Story:
Ray
(Colin Farrell) hat gerade seinen ersten Job als Attentäter vermasselt. Aus
Versehen hat er neben seinem Ziel auch noch ein Kind erwischt, was ihm nun
schwer auf der Seele liegt. Weil sein Boss (Ralph Fiennes) keine Fehler duldet,
gibt er seinen Kumpan Ken (Brendan Gleeson) den Auftrag, Ray bei Gelegenheit zu
erledigen...
regie :
roger donaldson
cast :
colin farrell, brendan gleeson
kritik :
christian mester
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Kritik:
"Brügge sehen und
sterben" ist ein ebenso guter wie ungewöhnlicher Film, der
vor allem durch einen erstklassigen Colin Farrell funktioniert.
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"Du hast Alexander gesehen? Also warst du das."
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Der Film ist deswegen
ungewöhnlich, weil er in seiner Machart ungewohnte Wege geht. Statt linear als
Thriller oder Drama zu fungieren, wechselt er immer wieder die Genres und ist
mal berührend, mal spannend und des öfteren auch ziemlich lustig.
Er lebt komplett von seinen beiden Darstellern Farrell und Gleeson, die sich
perfekt die Klinke in die Hand geben. Farrell spielt seine Figur als verletzten,
frustrierten, aber auch dreisten Kerl, der sich auch mal in einer Kneipe mit
Frauen schlägt. Weil er so schräg ist, kommt es immer wieder zu vielen amüsanten
Szenen, die im Gegensatz zu Gleeson stecken. Dessen Charakter ist ein alter
Profi, der seinen Auftrag schon ahnt und ein wenig traurig darüber ist, weil er
den Jungspund eigentlich mag. Mit seiner ruhigen, unbekümmerten Art geht er
Farrell gehörig auf die Nerven, der Brügge als Stadt nicht ausstehen kann.
Bis er sich in eine Ortsansässige verguckt. Was folgt, ist eine überaus schräge
und lustige Geschichte mit einer Filmcrew, einem Kleinwüchsigen und später auch
Rays Boss, die immer wieder das Genre ändert, dabei aber nie den Faden verliert.
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"Also mein Lieblings-Fiennes ist ja Joseph."
"Wie jetzt?"
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Was den Streifen vor einer
wirklich höheren Wertung bewahrt, ist die Tatsache, dass er über einige Strecken
teilweise zäh wird. Gerade der Anfang ist etwas gewöhnungsbedürfig und braucht
einige Zeit, bis man drin ist. Eine etwas kürzere Laufzeit und ein knapperer Schnitt hätten
Brügge wesentlich besser getan.
Auch der Soundtrack hätte eine eigene Note besser setzen können.
Klasse ist jedoch das Ende: genau so liebevoll schräg und interessant wie der
Film verläuft, so bringt es das blutige und recht offene Ende passend auf den
Punkt.
Fazit:
Brügge sehen und sterben lebt von starken Figuren, von einem erstklassigen Colin
Farrell und seiner ganz speziellen Eigenart, mal anders zu sein.
7,5 / 10
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