Story:
Soldatin Sarah (Mena Suvari) besucht eines Tages ihre Mutter, die ihr einen
kränklichen Eindruck macht. Umgehend fahren sie also zum nächstgelegenem
Krankenhaus, in dem Commander Rhodes (Ving Rhames) mit allen Mitteln versucht,
eine Zombie-Epidemie aufzuhalten...
regie :
steve miner
cast :
mena suvari, ving rhames, nick cannon
kritik :
christian mester
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Kritik:
Steve Miner kennt
man für gewöhnlich als kompetenten Genremacher, der mit "Freitag der 13te 2+3",
"House", "Lake Placid" und "Halloween 7" schon jede Menge namhaftes Zeug
abliefern konnte. Als er also bekannt gab, den dritten Romero neu interpretieren
zu wollen, konnte man gesammelt davon ausgehen, dass das Resultat zumindest
passabel werden sollte... und so sollte man sich irren.
Sein Versuch, der übrigens nur sehr lose etwas mit dem gleichnamigen Original zu
tun hat, ist nun nicht ganz so spektakulär schlecht wie das zweite Remake von
"Night" oder das inoffizielle "Dawn" Spin-off "Contagium", kommt aber gefährlich
nah dran. Das beginnt schon bei der grauenhaften Besetzung.
Mena Suvari als Soldatin? Die zierlichste aus "American Pie" mit Waffen und
Martial-Arts gegen Untote? Dass ihre Actionszenen im Film absolut nicht
überzeugend wirken, braucht man hier wohl nicht weiter ausführen (wobei sie in
allem Vorherigen, was nichts mit Zombies kicken zu tun hatte, nicht schlecht
war). Gleiches gilt für Quotenfigur Nick "Teen Cop" Cannon, der offenbar als
hipper MTV-Export mit lockeren Sprüchen und gestanzter Coolness an das ganz
junge Publikum appellieren soll - seltsam, dabei ist der Film für 12jährige gar
nicht freigegeben. Cannon, der im Übrigen Mariah Carey geheiratet hat, ist
übrigens erfolgloser Rapper und soweit davon entfernt badass zu sein, dass man
gar nicht weiß, ob man darüber nun lachen oder weinen soll.
Während man sich also gepflegt über die brillant misslungene Hauptbesetzung
aufregt, die mit Sprüchen wie "Yo, was geht" und Klischeeeinfällen durch die
Gegend hasten, tritt der tatsächliche Badass Ving Rhames - der auch im "Dawn"
Remake zu sehen ist, hier aber eine andere Rolle spielt - leider schon nach
einer handvoll Szenen ab. Man kann es ihm aber wirklich nicht verübeln, da das
Drehbuch offensichtlicher völliger Hirnschmand ist. Zombies, die wie Spider-Man
an der Decke herum krabbeln? Sind drin. Zombies, die Soldaten mit einem
Wischmopp angreifen? Zombies, die sich wie Blade's Vampire in Staub auflösen?
Verliebte Vegetarierzombies? Parkour-Zombies, die sich scheinbar auch noch
teleportieren können? Ist alles drin, und Miner würzt das ganze auch noch mit
spastisch wackelnden Schnellshot-Aufnahmen (man denke an den "Haunted Hills"
Doktor, nur auf Speed) und dilettantischen Auflös-Effekten, die einwöchige
Praktikanten in Grafikstudios umsonst besser hinkriegen.
Nachdem also die Lebenden schlecht besetzt sind und die Untoten gefeuerte
Statisten aus der "Power Rangers" Serie sein könnten - wo zum Teufel kommen da
noch gnädige 2,5 Punkte her? Nun, bei all dem Blödsinn muss man diesem Wrack
zumindest zusprechen, dass er (bis auf vereinzelte Effekte) doch halbwegs gut
gemacht ist. Das Zombie Make-Up passt und auch wenn alles Gezeigte birnig blöde
ist, passiert alles in so einem rapiden Tempo, dass kaum Zeit für Langeweile
aufkommen kann. Zum Glück bleibt einem gespielte Ernsthaftigkeit erspart, so
ballert "Day of the Dead 2008" wie ein schlechter Remix eines alten Hits kurz
und flott ins Gesicht.
Sofern man nicht gerade nüchtern ist und geringe Erwartungen an den Tag legt,
sicher irgendwie zu ertragen und aufgrund des Irrsinns auch irgendwie amüsant,
wer aber was richtig Gutes sucht, ist fehl am Platz.
Fazit:
Ein Witz mit Mulch.
2,5 / 10
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