Story:
Truman Capote (Philip Seymour Hoffman) ist ein genialer Schriftsteller, der sich trotz schwacher Stimme und exzentrischem Auftretens ernomes Ansehen und hohen Respekt
in der
New
Yorker
High-Society erarbeitet hat.
Eines Tages liest er von einem grausamen Doppelmord und reist zum Ort des Geschehens. Eigentlich nur gekommen, um Inspiration für einen Artikel zu sammeln, findet sich Capote bald in einem großen Zwiespalt wieder - noch während er die Tat als grandioses Buch niederschreibt, lernt er die wahren Killer näher kennen.
regie :
bennett
miller
cast
:
philipp
seymour
hoffman,
catherine
keener
kritik
:
christian
mester
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Kritik:
Keine Frage - den Oscar für die beste Hauptrolle hat sich Philip Seymour Hoffman zweifellos verdient. Die Art, wie er den schrägen Schriftsteller ins Leben ruft, komplett mit näsiger Stimme und fragiler Bewegung, ist einfach brilliant umgesetzt. Eine schwierige Rolle, mit der Hoffman zu berühren weiss.
Der Film ist übrigens keine Biografie, die eine Lebensgeschichte erzählt oder gar versucht zu erklären, wieso Capote so war wie er war. Stattdessen greift der Film eine Zeitspanne von etwa 5 Jahren auf, in denen er den Autor beim Schreiben seines Romans "Kaltblütig" zeigt.
Hoffman zeigt ihn als merkwürdigen Menschen, der neben seiner Muse Harper Lee und seinem Lebenspartner kaum echte Freunde hat. Zwar geliebt von der Presse, ist Capote ein innerliches Wrack, das immer noch auf der Suche nach sich selbst zu sein scheint.
In kühlen Bildern schildert Bennett Miller das Geschehen in dem Capote aufs Land fährt und schließlich vor einem Gefühls-Chaos steht. Zwischen Faszination, Mitleid und Anziehung unterhält er sich mit Killer Perry. Dies stellt ihn vor eine schlimme Erkenntnis - er will nicht, dass Perry stirbt, aber er muss ihn sterben sehen, damit seine Geschichte sein großes Finale kriegt.
Getragen von einem subtilen Score und herrlich unspektakulären Bildern, läuft der sehr ruhige Film auf ein berührendes bitteres Ende zu, welches den Zuschauer nachdenklich macht. Dank des sehr anspruchsvoll geschriebenem Drehbuchs verliert man sich immer weiter in tragische Welt des Truman Capote.
Ein
wundervoll
gespieltes
Drama,
das eine
ebenso
merkwürdig
wie
interessante
wahre
Geschichte
erzählt.
7.5
/ 10
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