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Kritik: The Dark

Story:
Die New Yorkerin Adèle fährt zusammen mit ihrer Tochter Sarah nach Wales, um ihren Ehemann James in einem abgelegenen Farmhaus an der fernen Küste zu besuchen. Als Sarah eines Tages in den Tiefen des Meeres verschwindet, macht sich James zusammen mit der Küstenwache auf die Suche nach ihr. Adèle wird in der Zwischenzeit von Visionen geplagt, die ihr verraten sollen, was mit Sarah passiert ist. Bald macht die verstörte Mutter eine finstere Begegnung: Die Schäferstochter Ebrill, die einst von ihrem eigenen Vater getötet wurde, ist zurück - "Ein Lebenden ... für einen Toten".

regie :
john fawcett
cast  : maria bello, sean bean
kritik :
joey

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Kritik:
Gleich zu Beginn des Filmes entwickelt sich ein guter Spannungsbogen, der mit Hilfe der düsteren und einsam gelegenen Location schöne Gänsehaut verbreitet. Regisseur Fawcett nutzt die tollen Landschaftsaufnahmen und verbindet diese mit den unheimlichen Geschehnissen. Zwar sind die Charaktere von Sean Bean und Maria Bello nicht ganz frei von typischen Horror-Klischees, so wirkt die Mutter-Tochter-Beziehung etwas aufgesetzt, jedoch wird dies aufgrund der guten Leistung wieder wettgemacht.

Die Rückblenden der Mutter z.B., die besonders in Hälfte eins des Öfteren auftreten, sind meist lahm und nicht wirklich interessant. Bis zum Verschwinden ihrer Tochter ist jedem Zuschauer der Konflikt klar und jede weitere Rückblende wirkt überflüssig und unnötig. Die Reaktionen, wie alleinige Nachforschungen der Mutter, auf das Verschwinden der gemeinsamen Tochter sind arg vorhersehbar und die Spannung nimmt mit zunehmender Filmlänge ab. Eine Mutter mit Alpträumen, die sich alleine auf die suche nach ihrer Tochter begibt und Hinweisen folgt die niemand glaubt ist nichts Neues und wurde zudem zu wirr umgesetzt.
 

Baute Regisseur Fawcett noch in der ersten Hälfte auf das gespenstische verlassene alte Haus mit seinem geheimnisvollen Zimmern, so verstrickt er sich in der zweiten Hälfte in einen Sumpf aus verrückter und v.a. unglaubwürdiger Story. Alle guten Vorsätze werden nun über den Haufen geworfen. Erschrak sich der Zuschauer in Hälfte eins noch das ein oder andere Mal bei gekonnt inszenierten Szenen, so kann er nun nur noch mit Müh und Not der konfusen Story folgen. Von nun an geht es nicht nur mit der Spannung steil Berg ab. Von durchgedrehten Monster-Killer-Schaafen, über einen perversen Schäfer bis hin zu verrückten Mythen, schafft es „The Dark“ sich selbst aufs Abstellgleis zu katapultieren.

Da kann einem Maria Bello schon leit tun, die sich planlos durch eine belanglose Story wühlt. Sicher hat sie das Problem, mit Naomi Watts aus „The Ring“ verglichen zu werden, aber sie spielt ihre Rolle im Prinzip ganz gut. Die Story ähnelt ganz einfach zu stark der Thematik aus „The Ring“ und so kommt man zusammenfassend einfach nicht drum herum „The Dark“ das schlechtere Zeugnis auszustellen.

Ein kleines Wunder bleibt hierbei auch die Besetzung Sean Beans (Herr der Ringe, Die Insel), bei dem man sich zu Recht die Frage stellt, warum er sich für ein solch durchwachsendes Projekt entscheiden konnte. Im Prinzip sind er und die erste Hälfte des Films die einzigen Lichtblicke, und das will was heißen. Beans Rolle wird noch dazu arg in den Hintergrund gestellt, sodass er auch nicht viel mehr retten kann.

Die Frage ist immer wieder: wie kann man nach einem solch spannenden Beginn so stark einbrechen, bis hin zur Lächerlichkeit. Die Spannung setzt sich auf den Nullpunkt, hinzukommen so gut wie keine einzigen Schockszenen und die Auflösung der Geschichte lässt doch arg zu wünschen übrig.

Fazit:
„The Dark“ ist wieder mal ein Horrorfilm den man sich hätte sparen können. Zwei unterforderte Schauspieler, ein spannender Anfang der sich aber v.a. in Hälfte zwei zu einem spannungsarmen Mystery-Thriller mausert, dem sämtliche Logik fehlt und der in keinster Weise mehr gruselt. Ein missglücktes Regiedebüt für John Fawcett, nachdem es eigentlich nur besser werden kann.



3,5 / 10

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