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Kritik: Das Comeback
Sehr fesselndes, warmherziges Meisterwerk, dass durch seine grandiosen Schauspieler und die erstklassige Regie großer Oscar-Favorit werden wird.

Das Comeback
cast.
  russell crowe, renee zellweger
regie. ron howard
kritik. chris jigsaw

Inhalt
James Braddock ist ein guter Arbeiter, der in seiner Freizeit als Boxer kämpft und äußerst erfolgreich ist. Mit der Zeit der großen Depression verliert er jedoch alles und sieht das Leben seiner Familie zugrunde gehen. Ohne Chance auf Jobs und weiterkommen lebt er das Leben eines Bettlers, bis er eines Tages erneut eine Chance bekommt - er soll als Punchingball für einen Showkampf herhalten, doch der mittlerweile alte und untrainierte Braddock gewinnt zur Überraschung aller, worauf sich ein Siegeszug entwickelt, der seinesgleichen sucht....


Kritik - Die guten Sachen
Wer meint, "Das Comeback" sei einer von diesen typischen Boxerfilm, der hat zum Teil recht. Wie schon so oft ist es die Geschichte eines Nobodys, der durch Glück noch eine Chance bekommt und über sich hinaus wächst, bis er sich seiner ultimativen Herausforderung stellen muss.

Als solches ist er brillant, denn obwohl man es nicht meinen sollte, sind die (vielen) Boxszenen nicht nur überraschen lang, sondern auch verdammt packend inszeniert. Ron Howard versteht es erstklassig, die harten Fights gekonnt und realistisch rüber zu bringen, so dass man bei jedem Treffer des Gegners auf die Unterlippe beißt und sich bei jedem gelungenem Hit Braddocks freut. Crowe ist großartig, und er sieht glücklicherweise einmal nicht aus wie die typischen Kämpfer aus Boxerkämpfen - ein Mr Body ala Stallone ist also nicht zu erwarten.

Doch besonders stark ist der Film nicht durch seine Szenen im Ring, sondern durch die da draußen. Wenn er trotz gebrochener Hand Säcke schleppt, nach und nach alles verliert und später sogar seine Freunde um Geld flehen muss, wenn sein scheinbar reicher Freund doch nur in einer leeren Wohnung lebt und Braddocks Kinder heimlich beim Boxen zuhören, dann ist es genau das, wofür Hollywood eigentlich mal stand - ganz großes Klassekino, das abseits von starkem Kitsch und auf Oscars eingeschossene Dialoge durch tolles Schauspiel und berührende Geschichten überzeugt.

Schauspielerisch einfach ideal besetzt, und es gibt keine Frage, dass dieser Film bei den nächsten Oscars groß nominiert wird - zu recht.


Kritik - Die schlechten Sachen

Das Comeback ist in der ersten halben Stunde etwas schleppend und will nicht richtig in Fahrt kommen, doch spätestens nach dem ersten Comeback Kampf kann man darüber hinweg sehen. Auch die Musik ist im ersten Abschnitt schwach, bessert sich dann jedoch schnell.


Sehr bewegende Verfilmung einer bewegenden Lebensgeschichte.

 

Wertung: 8 | 10

 
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