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Film Kritik
 
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Kritik: Crank

Story:
Chev Chelios ("Transporter" -Star Jason Statham) hat ein Problem. Der Profi-Killer will seinen Job an den Nagel hängen und aussteigen. Bei seiner letzten Mission kneift er und wird von seinem Auftragsgeber vergiftet. Ein Gift, dessen unaufhaltsam eintretender Tod nur durch Unmengen an Adrenalin hinausgezögert werden kann. Lange genug eben, um die Mörder aufzuspüren und sich an ihnen zu rächen...

regie :
mark neveldine, brian taylor
cast  : jason statham, amy smart
kritik : frederic garz
 

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Vorwort:
Der knallharte und tollkühne Actionstar Jason Statham ist zurück. Nach den beiden explosiven Actionkrachern "Transporter 1+2",
in denen er eindrucksvoll seine Martial Arts Kampfkünste an den Tag legte und fulminante Verfolgungsjagden zelebrierte, folgt mit "Crank" sein bis dato härtester und kompromisslosester Actionstreifen der ihm endlich den erhofften Durchbruch verschaffen soll.

Zwischendurch sah man ihn als wortkargen Entführer in "Final Call", neben Wesley Snipes im DTV- Flick "Chaos" oder an der Seite von Hollywood-Beauty Jessica Biel im Drama "London". Doch so richtig wohl fühlt sich der Nachfolger von Seagal, Schwarzenegger und Co doch als Actionheld, auch wenn er bis dato steht's den selben wortkargen Charakter spielte. Doch dies sollte sich in "Crank" von den beiden Regisseuren Mark Neveldine und Brian Taylor nun auf einen Schlag ändern.

Vorbei sind die Zeiten des braven Chauffeurs, der ohne eine Mime zu verziehen Leute umnietet oder kleine Jungs von Punkt A nach B fährt. Der neue Jason Statham macht endlich Schluss mit Lustig, vorbei sind die PG-13 Filmchen, Statham macht da weiter, wo Schwarzenegger und Co Anfang der 90er Jahre aufhörten: hart, kompromisslos und immer ein lockerer Spruch auf den Lippen.

Kritik:
Von der Idee her weitestgehend simpel setzt das Regie Duo Neveldine und Taylor eine einfallsreiche Story actionreich und furios in Szene. Im Mittelpunkt steht Jason Statham, ein Ex-Profikiller der aussteigen will und dabei tödlich vergiftet wird. Seine einzige Chance die Gangster zur Rechenschaft zu ziehen: permanente Adrenalinzufuhr, komme was wolle. Man verfolgt Statham auf einem furiosen Adrenalin-Trip der nie zur Ruhe kommen will.

Statham spielt einen charmanten, coolen und zuweilen lässigen Actionheld, der sichtbar gefallen an seiner Rolle hatte. Was gibt es auch schöneres als für einen kommenden Actionhelden eine Rolle zu verkörpern, die ständig unter Adrenalinzufuhr steht und wirklich alles dransetzt, nicht zur Ruhe zu kommen. Eine Paraderolle möchte man meinen und so kämpft, schlägt, prügelt, schießt, tötet und mordet sich Statham durch ein brutales Blutbad der Actionsuperlative.

Alles was man bisher von Statham vermisste, die coolen Sprüche (so genannte Oneliner), knüppelharte Martial Arts Action mit ordentlich Blut und gewalttätigen Knochenbrüchen sowie die lange Zeit versteckte Persönlichkeit, treten nun zum Vorschein. Wie haben wir die trockenen Macho-Sprüche der 80er und 90er Jahre vermisst, die kompromisslose und bisweilen blutrünstigen Rachefeldzüge der vergangenen Jahrzehnte. "Crank" ist endlich der von vielen Actionfans lang ersehnte knallharte Actionstreifen der all die knallbunten Comicverfilmungen, langweiligen Spielverfilmungen und blassen Horror-Remakes im Schatten stehen lässt.

Was ist gefährlicher als ein Transporter dessen Haus in die Luft gesprengt wurde? Genau, ein Statham als Profikiller, dem eine Giftspritze injiziert wurde und - vorausgesetzt es ist genügend Adrenalin verfügbar - der Zeit genug hat, um einen äußerst brutalen Rachefeldzug gegen seine Peiniger zu vollführen. Und Statham blüht gerade so auf in dieser kompromisslosen Rolle. Ein knapp 90-minütiger Non-Stop Actionknaller der die Bezeichnung "Non-Stop-Action" wahrlich neu definiert.

Ein Strudel, besser, ein Orkan aus reißerischer Optik und ein nie enden wollender blutiger Showdown. Dieser Film ist ein einziger großer Racheshowdown mit einer grellen Optik, steht's leicht verwackelter Kamera, unglaublich abgedrehter Kameraperspektiven, passenden Slow-Motion-Einsätzen und teils verfälschten Farben die einmal mehr dem Film die Krone aufsetzten. Eine schnörkellose Inszenierung, kalt und knallhart von Anfang bis Ende die keine Zeit für eine Verschnaufpause zulässt. Dieser Film nimmt einen mit auf einen Actiontrip der Extraklasse den man so schnell nicht vergessen wird.

Vergesst die überzogenen und unrealistischen Drahtseilakte vieler Actionstars, sündhaftteure Computereffekte und wirklichkeitsfremde Charaktere die außer ihrem Aussehen nichts zu bieten haben. "Crank" ist ein klassischer Old-School-Actioner der ohne oben genannten Hokuspokus auskommt und lieber auf perfekt inszenierte handgemachte Action Marke Michael Bay setzt, wenn auch das Budget nicht für Bay-mäßig große Stunts reichte. Aber das ist nicht sonderlich schlimm, vielmehr passen die vielen kleinen und trotzdem atemberaubenden Stunts viel besser zu dieser etwas kleiner angelegten Produktion, welche aber von Anfang an Vollgas gibt.

Zu den vielen waghalsigen, einfallsreichen und perfekt inszenierten Stunts zählen unter anderem brutale Martial Arts Fights, eine halsbrecherische Verfolgungsjagd, blutige Schießereien, eine waghalsige Helikopterszene sowie diverse kleinere Ereignisse die nun den Rahmen sprängen würden. Ohne den heutzutage fast gängigen Computer-Schnickschnack wurde jeder gezeigte Stunt tatsächlich selbst vollführt und das sogar größtenteils von Statham persönlich. Gefilmt wurde, wie es schon Regisseur Michael Mann bei "Collateral" und kürzlich "Miami Vice"  vorführte, mit kleinen HD-Handkameras die eine Vielzahl an mehr Möglichkeiten beim Einfangen der schnellen Action-Geschehnisse ermöglichten und so den Film wilder, aggressiver und spannender machten.

Neben den erstklassig umgesetzten Actionmomenten besticht "Crank" außerdem mit viel schwarzem Humor, lockeren, coolen und trockenen Sprüchen sowie teils herzhafte Situationskomik, die einige Lacher beim Zuschauer hervorrufen. Hierbei ist es vor allem Statham's offene Art die er - endlich - an den Tag legt und sich nicht länger verschließt. Er spielt nun nicht mehr den wortkargen Einzelgänger, sondern den teils selbstironischen Killer der auf eine charmante aber dennoch kaltblütige Art und Weise dem Film die perfekte Portion Comedy verpasst. Großartig.

Fazit:
"Crank" ist das schärfste Stück Actionkino des Jahres 2006. Statham schafft mit diesem einzigartigen Actionstreifen, der aufgrund seiner kompromisslosen Härte, der trockenen Onelinern und der echten Stunts die völlig ohne Computereinsätze inszeniert wurden, endlich den Sprung zum charismatischen Actionhero. Damit ist nun ohne Frage der Nachfolger der Actiongrößen der 80er und 90er Jahre gefunden.

Seine Ausstrahlung, der trockene Macho-Humor, die unglaublich ausgefeilte Kampftechnik und seine perfekte Figur lassen keine Zweifel offen, dass dieser Mann, Jason Statham, sich zum größten Actionhelden unserer Zeit entwickeln wird.


8,5
/ 10
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