Actionszenen.
Es gibt
an dem
Film
wirklich
nichts
auszusetzen,
da
wirklich
jede
Szene
für sich
spricht
und man
es kaum
für
möglich
hält,
dass
sich so
eine
brutale
Realität
damals
so
zugetragen
haben
kann.
Ein
weiterer
Bonus
ist die
Tatsache,
dass der
Film in
keiner
Sekunde
langweilt,
sondern
den
Zuschauer
immer
auf Trab
hält.
Ein
Abenteuer,
ein
Bildnis,
ein
emotionales
Erlebnis.
10
/ 10
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