Story:
Borat
Sagdijev
ist
Fernsehreporter,
stolzer
Kasache
und
überglücklich:
Voller
Elan
fliegt
er mit
zwei
Kollegen
in die
Vereinigten
Staaten,
um dort
eine
Dokumentation
über das
Zusammentreffen
der
Kulturen
zu
drehen.
Unterwegs
verliebt
er sich
auch
noch in
Ex-Baywatch
Star
Pamela
Anderson,
und
lässt
nichts
unversucht,
sie
endlich
persönlich
kennenzulernen.
Was
niemand
weiß:
Borat
ist in
Wirklichkeit
ein
britischer
Comedian.
regie :
larry
charles
cast
:
sacha
baron
cohen
kritik
:
christian
mester
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Kritik:
Obwohl
Borat
einzig
und
allein
als
witzige
Komödie
voller
Unfug
beworben
wird,
steckt
hinter
Cohen's
neuem
Film
doch
weit
mehr als
reine
Comedy.
Borat
ist eine
von drei
Fernsehrollen,
mit
denen
Comedian
Sacha
Cohen
zuhause
in
England
berühmt
wurde.
Ähnlich
wie
Bully
mit
seinem
Schuh
des
Manitu,
schickt
er seine
Figur
nun auch
auf die
große
Leinwand,
bei der
sogar
eine
waschechte
(aber
dünn)
gestrickte
Abenteuerstory
nicht
fehlen
darf.
Cohen's
ersten
Kinofilm
"Ali G
Indahouse"
könnte
man
dabei
noch gut
mit
Bully's
Manitu
vergleichen.
Viel
Slapstick,
Sketche
und ein
typisch
lustiges
Auftreten
sorgten
für den
ein oder
anderen
Lacher,
die aber
allesamt
eindimensional
blieben.
Niemand
ging
nachdenklich
aus dem
Film,
ein
jeder
lachte
über die
Gags und
beließ
es
dabei.
Bei
"Borat"
wird das
für
viele
anders
ausfallen,
denn
auch
wenn der
Film ein
paar
lustige
Szenen
bietet,
ist er
keine
verrückte Komödie
wie etwa
Austin
Powers,
oder
Happy
Gilmore.
Um das
zu
erklären,
gehen
wir doch
einmal
näher
auf die
Figur
Borat
ein.
Borat
ist ein
netter
Mann,
der aus
einer
scheinbar
sehr
primitiven
Welt
kommt
und
grundsätzlich
fast
jeden
mag. Er
hat
jedoch
gewisse
Ansichten,
die bei
seinem
Gegenüber
für
Skandale
sorgen.
Zum
Beispiel
läuft er
mit dem
Verständnis
herum,
dass
Frauen
weniger
wert
seien,
oder
dass
Inszest
vollkommen
legitim
ist. Er
kennt
keine
Toiletten,
hat kein
Schamgefühl
und
versteckt
seine
Meinung
auch
nicht.
Der
beste
(und
größte)
Teil des
Films
besteht
nun aus
Szenen,
in denen
die
Leute
auf
Borat
reagieren.
Und wie
sie
reagieren.
Leute
drohen
ihm mit
Gewalt,
als er
sie zur
Begrüßung
auf die
Wange
küssen
will.
Ein
Autoverkäufer
erklärt
ihm, wie
er mit
seinem
Wagen am
besten
Kinder
überfahren
kann.
Bei
einem
Rodeo-Wettbewerb
begeistert
er das
Publikum
für
Kindermord
im Irak.
Ein
Cowboy
stimmt
dafür,
dass man
Homosexuelle
aufknüpfen
sollte.
Bei
einem
Dinner
mit
wohlhabenden
schmeißen
sie ihn
raus,
nachdem
er als
Gast
eine
Prostituierte
einlädt.
Ein paar
Studenten
freuen
sich
darüber,
dass
Stars
wie
Pamela
Anderson
keine
Privatssphäre
mehr
haben.
Bei
seiner
gesamten
Tour
sieht
man
Cohen
einige
Male an,
dass
selbst
er
überrascht
ist, als
einige
Befragte
erschreckende
Antworten
geben.
Als
gefälschter
Trottel
unterwegs,
erscheinen
so seine
eigentlich
normalen
Alltagsleute
als die
wahren
Trottel.
Diese
Szenen
sorgen
im
nachinein
für
Nachdenklichkeit,
denn sie
stellen
durch
ihre
realen
Umstände
einen
guten
Spiegel
der
Gesellschaft
dar.
Der Film
ist
jedoch
nicht
speziell
anti-amerikanisch,
was man
auf den
ersten
Blick
denken
könnte,
sondern
kritisiert
eher
allgemein
Vorurteile
unserer
Gesellscahft.
Wenn
Borat
stolz
über
Armut
und
Inszest
im nahen
Osten
erzählt,
dann tut
er das
nicht,
um sich
über sie
lustig
zu
machen.
Er macht
darauf
aufmerksam
und
kritisiert,
dass es
den
meisten
völlig
egal
ist.
Es gibt
eine
kurze
Stelle
im Film,
die
allerdings
vollkommen
heraus
sticht
und sehr
stark an
Jackass
erinnern
wird.
Borat
kommt
aus dem
Bad, und
fängt an
sich mit
seinem
Assistenten
zu
prügeln
- und
zwar
nackt.
Nach
einer
absolut
bizarren
Wrestlingszene
im
Hotelzimmer
jagen
die
beiden
schließlich
durch
das
Hotel,
bis sie
mitten
in eine
wichtige
Besprechung
platzen.
Wenn man
über
kruden
Humor
lachen
kann,
wird man
die
Stelle
lieben,
andere
werden
sie
jedoch
für arg
geschmacklos
halten.
Über den
Rest
gibt es
nicht
viel zu
berichten.
Ganz dem
Thema
angepasst,
sieht
der Film
aus wie
eine
billige
Dokumentation
und hat
seine
Schwächen,
wenn
gerade
nichts
passiert.
Wenn
Borat
seiner
Liebe
hinterher
trauert
oder in
der
Laufzeit
von
weniger
als 90
Minuten
öfters
verträumt
durch
die
Landschaft
schaut,
bleibt
die wage
Vermutung,
dass
etwas
mehr
lustiges
Material
nicht
geschadet
hätte.
Fazit:
Als
Komödie
ist
Borat
ein
mittelmäßiger
Film mit
nur
wenigen
wirklich
lustigen
Stellen;
der
nachdenkliche
Part
jedoch
verleiht
der
Pseudodokumentation
ungeahnte
Tiefe,
sofern
man sich
damit
befassen
kann.
7
/ 10
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