Story:
Der kleine Hund Bolt ist Serienstar einer beliebten TV-Serie. Folge für Folge
setzt er spektakuläre Superkräfte ein, weiß aber nicht, dass das alles nicht
real ist. Als eines Tages ein Dreh einer Folge mit einem Cliffhanger endet,
denkt er, dass sein Frauchen wirklich entführt wurde... zusammen mit Katze
Mittens und Hamster Dino findet er sich also bald in New York wieder, auf der
Suche nach seinem Schicksal...
regie :
byron howard
cast :
john travolta, miley cyrus
kritik :
marvin traber
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Kritik:
Bolt ist ein sehr
unterhaltsamer und lustiger Film für Groß und Klein und einer der besten Disneys
seit Jahren.
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"Gott verdammt, wieder diese Wer-Tauben!"
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Bolt's größte Stärke ist - wie so
oft bei den animierten Filmen - die umwerfende Optik. Auch wenn Bolts Umgebung
sehr cartoonhaft ausfällt und eher an die alten Donald Duck-Cartoons und nicht
so sehr an die letzten Pixars erinnert, so sind diese sagenhaft gut designt und
animiert. Das kommt besonders in der 3D-Fassung (läuft in ausgewählten Kinos)
sehr zur Geltung, da die virtuellen Sets einfach wunderschön und detailreich
gestaltet sind und durch die künstliche Tiefe noch stärker wirken.
Die Actionszenen wurden souverän gemeistert: die Momente in der TV-Serie selbst,
die sehr im Zeichen von Jerry Bruckheimer und Michael Bay stehen, sehen nicht
nur toll aus, sondern wirken zum Glück auch nie albern. Hier
hat man sich
wirklich an die typischen Action-Klischees gehalten; Kameraeinstellungen und
Schnitte wurden perfekt von den "Großen" übernommen. Gerade in Szenen wie diesen
liegt auch die Stärke von Bolt:
sie sehen nicht nur umwerfend gut aus, sondern sorgen auch für ordentlich
Unterhaltung mit viel Spektakel. Die Regie ist rundum gelungen.
Was man nicht erwarten sollte, ist eine ausgeklügelte Story. Natürlich ist Bolt
in erster Linie ein Film für Kinder, doch wie Pixar zuletzt mit Ratatouille und
Wall-E mal wieder aussagekräftig unter Beweis stellte, kann man ja mit einer
etwas originelleren Story mehr als nur Kinder ansprechen; in Bolt trifft das
leider nicht ganz zu. Zwar richtig süß, knuddelig und sympathisch, ist Bolt für
eine Hauptfigur aber eindeutig zu schwach, zu uninteressant.
Die Nebenfiguren - eine humorvolle Katze mit Pate-Hommage und ein abgedrehter
Hamster, der Bolt-Fan ist - sind schon besser und sorgen für einen Lacher nach
dem anderen. Es gibt sogar Tauben, die fast genau so gut eingesetzt werden wie
die Möwen in Findet Nemo. Alles in allem sorgen sie für eine richtig lustige
Geschichte, auch wenn man sich mehr gute Szenen von Bolt selbst gewünscht hätte.
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"Ts, Ratten, Roboter, Autos. Hunde und
Kampfhubschrauber sind viel toller."
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Bei emotionalen Szenen schwächelt
der Film leider auch, da man diese schon 1000-mal in anderen Filmen genau so
gesehen hat und sie klischeehafter nicht hätten werden könnten. Bis auf eine
Ausnahme kann sich aber die Filmmusik hören lassen: die Bandbreite reicht vom
temporeichen, Bruckheimer-typischen Actionklamotten bis hin zu emotionaleren
Stücken. Vielleicht nicht so gut wie die letzten von Pixar, aber wirklich okay.
Ein großes Lob gilt außerdem den Synchronsprechern, die bei Animationsfilmen
immer sehr wichtig sind: Christian Tramitz, der bei Findet Nemo und Cars schon
einen tollen Job hinlegte, tut es hier gleich und passt perfekt, auch Dino, der
von Axel Stein überraschend gut gesprochen wird. Ein großes Lob geht auch an
Axel Malzacher, der hier als schmieriger Agent des Frauchen eine gewohnt
grandiose Arbeit abliefert.
Fazit:
Keine Frage: Bolt ist überraschend gut und Disneys bester Trickfilm seit Jahren.
Auch wenn es an manchen Stellen hakt, ist Bolt einfach spaßige, tempo- und
actionreiche Unterhaltung, die sowohl Jung und Alt gefallen dürfte. Hoffentlich
löst sie eine neue Erfolgswelle und einen Aufwärtstrend bei den
Disney-Animationsfilmen aus, damit DreamWorks und Pixar nicht allein bleiben.
7,5 / 10
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