Story:
Jensen Ames (Jason Statham) ist Gefangener in einem modernen Hochsicher-heitsgefängnis
der Zukunft, in der die Insassen bei gefährlichen Todesrennen mit martialischen
Waffen mitmachen können - gewinnen sie, gibt es Freiheit zu erlangen, für alle
anderen droht der Tod. Als Ames von der Gefängnisdirektorin persönlich ein
Angebot bekommt, will er seine einzige Chance nutzen...
regie :
paul ws anderson
cast :
jason statham, tyrese gibson
kritik :
christian mester
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Kritik:
Der neue Anderson
ist fast genau so wie sein Starforce Soldier: gut gemacht, sehr actionreich,
doch schwach gespielt und ohne Highlights.
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2 Fast 4 Talent.
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Man nehme einen der angesagtesten
Actionstars der Gegenwart, die Remake-Lizenz eines skandalträchtigen Actioners
aus den 70ern und einen umstrittenen Filmemacher der zwar schon für viel
Fanscherereien sorgte, meist aber gute Popcornfilme ablieferte - fertig also der
Allroundhit?
Leider nicht ganz. Death Race macht zunächst einmal vieles richtig: er versucht
gar nicht erst, seine simple und auf männliche Popcornmampfer getrimmte Story
für etwas was Besseres zu halten als was sie ist - mehr noch als bei The Fast
and the Furious geht es hier um brachiale Autoaction mit Waffen, um wilde Jagden
und massive Zerstörung, sinnlose Beifahrerinnen in hautengen Sachen, Blut und Explosionen.
Das allerdings ist auch schon der Haken, denn abgesehen davon hat der Film
überhaupt nichts zu bieten. Zwar gibt es kleinste Andeutungen über Kritik an der
möglichen Medienevolution und der Zukunft der Menschenrechte, das alles wird
aber durch derart viel Blechschaden und Oneliner übertüncht, das der Anspruch
hier wirklich außen vor bleibt. Das wäre ja auch nicht weiter zu verurteilen,
nur leider will Death Race auch als simpler Popcorner nicht vollends hinhauen.
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Jason. Statham.
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Das liegt in erster Linie dran,
dass die aufwendigen und wilden Rennszenen mit den Death Cars zwar ganz gut
gefilmt sind, aufgrund der ewig rostfarbenen und damit langweilig designten
Autos und der äußerst langweilig grau-grauen Rennumgebung keine echte eigene
Note haben. Auch die äußerst platten und schlechten Figuren machen da
nicht unbedingt gute Eindrücke.
Allen voran enttäuscht Statham, der hier etwa das Charisma von John Cena in The
Marine aufweist und bis auf wildes Lenkradgezurre vor Bluescreen und vieler grimmiger Blicke
nichts zu zeigen hat. Statham-Fans können sich leider auch echte Kampfkunst
abschminken, denn davon gibt es dieses Mal äußerst wenig zu sehen. Joan Allen
als fluchende Direktorin macht Spaß, kommt aber viel zu wenig vor und erinnert
von ihrer Spieltiefe hier eh an Burt Reynolds in Dungeon Siege. Über Tyrese
Gibson sei nur gesagt, dass 2 Fast 2 Furious ihn in besserem Licht zeigte.
Da der ganze Film nur auf die Death Races abzieht und diese trotz vieler,
vieler
Actionszenen wenig eigenes haben, gibt es demnach auch keine gute Gesamtnote...
aber doch eine knapp über Durchschnitt, denn Anderson verpackt alles in einem so
hohen Tempo, das man vor seinen Kritikpunkten schon den Abspann sieht und beim
Weg zum Auto doch insgesamt nicht wirklich enttäuscht sein wird. Man denkt über die
vertanen Chancen nach, schüttelt dann aber mit dem Kopf und weiß, dass es doch
nur einer von diesen Anderson Popcorner ist, und das man doch irgendwie eine gute Zeit damit
hatte. Wieso, das fragt man sich allerdings besser nicht...
Fazit:
Death Race dürfte für viele ein unangeschnallt hirnfreier Totalschaden sein, für
manche aber ein fetziges und testosteronlastiges Blechereignis höchster Güte.
Wer Doomsday vom Stil her mochte, sollte zuschlagen, alle anderen sollten besser
wissen, dass The Fast and the Furious faktisch ein besserer Film ist.
6 / 10
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