Story:
Terror im Schminklabor: als
Patience (Halle Berry) aus Zufall entdeckt, dass
die neue Bügeleisencreme für den weiblichen Gesichtsschinken steinharte und dann
tödliche Ausmaße haben kann, wird sie kurzerhand befördert: als Leiche nach
draußen ins Abwasser.
Von mystischen CGI-Superkatzen wiederbelebt, kehrt Patience aber schnurrrstracks
zurück, angelt sich Lou Diamond Philipps' Klonbruder
Benjamin Bratt und macht sich dann im hautengen S&M-Outfit auf, mit
Peitsche und Gummiohren Strolche und Sharon Stone zu verhauen...
regie :
pitof
cast :
halle berry, benjamin bratt, sharon stone
kritik :
christian mester
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Kritik:
Niemand,
ausnahmslos niemand am Set kann den Film jemals ernsthaft ernst genommen haben.
Hoffentlich.
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"Bleib liegen!"
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Mal davon abgesehen, dass Halle
Berry seit 2001 (Monster's Ball) keinen wirklich guten Film mehr gemacht hat und
ihre 10 Millionen Dollar Gage für
jeden X-Men eine Frechheit ist (erstens passt sie nicht in die Rolle, zweitens
kriegt sie eh nichts zu tun und drittens sollte man ihr Gehalt besser in mehr
Szenen von Mystique und Sentinels stecken), so kann man nicht ignorieren, dass
Halle eine tolle Persönlichkeit ist.
Nett, lustig und offen war sie sogar eine der wenigen, die sich ihre goldene
Himbeere 2004 für die schlechteste Hauptrolle (Catwoman) im schlechtesten Film
(Catwoman) vom schlechtesten Regisseur (Catwoman) abholte. Damit bewies sie
Eigenhumor, aber was sie geritten hat in dem Ding überhaupt erst mitzuspielen bleibt
fraglich.
Keine Frage, Halle ist mit Sicherheit einer der attraktivsten Frauen Hollywoods
(die 42 glaubt man ihr nicht), aber auch wenn sie das idiotische Stripperkostüm
mit tollen Beinen und schicker Oberweite prächtig ausfüllt, bleibt die dezente
Erkenntnis, dass nur eine Schwachsinnige so etwas anziehen würde. Das wär ja
noch nicht das schlimmste, dann schnurrt und faucht Halle ja noch wirklich im
Film, und was bei Michelle in Batman 2 noch anregend wirkte, ist hier so
abweisend, dass man ihr am liebsten sofort eine von den Jacken anziehen will,
die man nur hinten zumachen kann. Besonders schlimm ist, dass später im Film
versucht wird, in jedem Satz eine Anspielung auf Katzen zu bringen.
Alles, wirklich alles ist Blödsinn in Catwoman. Die Story, die Gegner (Sharon
Stone spielt eine Frau, deren Haut dank Superschminke steinhart wird, und der
Merowinger aus Le Matrikse Deux muss eine Wette verloren haben, anders lässt
sich sein Auftritt als schmieriger... Merowinger nicht erklären), die Figuren, die Story, die Action und die
Story - alles Quatsch.
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Zumindest die Nebenrollen waren gut besetzt.
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Niemand kauft Halle die kleine
Computermaus ab, die zufällig die Traummodelfigur einer Athletin hat, und auch
wenn Halle sehr sportlich ist, ist es nicht übersehbar, dass sie in den
katzenstreu-schlechten Actionszenen fast die meiste Zeit von einer digitalen
Stuntfrau ersetzt wird (die sich wie einem PSX-Game bewegt). In einer der besten
Szenen des Films stürmt Patience (auf dt.: "Geduld") eine Rockparty beim
Nachbarn und zerstört kurzerhand die Anlage. Nach etwas Faucherei lässt man sie
unbehelligt abziehen, weil sie so... angsteinflößend war. Aber gut, bei einer
Irren, die auf eine Box springt und sich wie eine Katze verhält, ruft man besser
den Tierschutz.
Keine Ahnung, ob Regisseur Pitof beim Budget so knapp geknausert hat, dass es zu
keinem Nachnamen mehr reichte, aber die Effekte im ganzen Film sind wirklich
mehr als unfertig. Vor allem die künstlichen Katzen sehen alles andere als echt
aus und der Showdown mit Betonface ist eindeutig ein schlechter Scherz.
Nicht, das man schon mit hirnbefreiter Mammutaction auf dem - jetzt kommts -
Catwalk genug gelitten hätte, wird dem Film auch noch eine plausible Erklärung
mitgeliefert, wieso und überhaupt und wie und warum und warum es ein Sequel zu
Batmans Rückkehr sein kann: weil es mystische CGI-Superkatzen schon seit
Ewigkeiten gibt und sie hin und wieder eine Nerdmaus mit Brille aussuchen, die
dann im Stripperkostüm Katzen nachmacht und sich wie ein aufgeschreckter Hamster
ohne Rad fortbewegt. Yep.
Wenn man wirklich, wirklich angestrengt mit der Lupe nach Katzenhaaren und
Pluspunkten für den Film sucht (neben Halle's Figur, selbst schauspielerisch
verbockt sie Catwoman), und man echt alles andere verzeiht, bleibt das
Trostargument, dass der Film zumindest flott ist und keine Längen hat. Und das
es in diesem Sonnensystem tatsächlich noch schlechtere Filme als Catwoman gibt.
Fazit:
"Catwoman" ist ein knallharter Schminke-/Katzen-/Stripper-Actionthriller, der sich
nach getaner Arbeit zurücklehnen und purrrrfect sagen kann. In seinen Träumen.
2 / 10
10 -
Meisterwerk
8-9 -
sehr gut
6-7 -
gut
5 -
mittelmäßig
3-4 -
ausreichend
1-2 -
miserabel
0 -
Inakzeptabel
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