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Film Kritik
 
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Kritik: Bloodrayne

Story:
Im achtzehnten Jahrhundert herrscht Unruhe in Rumänien, denn eine Zunft von Vampirjägern hat es sich zum Ziel gemacht, alle Vampire inklusive ihres Königs auszurotten. Rayne ist dessen Tochter, und als das ehemalige Zirkuskind (und Halb-Vampir) sich zusammen mit den Vampirjägern auf den Weg macht, liegt eine blutige und actionreiche Reise vor ihnen...

regie :
uwe boll
cast  : kristanna lokken, michael madsen
kritik : gastautor bernd berger
 

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Kritik:
Man nehme eine der attraktivsten jungen Schauspielerinnen Hollywoods, und stecke sie mit anderen Stars in die blutige und freizügige Verfilmung eines Videogames über eine Vampiramazone;
Folgt man dem Erfolg von Blade und Underworld, so dürfte bei angemessener Behandlung eines solchen Themas ein erfolgreicher Film dabei herum kommen - wären da nicht so einige starke Mängel.

Bloodrayne hat zwar eine beachtliche Besetzung, doch von denen kann keiner ernsthaft überzeugen. Obwohl die meisten Figuren mit bekannten Schauspielern besetzt sind, erscheint nicht einer von ihnen glaubwürdig, oder charismatisch;
zu ungenau, zu albern, zu unvorbereitet wirken die meisten Dialoge. Dies wird vor allem bei einer Trainingsszene mit Kollegin Michelle Rodriguez klar, in dem sich die beiden mit entsprechenden Onelinern übertreffen wollen. "Halte deine Freunde nah, aber deine Feinde noch näher" ist nur ein Beispiel der originellen Phrasenwahl.

Die vielen Kampfsequenzen sind leider nicht wirklich spektakulär, was man geschickt durch hektischen Schnitt zu vertuschen versucht. Wenigstens bietet der Film zahlreiche Actionszenen, die zudem auch noch sehr blutig ausfallen, so das man darüber etwas hinweg sehen kann.

Ein Problem das Boll auch schon bei Alone in the Dark hatte, findet sich leider auch hier schnell wieder. Aus der simplen Grundstory versucht er mehr zu machen, als sie wert ist; es reicht z.B. nicht, das Bloodrayne sich an ihrem Vater rächen will; nein, zufällig steht dieser nämlich kurz davor, die Weltherrschaft an sich zu reißen...

Obgleich Boll für diesen Film mehr Geld zur Verfügung hatte als noch für Alone in the Dark, sieht "Rayne" definitiv schlechter aus. Die osteuropäischen Kulissen wirken einfach billig, die Kostüme wie aus einem Karnevalshop geklaut und allzu oft fragt man sich, ob hier einfach nur schlampig oder zu schnell gearbeitet wurde.

Dennoch gibt es auch gutes in Boll's Vampirfilm; die Einleitung, zum Beispiel, ist durchweg gelungen. Vom Introbild bis hin zu Rayne's erster Verwandlung sieht Bloodrayne unterhaltsam aus, erst danach driftet es ziemlich ab. Rayne's Sex-Szene dürfte einigen gut gefallen, und überhaupt ist es richtig amüsant, die verschiedenen Star-Cameos nach einander zu sehen: Meat Loaf, Ex-Titanic Star Billy Zane, Michael Paré, einzig Big Daddy David Hasselhoff fehlte als Hoffnarr, das hätte es perfekt gemacht.

Man könnte schon fast sagen, das der Film ein wenig wie eine Live-Action Show aussieht, bei der Stripper und Blutfontänen drin vorkommen. Wer etwas anderes als das erwartet, wird sich sehr enttäuscht fühlen, aber der kann es sich dann auch selbst zuschreiben. Schon vom Trailer her dürfte klar sein, das Bloodrayne kein neuer Saw oder Tarantino werden würde.

Fazit:
Wieso der Film trotz all der Menge doch noch eine recht hohe Wertung bekommt? Mängel hin und her, aber neben seines unfreiwilligen Humors hat Bloodrayne einen gewissen, merkwürdigen Charme, den man früher in Filmen wie "American Fighter" oder "Street Fighter" finden konnte. Solche muss es geben, und Bloodrayne reiht sich da bestens ein.

3,5
/ 10



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