Story:
Eine Frau wird eines Morgens Zeugin, wie ihr Mann von einem besessenem Kind
angegriffen und getötet wird. Nur knapp kann sie sich in ein Kaufhaus retten, in
dem auch andere Zuflucht vor den aggressiven Pulslosen suchen...
regie :
zack snyder
cast :
sarah polley, ving rhames
kritik :
christian mester
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Kritik:
Was gehört in
einen ordentlichen Zombie-Film? Gut gemachte Zombies, Helden, die nicht dumm wie
Butter sind, solide Masken und wenn möglich, Spannung; ansonsten deftige und vor
allem blutige Action.
Guten Hunger, denn all das serviert Zack Snyder ("Watchmen") in seinem eigenen
Remake des Klassikers, mit dem er den Meister persönlich, George Romero mit
seinem letzten offiziellen Teil "Land of the Dead" respektabel auf die
Ersatzbank verweisen kann. Ja, die Befürchtungen waren im Vorfeld groß, dass
Snyders Ankündigung von rennenden Untoten nicht klappen könnte, aber das tun
sie, und wie auch in den beiden "28 X Later" sind die mitunter sprintenden
Armeen der Untoten damit endlich wieder gruselig.
Man kauft das Entsetzen ab, wenn die blutverschmierten und exzellent gemachten
Untoten auf einmal durchbrechen und hungrig, hastig, bedrohlich ausschwärmen.
Die laufenden Fleischhappen sind icht schlecht besetzt: Sarah Polley, Jake Weber
("Medium"), Mekhi Pfifer ("8 Mile") und der Badass vom Dienst, Ving Rhames sind
allesamt gut, wobei die Darsteller insgesamt sicher nicht zu den wahren Stärken
des Films gehören. Sie sind gut, aber der eigentliche Star ist Regisseur Snyder
selbst.
Nicht nur, dass er dem Film gepflegt jede Menge Spannung einprügelt und die
Story - die übrigens wieder nur grob was mit dem Original zu tun hat - so ist
sie auch trotz vorhersehbarer Konflikte immer wieder treffend aufgebaut und
profitiert ungemein von Snyders großartigen Zusammenstellungen und
Szenenaufbauten. Es gibt viele, abwechslungsreiche und packende Szenen mit den
Zombies, die auch noch im Abspann vortrefflich sitzen wollen, und der Einsatz
der Musik - einfach super, das Johnny Cash Intro, kann man nicht anders sagen -
lässt einen bei all dem fliegenden Plasma gut gelaunt nach Haus gehen.
Unter dem Strich können aber auch die Oldschool-Fans des Genres fraglos
zuschlagen, denn anstatt das ganze für das MTV-Publikum zu verharmlosen, geht es
sehr munter zur Sache: da wird gebissen, gerissen, zerschlissen und ausgehöhlt,
was das Zeug halt. Im Vergleich zu "Land of the Dead" vom Urvater lässt sich
ganz klar sagen, dass "Dawn" einfach die bessere Action, die besseren Zombies
und auch den besseren Storyverlauf hat. Hut ab.
Fazit:
Der wahrscheinlich beste Zombie-Film der letzten Jahre kaut nicht nur auf seiner
bekannten Lizenz herum, er darf sich toller Regie erfreuen und haut (mit der
Axt) auf die 12.
7,5 / 10
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