Story:
Fünf Freunde machen sich auf,
in einer abgelegenen Waldhütte weitab von zuhause ein wenig zu feiern. Auf dem
Weg dorthin lernen sie einen echten Redneck kennen, dessen verrückter Sohn nur
"Pfannkuchen" sagt und fremden Leuten in die Hände beisst. Vom Schreck erholt
fahren sie weiter und kommen schließlich bei der Hütte an, die auf den ersten
Blick ganz schick aussieht.
Nach ein wenig Sex und jeder Menge Alkohol sitzen sie abends zusammen, als
plötzlich ein blut-überströmter Fremder ankommt und sie um Hilfe bittet. Als
dieser jedoch zu nahe kommt, schlagen sie ihn zusammen, worauf er eine von ihnen
anspuckt. Schon nach kurzer Zeit geht es ihr schlecht, und aus Angst sich
anzustecken, sperren sie sie in eine abgelegene Holzhütte. Jetzt geht es richtig
los, denn nacheinander infizieren sich immer mehr, ohne zu wissen wie, und der
erste Streit fängt an. Wie kommen sie wieder daraus? Wem kann man noch trauen?
Wer ist schon infiziert und wer noch nicht? Mit fortlaufender Zeit wird es immer
blutiger...
regie :
eli roth
cast :
cerina vincent
kritik :
bernd berger
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Kritik:
Bei meinem ersten Schauen des Films,
damals auf dem Fantasy Filmfest, konnte ich nicht wirklich viel mit Cabin Fever
anfangen - wahrscheinlich, weil ich was ganz anderes erwartet habe. Erst jetzt
auf DVD habe ich den Film ins Herz geschlossen, als das was er ist: ein
origineller Horrorshocker mit guten Figuren.
Roth's Regie ist klasse, und es finden sich mit Leichtigkeit viele Hommagen auf
andere Klassiker, wie zb der berühmte "Hintern" Kameraschwenk aus dem Texas
Chainsaw Massacre. Die Darsteller, darunter die Nackte aus Nicht noch ein Teenie
Film und der Grinser aus American Pie 1, mögen zwar eine merkwürdige
schauspielerische Vergangenheit haben, doch hier überzeugen sie als die
verzweifelte Gruppe Jugendlicher, die in Bedrängnis geraten und sich dann
gegenseitig anfeinden.
An vielen Stellen ist der Film ziemlich lustig, zum Beispiel wenn man sieht, das
der "Nigger" schimpfende Redneck aus dem Laden eigentlich ein guter Kumpel
dreier Schwarzer ist, und dann mit ihnen tanzt und rappt. Oder der verrückte
Junge mit den "Pfannkuchen" - noch lange nach dem Film wird der als Insidergag
durch so manche Büros zu hören sein.
Dann wiederum ist er auch ganz schön blutig, wenn der Virus langsam ansetzt und
die Kids sich immer mehr infizieren. Später gibt es auch noch Ärger mit den
Rednecks, das sogar die Cops einschreiten müssen. Blut fließt hier im Film
literweise, auch wenn es nie wirklich in Splatter ausartet. Schön atmosphärisch
ist das ganze mit guter Musik untermalt, die schön leise im Hintergrund agiert
und dem ganzen das passende Feeling gibt.
Letztendlich kann ich also sagen, das Film für Horrorfans eine gute Empfehlung
ist - also zuschlagen. Infos zu DVD:
Audiokommentare - Da gibt es jede Menge von. Regisseur, Autor und
Nebendarsteller Eli Roth hat insgesamt 5 Stück auf die DVD gepackt, die allesamt
mit Roth und anderen Crewmitgliedern aufgenommen worden sind. Wer Roth bereits
im TV gesehen hat, weiss, das er ein ziemlich sympathischer Horrorfreak ist, der
mit viel Freude von seinem Film spricht. Demzufolge sind alle Audiokommentare
ziemlich amüsant gehalten und verraten viele interessante Facts über die
Dreharbeiten. Allerdings glaube ich, das nur wirkliche Hardcorefans 5 mal den
Film schauen, nur um alle Kommentare gehört zu haben - für die lohnt es dann
aber.
Rotten Fruits - So heisst eine kleine Animationsreihe, die Roth vor dem Film
gemacht hat. In 3 Episoden sehen wir hier die SouthPark-ähnlichen Abenteuer
einer Rockband, die nur aus obszönen Früchten besteht. Wer SouthPark mag, der
wird die Rotten Fruits auch mögen.
Interview Eli Roth - Hier gibt es noch mal ein Interview, das Roth extra für
deutsche Fans in Frankfurt geführt hat. Er spricht viel über die Dreharbeiten,
seine Einflüsse und erwähnt auch neue kommende Projekte. Wer hätte zb gedacht,
das er an der Website von David Lynch mitgearbeitet hat?
Introduction - Vor dem Film gibt es eine kleine Einleitung, bei der Eli Roth
sich kurz vorstellt und den Film einleitet. Nettes Schmankerl.
Making Of - In dem recht ausführlichen Making Of kommen alle Hauptdarsteller mal
kurz zu Wort, es gibt viele Eindrücke von den Dreharbeiten, einige lustige
Szenen und natürlich auch die üblichen gegenseitigen Lobpreisungen der
Darsteller - die man hier allerdings wirklich abkauft. Man sieht, das die Truppe
großen Spaß am Set hatte, und alle wirken sehr begeistert. Ziemlich gut das
Making of, da es nicht aussieht wie eine Promoaktion, sondern wie ein
ernstgemeintes Feature.
Family Version - In diesem lustigen Feature gibt es die "familienfreundliche"
Fassung von Cabin Fever zu sehen, eine klare Parodie an die Zensurbehörde. Kurz,
aber lustig.
Pancakes - Dieses Feature ist ziemlich krass. In zwei mit Musik unterlegten
Videos zeigt der kleine Junge aus dem Film, wie man mit Stock und Ninjaschwert
kämpfen kann. Zwar recht eindrucksvoll, aber man fragt sich danach - was zum
Teufel sollte das??
Trailer - Erklärt sich wohl selbst, denke ich.
Naked News - Noch so ein merkwürdiges Feature. Der Film wird zweimal
vorgestellt, einmal von einer nackten Frau, einmal von einem nackten Mann.
Super.
Fazit:
Damals im Kino hat mir
Cabin Fever nicht sonderlich gefallen, doch jetzt auf dem zweiten (.. und
sechsten) Blick habe ich den Film echt ins Herz geschlossen. Die schöne Hommage,
die guten Figuren, die irren Einfälle - den Film muss man einfach mögen. Die
sehr originelle Idee mit dem fleischfressendem Virus tut ihr übriges, und
spätestens bei dem genialen DVD Paket muss man als Horrorfan zuschlagen. Als Fan
von Audiokommentaren hat es mich besonders erfreut, das hier sogar 5 bei sind,
und auch die Extras der zweiten DVD sind sehr gut gelungen. Also ?
Kaupfempfehlung!
07 / 10
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